Dienstag, 15. Juni 2021
Vanguard
Elite Special Force
Austin Powers? Nein! Tang Huan Ting und seine Kollegin Mi Ya bei ihrer Arbeit.
© splendid-film
Die von Tang Huan Ting gegründete Agentur Vanguard bietet Personenschutz für prominente Kunden auf der ganzen Welt. Als die Tochter des Geschäftsmanns Qin von einer militanten Terrorgruppe entführt wird, kann sie zwar durch eine bestens ausgebildete Vanguard-Einheit befreit werden, während des Einsatzes wird allerdings Qin gefangen und nach Dubai verschleppt. Dort plant die Terrorgruppe einen vernichtenden Anschlag. Unter der Leitung von Huan Ting muss der Vanguard-Stoßtrupp nicht nur Qin retten, sondern unter allen Umständen auch das geplante Attentat auf einen US-Flugzeugträger verhindern…
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Der Actioner markiert die bereits neunte Zusammenarbeit zwischen Stanley Tong und Jackie Chan. Angefangen hat alles in den frühen 1990er Jahren mit Police Story 3, dann folgten unter anderem Rumble in the Bronx (1995), Der Mythos (2005), Armour of God – Chinese Zodiac (2012) und Kung Fu Yoga (2017). Die beiden haben wahre Action-Meisterwerke erschaffen, mit unvergesslichen Paradeszenen, die ganze Generationen von Filmfans beeindruckt haben.
2019 feierte Stanley Tong den 40. Jahrestag seines Starts im Filmgeschäft und den 30. Jahrestag seiner ersten Zusammenarbeit mit Jackie Chan. Beide begannen als Stuntmänner und haben seitdem als Schauspieler, Regisseure und Action-Choreographen gearbeitet. Der Filmemacher kennt nicht nur Jackie Chans Persönlichkeit, sondern weiß auch, welche Drehbücher und welchen Actionstil er bevorzugt. Zusammen sind sie für einige der größten Actionklassiker der vergangenen Jahrzehnte verantwortlich.
Umgeben von beeindruckenden, realen Orten bietet der Film spektakuläre Spezialeffekte (inklusive massiver Hardware wie Flugzeugträger oder Sportwagen). Die Zuschauer[m/w/d] erleben hier hautnah Schießereien, Explosionen und Verfolgungsjagden. Als Anführer seines Teams macht Jackie Chan erneut alle seine Stunts selbst, wodurch die Actionsequenzen ein Maximum an Realität erreichen.
Stanley Tong und Jackie Chan gelten als Pioniere des chinesischen Kinos. Dank ihnen ist es weltweit bekannt. Oft drehen sie auch außerhalb Chinas. Für Vanguard wurden neun internationale Drehorte aufgesucht, darunter London, Dubai, Sambia und eine antike Stadt in Indien. Die exotischen Aspekte all dieser Kulturen fließen in die Geschichte ein. Da die Regierungen dieser Länder großes Interesse an solch einer prestigeträchtigen Produktion haben, verliefen die Dreharbeiten absolut reibungslos.
Als Stanley Tong gehört hatte, dass Tausende das Chinesische Neujahrsfest in Londons Chinatown besuchen, beantragte er eine Drehgenehmigung für den Höhepunkt dabei – die Drachentanz-Parade. Die spektakulärste Paradeszene ist jedoch das Straßenrennen in Dubai mit den goldenen Sportwagen, die es tatsächlich gibt. Bei dieser Verfolgungsjagd spielt auch der Burj Khalifa, das höchste Gebäude der Welt, eine unerwartete Rolle.
Der Einsatz modernster Technologie erleichterte nicht nur die Dreharbeiten, sondern eröffnete auch neue inhaltliche Möglichkeiten. In den Afrika-Sequenzen ermöglichen Spezialeffekte die Interaktion der Figuren mit wilden Tieren, wie Löwen oder Hyänen. Ebenso wurde dadurch die Spannungsschraube bei der Actionchoreographie noch weiter angezogen. So eine Autoverfolgungsjagd wie die in Dubai war noch nie zuvor zu sehen, ebenso wie Condors Kampf auf einer Hoverboard-artigen Flugmaschine.
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Jackie Chan ist berühmt dafür, die Grenzen des Actionkinos zu verschieben. Sein Körper ist übersäht mit den Narben unmöglicher Stunts aus früheren Jahrzehnten. Vanguard führt diese Tradition fort – zum Beispiel als auf einem reißenden Fluss in Afrika gedreht wurde. Jackies Aquabike kippte dabei unter Wasser, die starke Strömung verhinderte den Einsatz des Rettungsteams. Es blieb ihm nichts anderes übrig, als unter Wasser ruhig zu bleiben und sich selbst zu befreien.
Für Stanley Tong war das alles zuviel: »Ich stand unter Schock. Als ich sah, wie Jackie wieder auftauchte, brach ich in Tränen aus.« Ganz der erfahrene Actionprofi, nahm Jackie Chan sofort danach wieder die Dreharbeiten auf. Erst im Hotel dann überwältigte ihn sein Körper, realisierte er, in welcher Todesgefahr er tatsächlich geschwebt hatte.
Dieser Dreh in den reißenden Fluten sollte für alle Darsteller zu einer großen Herausforderung werden. Am Tag danach gab es einen weiteren Unfall, als Schauspielerin Miya Muqi vom Wasser mitgerissen wurde und nicht mehr von alleine auftauchen konnte. Ihr war nur noch möglich, eine Hand aus den Fluten herauszustrecken, was dann das Rettungsteam zu ihr führte. Nach ihrer Ankunft am Ufer unterdrückte sie ihre Panik und zwang sich vor dem Stab zu einem Lächeln. »Wenn man erst mal so knapp vor dem Tod war, lernt man, die Kraft der Natur zu respektieren«, sagte sie.

02.03.2021 | mz | Quelle: splendid film
Kategorien: Filme