Donnerstag, 20. Januar 2022
The 355
Die vier Agentinnen Graciela Rivera, Mason Browne, Khadijah Adiyeme und Marie Schmidt ermitteln verdeckt auf einer Auktion.
© LEONINE
Eine global operierende Organisation ist kurz davor, in den Besitz einer Waffe zu gelangen, welche die Welt in großes Chaos stürzen würde. Um sie aufzuhalten, muss sich CIA-Agentin Mason Browne mit ihren größten Konkurrentinnen verbünden: der britischen Technikspezialistin Khadijah, der kolumbianischen Psychologin Graciela, der chinesischen Computerexpertin Lin Mi Sheng und der draufgängerischen Marie Schmidt aus Deutschland.
Ihre hochriskante Mission führt die fünf Frauen um die ganze Welt – von den Pariser Cafés, über die marokkanischen Souks bis in das glamouröse Shanghai. Doch nur wenn sie es schaffen, ihre Rivalitäten zu überwinden und ihre besonderen Fähigkeiten zu vereinen, können sie ihren mächtigen Gegner besiegen. Gemeinsam bilden sie eine neue Agenteneinheit – Codename „355“.
In seiner zweiten Spielfilmregiearbeit erzählt Simon Kinberg nach X-Men | Dark Phoenix nun eine Agentengeschichte mit Frauen – eigentlich überfällig. Nachdem ein Frauenensemble als Ocean’s 8 die Leinwand erobert hatte, gibt es nun Agentinnen-Action, die von Hauptdarstellerin Jessica Chastain initiiert und mitproduziert wurde. Hintergrund des kryptischen Titels ist die Geschichte einer Frau, die das letzte Rätsel des Revolutionskrieges beschreibt.
Die reale Agentin, die man nur bei ihrem Decknamen „355“ kannte, spielte eine tragende Rolle in George Washingtons Spionageorganisation „Culper Ring“ und half entscheidend mit, wichtige Informationen über britische Truppenbewegungen an die amerikanischen Generäle zu übermitteln. Der numerische Code war Teil eines ausgeklügelten Systems, das entwickelt worden war, um die Namen und Aufenthaltsorte all seiner Agenten geheim zu halten – was vorzüglich funktionierte.
Zu vorzüglich, wenn man so will, denn hunderte Jahre später ist die wahre Identität der Frau weiterhin unbekannt. Ihre bahnbrechenden Leistungen sind indes unvergessen. Frauen, die heute als Professionelle in Geheimdiensten arbeiten, bezeichnen sich manchmal gegenseitig als „355“. Es ist der perfekte Titel für einen Film, der ein hochkarätiges Ensemble internationaler Schauspielerinnen in einem rasanten, den Erdball umspannenden Spionagethriller versammelt.
»Der Titel ist wirklich wichtig, weil es so viele Frauen gibt, die unermüdlich hinter den Kulissen gearbeitet haben und deren immense Beiträge niemals wirklich honoriert wurden«, sagt Jessica Chastain. »Selbst wenn man durch die Geschichtsbücher blättert, findet man nur selten Geschichten von Frauen und was sie geleistet haben. Dass wir den Film The 355 genannt haben, ist ein Verweis auf die Frauen, die niemals anerkannt wurden. Er honoriert ihre Kraft, ihre Stärke, ihre Leistungen. Und er sagt: Danke!«
Die kosmopolitische Geschichte wirft ein Scheinwerferlicht auf die ganz unterschiedlichen Talente einer eklektischen Mischung weiblicher Figuren, jede für sich eine begnadete Spezialistin auf einem speziellen Fachgebiet der Spionage – sei es nun Kampfeinsatz oder Außendienst, topmoderne technische Fertigkeiten, Treffsicherheit oder Psychologie. Als Kollektiv sind sie smart, klug und, wenn nötig, tödlich. Gemeinsam sind sie nicht zu stoppen.

06.01.2022 | mz | Quelle: LEONINE
Kategorien: Filme