Sonntag, 29. Januar 2023
Okoye (Danai Gurira) und Shuri (Letitia Wright) in geheimem Auftrag
Start 9. November 2022 © MARVEL
Ramonda (Angela Bassett)
T'Challas Trauerzeremonie
Shuri (Letitia Wright) im Trauergewand
Königin Ramonda (Angela Bassett)
Ramonda (Angela Bassett)
Okoye (Danai Gurira)
Die Dora Milaje
Okoye (Danai Gurira) in Aktion
Namor (Tenoch Huerta Mejía)
Attuma (Alex Livinalli) und Namora (Mabel Cadena)
Namor (Tenoch Huerta Mejía)
Die Handelsstammälteste (Dorothy Steel), Ayo (Florence Kasumba), Königin Ramonda (Angela Bassett) und Okoye (Danai Gurira)
Okoye (Danai Gurira) und Ramonda (Angela Bassett)
Namor (Tenoch Huerta Mejía)
M'Baku (Winston Duke)
Shuri (Letitia Wright)
Nakia (Lupita Nyong'o)
Black Panther ist auferstanden.
Shuri
Ramonda
M'Baku
Nakia
Okoye
Ku'ku'lkán Namor
Aneka
Attuma
Ayo
M'Baku
Nakia
Namor
Namora
Okoye
Ramonda
Riri Williams | Eisenherz
Shuri
Everett Ross
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Man hätte denken können, dass die Geschichte um Wakanda mit dessen Öffnung zur Welt abgehakt sein würde, zumal das plötzliche Ableben von Chadwick Boseman einer fortführenden Handlung hinderlich wirkte. So war man clever und baute das in die Handlung mit ein: Eine Erkrankung, dessen Verlauf tödlich endet, konnte Shuri trotz all ihrer wissenschaftlichen Fähigkeiten nicht rechtzeitig bekämpfen, weshalb T’Challa gleich zu Beginn des Films das Zeitliche segnet.
Als Kontrast zur alltäglichen Farbenfrohheit und der eigenen Hautfarbe kleiden sich alle Wakandaner zur Trauerfeier in weißen Gewändern, singen und tanzen die Trauer weg. Am Anfang steht Tod und Trauer, dann erst folgt das animierte Marvel-Logo, in dem sich diesmal eine Abfolge von Bildern des verstorbenen Titelhelden spiegelt. Der Schwarze Panther, Wakandas Beschützer, ist nicht mehr. T’Challas Mutter Ramonda hat den Thron übernommen und hat es nicht leicht, sich gegen die Eindringlinge zu schützen, die ihr Stück vom Vibranium-Kuchen haben wollen.
Zum Glück hat sie noch ihre Elitekriegerinnen, die Dora Milaje, dessen Anführerin Okoye sich zudem mit Prinzessin Shuri zusammentun muss, um eine MIT-Studentin vor den geheimdienstlichen Schergen in Sicherheit zu bringen, denn sie hatte ein Gerät entwickelt, das Vibranium aufspüren kann, was Shuri als Wissenschaftlerin beeindruckte.
Wissenschaftler, die dieses Gerät in den Weiten des Ozeans testeten, stießen dabei nicht nur auf das unkaputtbare Edelmetall, sondern auch auf ein aztekischstämmiges Volk, das bislang unentdeckt in den Tiefen des Ozeans gelebt hat und sich nun gezwungen sieht, die obere Welt zu vernichten, denn dessen Anführer Namor, der als Ku’ku’lkán verehrt wird, hatte als Kind ein traumatisches Erlebnis, was ihn einige Jahrhunderte alt sein lässt.
Der gottähnliche Namor entsendet nicht nur seine Elitetruppe, um die Studentin zu töten, sondern umwirbt auch Shuri, die Völker von Wakanda und Talokan zu vereinen. Dadurch entsteht jedoch ein kriegerisches Dreieck, das irgendwie aufgelöst werden muss: Wakanda möchte friedlich mit der restlichen Welt leben, die Vereinten Nationen möchten unbedingt den Einsatz von Vibranium geregelt haben, während Talokan geheim bleiben, aber dennoch mit Wakanda gemeinsame Sache machen will. Und Wakanda möchte nicht mit Talokan in den Krieg gegen die Welt ziehen, aber auch nicht gegen Talokan, denn diese beweisen, dass die Sicherheitsvorkehrungen Wakandas keine Hindernisse für sie darstellen.
Hinzu kommen CIA-Agent Everett Ross, der als Wakandas Verbündeter agiert, und dessen Vorgesetzte, Valentina, die ihr eigenes Ding durchziehen will, wie wir bereits in der Serie The Falcon and the Winter Soldier kennengelernt haben. Da der Film aber schon ein großes Stück in Richtung 3 Stunden geht und teuer genug zu sein scheint, hat man auf eine weitere Avenger-Figur verzichtet. Die haben außerdem alle selbst Probleme oder sind im Ruhestand.

Trotz der Lauflänge wirkt der Film eher kurzweilig, denn er weist keine Längen auf und fesselt von der ersten bis zur letzten Minute. Ryan Coogler, der erneut auf dem Regiestuhl platznahm, inszenierte ein (bild)gewaltiges Epos, das einerseits die bekannten Intrigen und Figuren der Marvel-Vorgängerprojekte weiterführt, als Familiendrama beginnt und in einem Kriegsfilm mündet.
Dabei führt der Filmemacher eine der ersten Marvel-Figuren von 1939 in Marvels Kinouniversum ein. »Die Einführung von Namor war für uns eine Gelegenheit, einen anderen Politiker vorzustellen, einen souveränen Herrscher einer Gruppe von Menschen, der mehr repräsentiert als sich selbst«, sagt der Regisseur. »In unserer Geschichte repräsentiert er Talokan, eine verborgene Unterwasserzivilisation, die unsere neu gestaltete Version des Comic-Reiches Atlantis ist.«
Black Panther | Wakanda forever wäre der letzte Film des 5-Filme-Vertrags von Chadwick Boseman mit Marvel gewesen. Übrig blieb eine Widmung am Ende des Films und die Fortführung der Figur, die er geprägt hatte. Marvel-Fans müssen außerdem tapfer sein: Nicht nur, dass zu Beginn und Ende ein wenig auf die Tränendrüse gedrückt wird, auch gibt es diesmal keine gewohnte Zusatzszene nach dem Abspann, lediglich den Hinweis, dass der Schwarze Panther zurückkehren wird – in welcher Form und wann sei dahingestellt.
Somit ist Black Panther | Wakanda forever ein gelungener letzer Kinofilm in Marvels Phase IV des filmischen Universums, die mit dem Guardians of the Galaxy Holiday Special auf Disney+ im Dezember ihren Abschluss findet. Zudem werden wir Riri bzw. Eisenherz demnächst auch in ihrer eigenen Serie Ironheart dort wiedersehen.

16.11.2022 | mz
Kategorien: Filme