Sonntag, 29. Januar 2023
Ethan und Searcher Clade - © Disney
Start 24. November 2022 - © Disney
Callisto Mal, die furchtlose Anführerin der mythischen Avalonia, die eine Erkundung anführt, Jaeger Clade, Searcher Clade, Platsch, Ethan und Meridian Clade, eine versierte Pilotin und Searchers Partnerin in allen Dingen, sowie Hund Legend - © Disney
Ethan Clade bestaunt die fremde Welt - © Disney
Alle an Bord! - Die legendäre Forscherfamilie Clade auf ihrer letzten, und bei weitem wichtigsten Mission, die durch ihre Differenzen in Gefahr gerät. Ethan Clade, Callisto Mal, die Anführerin von Avalonia, Searcher Clade, Mutter und Pilotin Meridiian Clade und Searchers Vater Jaeger Clade mit Hund Legend - © Disney
Verloren und wiedergfunden - Searcher Clade trifft auf seiner Mission auf seinen lange verschollenen, überlebensgroßen Vater. - © Disney
Platsch, Ethan, Legend und Meridian Clade - © Disney
Kräftemessen - Searcher Clade ist ein Familienvater, der sich auf einer unvorhersehbaren Mission an Bord eines Forschungsluftschiffs namens Venture außerhalb seines Elements befindet. - © Disney
Searcher, Jaeger, Meridian Clade, Callisto Mal und Ethan Clade - © Disney
Kann ich dich Klecks nennen? - Der 16-jährige Ethan bekommt das Abenteuer seines ebens, das er schon immer haben wollte, als er mit seiner Entdeckerfamilie in einer fremden Welt auf einen hinterhältigen blauen Klecks trifft, den er Platsch (Splat) nennt. - © Disney
Drei Generationen und ein blauer Klecks -- Das originelle, actiongeladene Komödienabenteuer stellt drei Generationen der Clades vor, eine Familie, die inmitten eines unbekannten, tückischen Terrains zusammenkommt, zusammen mit einer bunt zusammengewürfelten Truppe, zu der eine Reihe von gefräßigen Kreaturen, ein dreibeiniger Hund und ein schelmischer Klecks namens Platsch gehören. Searcher Clade, ein Familienvater, der auf einer unvorhersehbaren Mission aus seinem Element gerät, sein überlebensgroßer Entdecker-Vater Jaeger und sein 16-jähriger Sohn Ethan, der sich nach Abenteuern sehnt. - © Disney
Familienausflug – Ethan, der sich nach Abenteuern jenseits der Familienfarm sehnt, Meridian Clade, eine versierte Pilotin und liebende Ehefrau und Mutter, und Searcher Clade, ein brillanter Familienvater, der sich auf einer unvorhersehbaren Mission nicht in seinem Element befindet. - © Disney
Ein Junge und ein blauer Klecks -- Ethan findet das Abenteuer, das er sich schon lange gewünscht hat, als er in einer fremden Welt mit seltsamen Kreaturen wie einem schelmischen blauen Klecks namens Platsch landet. - © Disney
Drei Generationen -- Searcher Jaeger und Ethan Clade - © Disney
Der schelmische blaue Klecks Platsch - © Disney
Start 24. November 2022 - © Disney
Dennenesch Zoudé | Berlin, 21. September 2022 | Synchronstudio FFS | 📷 Hanna Boussouar - © Disney
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Willkommen in Avalonien, eine fremde Welt irgendwo da draußen, die von Menschen besiedelt wurde. Ein Forscherteam macht sich auf Erkundungssuche jenseits der Berge – unter ihnen der berühmte Anführer Jaeger Clade, der überlebensgroße Abenteurer, der erstmals seinen Sohn Searcher mit auf den Weg genommen hat. Während Clade senior erkunden und gegen unwirtliche Natur kämpfen will, hat sein Sohn eher die Mission im Auge – erkunden und erforschen. So kommt es, dass Searcher eine Pflanze entdeckt, die Elektrizität produziert, Vater Jaeger jedoch weiter gehen will und sich somit ihre Wege trennen…
Laut Regisseur Don Hall ist Strange World eine Anspielung auf die populären Pulp-Magazine. »Als ich aufwuchs, habe ich die alten Ausgaben der Pulps gerne gelesen«, sagt er. »In den Geschichten entdeckte eine Gruppe von Abenteurern eine verborgene Welt mit uralten Kreaturen. Das war eine große Inspiration für Strange World
Und genauso startet der Film auch, indem die Vorgeschichte in Form eines animierten Pulp-Comics erzählt wird – die Legende von Jaeger Clade und dessen Abenteuer. Das große Abenteuer in der Geschichte der Clades beginnt 25 Jahre später, als Callisto Mal, einst Mitglied des Forscherteams und nun Präsidentin von Avalonien, auf Searchers Farm auftaucht – sehr zur Überraschung der Clades.
Die Nachrichten sind nicht gut: Pando, die revolutionäre Pflanze, die Searcher Jahre zuvor entdeckt hat, ist in Schwierigkeiten, und sie alle sind in großer Gefahr. Sie müssen zur Quelle wandern, wo auch immer die ist, um herauszufinden, wie man sie retten kann. »Ich stelle mir oft vor, dass Pando Avalonien auf die gleiche Weise beeinflusst hat, wie der Einzug der Elektrizität unsere Welt beeinflusst hat«, sagt Produzent Roy Conli.
»Wenn man sich die 1880er Jahre anschaut und dann in die 1930er Jahre vordringt, dann war das eine völlig andere Welt, weil die Elektrizität diese phänomenale Kraft war. Als sie entdecken, dass sie in Gefahr ist, treibt das die Handlung des Films voran. Pando ist der Grund für die Expedition, die Searcher zu seinem Vater Jaeger führt, der seit vielen Jahren vermisst wird.«
Und so begeben sich die einstigen Teammitglieder auf die Spurensuche der Pflanze, die in eine Welt jenseits ihrer Vorstellungskraft führt. Natürlich dürfen auch Probleme nicht fehlen. So schleicht sich Searchers Sohn Ethan (ohne hintergründigen Namen wie Jäger, Sucher oder dessen Mutter Meridian) mit an Bord, um endlich das Abenteuer seines Lebens zu haben. Als dieser entdeckt wird, kommt noch dessen Mutter Meridian hinzu, eine erfahrene Pilotin, die Ethan eigentlich wieder mit nach Hause abholen sollte, sowie deren dreibeiniger Hund Legend.
Als das Schiff dann in Not gerät, muss Meridian jedoch an Bord bleiben, um die Mission zu retten. Was dann kommt, ist ein Abenteuer jenseits der Vorstellungskraft Vieler. Allerdings ist die Prämisse, die das Publikum erst ganz am Ende aufklärt, gar nicht so neu, wurde jedoch selten erzählt. Was jedoch neu ist, ist, dass alles anders ist – klingt komisch, ist aber so. Spätestens am Filmende wird man aufgeklärt, wo man sich genau befindet und was genau vor sich geht. Dann bekommt auch die Geschichte und die verrückte Welt eine Bedeutung.

Allerdings hat man beim 61. Disney-Animationsfilm ordentlich auf die Tube mit Vielfalt und Inklusion gedrückt, weshalb der Film auch nicht so überzeugen kann: Dass Searcher weiß und Meridian schwarz sind, kann man ja drüber hinweg sehen. Sohn Ethan ist demzufolge auch schwarz, aber auch noch schwul und in seinen hübschen Schulkameraden mit dem extravaganten Namen Diazo verknallt. Dann ist der Familienhund dreibeinig, was jedoch kaum auffällt oder angesprochen wird.
Callisto Mal wird von Lucy Liu gesprochen, sieht jedoch eher stämmig-lateinamerikanisch aus. Und dann ist da noch die knallbunte Welt mit all den runden Formen, so gut wie ohne Schwerkraft. Man fragt sich, was die Produzenten genommen hatten. Immerhin wird dieser Fakt von Ethan im Film kommentiert. Aber muss das sein? Man tut so, als sei die reale Welt, in der wir leben, nur bunt und geschlechtlich divers – dabei ist das lediglich eine hochgeschätzte Prozentzahl im unteren Viertel.
Das mag sicher mit den Richtlinien der Filmakademie zu tun haben, damit ein Film für den Oscar® in Betracht gezogen werden kann, aber man muss es doch nicht übertreiben! Wenn man als Erwachsener schon aus dem Kino kommt und sich in Frage stellt, was muss dann mit den Kindern passieren? Es soll ja jeder so leben, wie er/sie/es mag, aber man muss doch nicht in jeder Produktion von heute divers sein!
Es gibt kaum noch Produktionen, die die gesellschaftlichen Standards ansprechen. Literarische Vorlagen werden bis zur Unkenntlichkeit in diversitäre Äußerlichkeiten adaptiert, wo man sich fragt, was das alles soll? Da regt man sich nur auf und ärgert sich darüber, während das ursprüngliche Werk immer weiter verändert wird, bis man es nicht mehr erkennt.

Gut, Strange World ist keine Adaption einer literarischen Vorlage, bedient sich lediglich der Pulp-Comic-Ausdrucksform, kann sich dafür aber inhaltlich austoben. Es gab zu diesem Film eigens eine Abteilung „Diversity & Inclusion“. Ob und wieviel „Produktionsbabys“, die während des Films entstehen, adoptiert sind, steht leider nicht im Abspann. Da fühlt es sich erfrischend an, wenn die Mannschaft mal Pause macht, um „Primal Outpost“ zu spielen, das irgendwie an „Die Siedler von Cataan“ erinnert!
Klammert man Vielfalt und Inklusion aus, bekommt man ein interessantes Abenteuer geboten, das zudem auch noch unsere gegenwärtige Klima- und Wirtschaftslage widerspiegelt. Wenn man seine Kinder nicht der Vielfalts-Indoktrinierung aussetzen will, kann ich das gut verstehen. Zumindest sollten die Erwachsenen dabei sein, um die Hintergründe erklären zu können, warum die Figuren so sind, wie sie sind.

29.11.2022 | mz | Quelle: Disney
Kategorien: Filme