Dienstag, 27. Oktober 2020
† Roy Horn
Uwe Ludwig Horn (1944-2020)
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IMDb | Wikipedia


* 3. Oktober 1944 | Zauberkünstler, Dompteur, Produzent

 

Der Zocker

Die schrillen Vier in Las Vegas

Ocean’s Eleven

Ein Löwe in Las Vegas

 

† 8. Mai 2020 | Coronavirus


Er war Roy in Siegfried & Roy – am Freitag ist Roy Horn im Alter von 75 Jahren an den Folgen einer CoViD-19-Erkrankung gestorben. Zusammen mit dem Magier mit der weißblonden Mähne, Siegfried Fischbacher, den er auf einem Kreuzfahrtschiff kennenlernte, begeisterten sie mit ihren Tigern, Löwen, Schlangen und verschwindenden Elefanten Millionen von Menschen.
Ihre Vorstellungen im Hotel Mirage in Las Vegas waren stets ausverkauft. Auch traten sie in diversen Hollywoodfilmen auf, zuletzt sogar in einer Episode des Traumschiff-Ablegers Kreuzfahrt ins Glück. 2004 produzierte das Duo auch eine nicht ganz so erfolgreiche Animationsserie über eine Familie von Weißen Löwen, die mit ihnen in ihren Shows auftraten.
Uwe Ludwig Horn stammte ursprünglich aus Nordenham in Niedersachsen. Schon als Kind übte er mit seinem Hund Kunststücke. Gemeinsam mit Siegfried machte er mit glamourösen, ausgefeilten Shows, bei denen sie Tiger schweben und Elefanten verschwinden ließen, oder bei denen sich Roy in eine Python verwandelte, Furore.
Er sei ein großartiger Dompteur gewesen, so Siegfried, die Tiere, vor allem die Tiger, hätten sich mit ihm sicher und wohl gefühlt. Im Oktober 2003 kam es zu einem Zwischenfall, bei dem, nach Roys Aussage, er auf der Bühne einen Schlaganfall erlitt und der Tiger Mantecore ihn daraufhin am Genick gepackt und von der Bühne geschleift habe. Augenzeugen bezweifeln jedoch diese Aussage, der Tiger soll Roy attackiert haben.
An seiner Liebe zu Raubtieren änderte der Unfall jedoch nichts. Selbst Mantecore lebte mit Roy und Siegfried in einem dschungelartigen, opulenten Anwesen in Las Vegas weiter, bis er 2014 starb. In all den gemeinsamen Jahren hätten sie soviel erreicht, so Siegfried im Fernsehinterview vor einem Jahr. Und dafür wolle er ihm Danke sagen, und wie sehr er ihn liebt.
Die Welt habe einen Großen der Magie verloren, »aber ich habe meinen besten Freund verloren«, teilte sein Partner mit. »Es hätte keinen Siegfried ohne Roy und keinen Roy ohne Siegfried gegeben.« Und er danke den Ärzten und Krankenschwestern, die heroisch gegen das Virus gekämpft hätten, das Roy letztlich das Leben gekostet habe.

09.05.2020 | mz
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