Freitag, 3. April 2020
† Robert Conrad
Conrad Robert Norton Falk (1935 - 2020)

 

IMDb


* 1. März 1935 | Schauspieler

 

77 Sunset Strip

Hawaiian Eye

Verrückter wilder Westen

The D.A.

Pazifikgeschwader 214

Colorado Saga

A Man called Sloane

High Mountain Rangers

Jesse Hawkes

High Sierra Search and Rescue

 

Staatsfeind Nr.1 – John Dillinger

Die Gesetzlosen

Die Abenteuer des Nick Carter

Der letzte Ritt der Daltons

Die Frau in Rot

Samurai Cowboy

Versprochen ist versprochen

 

†  8. Februar 2020 | Herzversagen


Der US-Schauspieler Robert Conrad ist am Samstag im Alter von 84 Jahren gestorben. Laut Medienberichten erlag der einstige Fernsehstar daheim in Malibu an der Küste Kaliforniens einem Herzversagen. Er wurde in den 60er Jahren mit der Serie Verrückter wilder Westen auch in Übersee berühmt. US-Amerikaner kennen ihn hauptsächlich aus der Kriegsserie Pazifikgeschwader 214 sowie aus 77 Sunset Strip und dessen Ablegerserie Hawaiian Eye.
Der athletische Schauspieler, der in jungen Jahren all seine Stunts selbst gemacht hat, trat immer wieder in Kriegsfilmen, Western und Räuberpistolen auf. Seine markanten Augen und sein autoritäres Auftreten brachten ihm zudem auch Rollen als Gesetzteshüter. So war er u.a. in einem Kurzfilm an der Seite von Sänger Richard Marx als Sheriff zu sehen, als Jesse Hawkes in der Familien-Krimiserie High Mountain Rangers und dessen Ableger Jesse Hawkes. In beiden Serien spielten seine echten Söhne Christian und Shane auch die Söhne von Jesse Hawkes.
Er war aber auch acht Jahre lang ein echter Deputy Sheriff im kalifornischen Bear Valley. Seine letzte markante Rolle hatte er als Officer Hummell in der Weihnachtskomödie Versprochen ist versprochen an der Seite von Arnold Schwarzenegger.
Robert Conrad war politisch konservativ ausgerichtet. Er bewunderte G. Gordon Liddy, Richard Nixons rechte Hand, den er 1982 in einem TV-Film spielen durfte, und stürzte zusammen mit seinem Kollegen Charlton Heston den liberalen Vorsitzenden Ed Asner und dessen Gefolge von derer Macht in der Screen Actors Guild.
Der aus Chicago stammende Schauspieler unterstützte seine Familie nach seinem Abschluss an der Nordwest-Uni zunächst mit Milchausfahren und abendlichen Gesangsauftritten in einem Jazz-Trio. Durch seine Freundschaft mit dem aufstrebenden Schauspieler Nick Adams gelang er nach Hollywood, wo er schon nach wenigen Filmauftritten und mit einem Hungerlohn bei Warner Brothers unter Vertrag 1959 die Rolle des Privatdetektivs Tom Lopaka bekam, die ihn in der Serie Hawaiian Eye bis 1963 inklusive Gastauftritte in der Parallelserie 77 Sunset Strip begleitete.
Er bekam für seine Arbeit in der Serie Verrückter wilder Westen auch einen Platz in der Stuntman’s Hall of Fame. Bei den 20. Razzie Awards nahm er aus Überzeugung auch ein paar der entehrenden Preise selbst in Vertretung für Barry Sonnenfeld entgegen, der mit der Kinofassung von 1999 mit Will Smith in der Hauptrolle gleich 5 Preise einheimste, darunter den für den schlechtesten Film des Jahres.
2003 verunglückte er bei einem Frontalzusammenstoß mit seinem Auto und erlitt dabei schwere Kopfverletzungen und Nervenschädigungen, die seinen rechten Arm lähmten und seine Sprechweise verlangsamten. Wegen Trunkenheit am Steuer wurde er daraufhin noch zu sechs Monaten Hausarrest, fünf Jahre Bewährung und Alkoholberatung verurteilt und ihm der Führerschein für ein Jahr entzogen.
Sein Künstlername stammt aus seiner heimlichen Heirat mit der Anwaltstochter Joan Kenlay, mit der er unter diesem Namen auf der Flucht vor ihren Familien lebte, bis sie ihr erstes Kind erwarteten. Robert Conrad hinterlässt 8 Kinder aus seinen zwei geschiedenen Ehen.

09.02.2020 | mz
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