Mittwoch, 24. Juli 2024
© 20th Century Studios
Konzeptbild Metkayina ● © 20th Century Studios
Kiri und Dr. Grace Augustine (Sigourney Weaver) ● © 20th Century Studios
Lo'ak und Kiri ● © 20th Century Studios
Quaritch ● © 20th Century Studios
Spider und Kiri ● © 20th Century Studios
Neytiri ● © 20th Century Studios
Neytiri und Jake Sully ● © 20th Century Studios
Jake Sully und Neytiri ● © 20th Century Studios
Jake Sully ● © 20th Century Studios
Neytiri und Jake Sully ● © 20th Century Studios
Na'vi-Klon und Original-Quaritch (Stephen Lang) ● © 20th Century Studios
Ronal, Tonowari und der Metkayina-Clan ● © 20th Century Studios
Tuk ● © 20th Century Studios
Kiri, Neytiri, Neteyam, Lo'ak, Tuk und Jake Sully ● © 20th Century Studios
Neteyam, Neytiri, Lo’ak und Jake Sully ● © 20th Century Studios
Lo'ak und ein Tulkun ● © 20th Century Studios
Lo’ak und Tulkun ● © 20th Century Studios
Jake Sully ● © 20th Century Studios
Ronal ● © 20th Century Studios
Quaritch ● © 20th Century Studios
Ronal, Tonowari und der Metkayina-Klan ● © 20th Century Studios
Jake Sully ● © 20th Century Studios
Kiri ● © 20th Century Studios
Lo’ak ● © 20th Century Studios
Kiri ● © 20th Century Studios
Tsireya ● © 20th Century Studios
Jake Sully ● © 20th Century Studios
Jake Sully ● © 20th Century Studios
Spider (Jack Champion) ● 📷 Mark Fellman - © 20th Century Studios
Neytiri und Jake Sully ● © 20th Century Studios
Ein Tulkun ● © 20th Century Studios
Jake Sully ● © 20th Century Studios
Lo'ak ● © 20th Century Studios
Neytiri ● © 20th Century Studios
Tsireya ● © 20th Century Studios
Kiri ● © 20th Century Studios
Spider ● © 20th Century Studios
Tonowari ● © 20th Century Studios
Tsireya ● © 20th Century Studios
Quaritch ● © 20th Century Studios
Regisseur James Cameron und Sam Worthington am Set ● 📷 Mark Fellman - © 20th Century Studios
Mo-Cap-Aufnahmen unter Wasser ● 📷 Mark Fellman - © 20th Century Studios
Regisseur James Cameron und Edie Falco am Set ● 📷 Mark Fellman - © 20th Century Studios
Regisseur James Cameron mit Jack Champion (Spider) am Set ● 📷 Mark Fellman - © 20th Century Studios
Regisseur James Cameron mit Joel David Moore (Norm) am Set ● 📷 Mark Fellman - © 20th Century Studios
James Cameron gibt Jack Champion (Spider) Regieanweisungen. ● 📷 Mark Fellman - © 20th Century Studios
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Die lang erwartete Fortsetzung von James Camerons Effektspektakel Avatar spielt mehr als ein Jahrzehnt nach den Ereignissen des ersten Films und erzählt die spannende Geschichte der Familie Sully (Jake, Neytiri und ihre Kinder) – von dem Ärger, der sie verfolgt, und was sie auf sich nehmen, um einander zu beschützen, sowie die dramatischen Erlebnisse und die Kämpfe, die sie führen, um zu überleben.
Lange mussten wir auf die geplante Fortsetzung warten, aber das Endprodukt entschädigt dies und führt uns erneut ins Sternensystem Alpha Centauri-A auf den Polyphemus-Mond Pandora. »Pandora ist eine weitere Figur in diesem Film«, sagt Produzent Jon Landau.
»Wir haben Pandora als Metapher für unsere Welt eingesetzt, und wir könnten unsere Welt ewig bereisen, ohne all die Wunder zu sehen, die sie birgt. Also entschied sich Jim, die Geschichte auf Pandora spielen zu lassen und neue Lebensräume und neue Kulturen zu erkunden. Aufgrund seiner Liebe zu den Ozeanen, meiner Liebe zu den Ozeanen, entschieden wir uns für die Ozeane als nächsten Schauplatz für unsere Geschichten.«
Als Jake und Neytiri eines Abends einen neuen Lichtpunkt am Nachthimmel entdecken, wird ihnen klar: Die „Himmelsleute“ sind zurück – nicht nur, um das wertvolle Material Unobtainium abzubauen, sondern um Pandora mit Menschen zu besiedeln. Künstlich gezüchtete Na’vi-Körper wurden mit den virtuell gespeicherten individuellen Erinnerungen und DNS der Spezialeinheit um Colonel Miles Quaritch kombiniert und sollen als sogenannte Rekombinanten (Recoms) im Auftrag der RDA dafür sorgen, dass die Konstruktion der neuen Menschenstadt namens Bridgehead reibungslos vonstatten geht.
Nicht nur die RDA hat ihre Armee adaptiert, auch die zurück gebliebenen Wissenschaftler haben ihr Erbe weitergegeben: Kiri, die biologische Tochter von Dr. Grace Augustines Avatar, besitzt eine besondere mentale Verbindung zur Natur Pandoras, die im Film oft ausgiebig inszeniert wurde. Sigourney Weaver spielt auch Graces Nachkomme, was auch in den Gesichtszügen von Kiri zu erkennen ist.

Dies möglich macht natürlich das von Peter Jacksons Oscar®-preistragender Firma für visuelle Effekte, Wētā FX, entwickelte Darstellungserfassungsverfahren. Die Schauspieler schwimmen und tauchen dabei in dem riesigen 36m langen, 18m breiten und 9m tiefen Wasserbecken, ein sogenanntes „Volumen“, in James Camerons Manhattan Beach Studios, in das eine knappe Million Liter Wasser passt, mit Ganzkörperanzügen, die mit kleinen weißen Bällen bestückt sind, an denen sich die Rechner orientieren können, um aus ihnen später Na’vi zu generieren, die im Ozean schwimmen und tauchen.
Damit die Darstellungserfassungstechnologie unter Wasser funktionieren konnte, musste das Wasser jedoch klar sein. Obwohl James Cameron ursprünglich dachte, dass der Stab, der die Schauspieler fotografierte, während der Dreharbeiten im Tank eine Tauchausrüstung tragen könnte, verursachte das Atemgerät Störungen im Wasser. »Man kann nicht so viele Luftblasen haben«, erklärt der Filmemacher. »Jede dieser Luftblasen ist ein kleiner wackelnder Spiegel, und das System, das versucht, alle Markierungspunkte auf dem Körper des Schauspielers zu lesen, damit es seine Bewegung erfassen kann, kann nicht zwischen einem Markierungspunkt und einer Blase unterscheiden.«
Das ließ nur eine Möglichkeit offen: »Alle, die im Tank arbeiteten, hielten den Atem an«, sagt James Cameron. »Wenn jemand unten war und das Licht hielt, hielt er den Atem an. Wenn sie eine Kamera bedienten, hielten sie den Atem an. Die Schauspieler mussten natürlich auch die Luft anhalten.«
»Die Schauspieler haben es wirklich genossen«, sagt der Regisseur und bemerkt, dass jedes Mitglied des Ensembles sich beim Freitauchen bewährt hat, Kate Winslet jedoch mit erstaunlicher Leichtigkeit ins Wasser ging. »Kate genoss die Freiheit, sich unter Wasser ausdrücken zu können. Sie war in der Lage, einen statischen Atemzug für etwa 7 Minuten und 20 Sekunden zu halten. Ich bin seit 50 Jahren Freitaucher, und ich glaube, die längste Zeit, die ich je den Atem angehalten habe, waren 5,5 Minuten.«
Die Darstellungserfassung zu The Way of Water begann im September 2017 und dauerte 18 Monate, in denen alle Szenen der vier Fortsetzungen gedreht wurden. Für Avatar hatte das Team für visuelle Effekte ein „bildbasiertes System zur Erfassung der Gesichtsdarstellung“ entwickelt, bei dem eine einzige Kopfkamera mit Standardauflösung verwendet wurde, um auch die kleinsten Nuancen der Gesichtsdarstellung der Schauspieler genau zu erfassen. Das Stativ war auf die Gesichter der Schauspieler gerichtet, und die Kamera zeichnete Mimik und Muskelbewegungen in einem bisher nicht gekannten Ausmaß auf. Vor allem aber zeichnete die Kamera auch die Augenbewegungen auf, was bei früheren Systemen nicht der Fall gewesen war. Das Kopfstativsystem ermöglichte es, die Gesichtsdarstellungen der Schauspieler mit einer nie dagewesenen Klarheit und Präzision zu erfassen.
Für The Way of Water und seine Fortsetzungen wurde das Kopfstativ mit zwei HD-Kameras aufgerüstet, um eine noch detailgetreuere und nuanciertere Darstellung zu erhalten. »Die Darstellung so detailliert wie möglich zu haben, hilft uns, sicherzustellen, dass wir das auch in den endgültigen Aufnahmen sehen«, sagt Joe Letteri, der Aufseher für visuelle Effekte.

Doch zurück zur Handlung… Jake Sully und seine Familie flieht, zusammen mit den restlichen Stammesmitgliedern, vor den Menschen und sucht bei den Metkayinas Unterschlupf. Die Metkayinas haben einen etwas anderen Blauton als die Omatikaya, und sie haben eine andere Physiologie, mit großen Händen, breiteren Brüsten und Brustkörben und dicken Knorpelauswüchsen unter der Haut, fast wie Flossen, die an den Seiten ihrer Arme und Beine herunterreichen, um ihnen beim Schwimmen zu helfen. Außerdem haben sie einen breiteren Schwanz, der ihnen hilft, ihren Körper durch das Wasser zu bewegen. »Der Metkayina-Clan, die Riffbewohner, haben sich an das Leben im Meer angepasst und sehen daher ganz anders aus«, erklärt James Cameron.
Und so kommt es, wie es kommen muss: Es gibt Zwist und Anpassungsschwierigkeiten. Die Sullys müssen lernen, sich in der gefährlichen Wasserwelt zurechtzufinden und die unangenehme Dynamik des Erlangens von Akzeptanz in ihrer neuen Gemeinschaft zu bewältigen. Für einen Großteil der Probleme sorgt Jakes Sohn Lo’ak, der es allein wegen seiner zusätzlichen Finger als Außenseiter schwer hat, aber auch das Menschenkind Spider, das als Kriegsopfer damals zu klein war, um zur Erde zurückzukehren.
Quaritch und seine Mannschaft machen Jagd auf Jake Sully und scheuen vor nichts zurück. Doch wie es Umweltbotschafter James Cameron will, müssen sich nicht nur die Familien zusammenschließen, um den Bedrohern ihrer Welt engegenzutreten, auch hat Mutter Natur ein Wörtchen mitzureden. Während Kiri mit der biologischen Macht Pandoras fusioniert, versucht Lo’ak, dem Sterben der Wal-ähnlichen Tulkuns entgegenzuwirken, die von den Menschen gejagt werden, um deren Gehirnflüssigkeiten zu gewinnen, die für die Entwicklung der Recoms benötigt wird.
Das ist alles wieder dermaßen ergreifend inszeniert, dass man gar nicht anders kann, als mit den Sullys mitzukämpfen, die Welt zu erhalten und den schädlichen Umwelteinflüssen Einhalt zu gebieten. Wir Menschen sind die Übeltäter, die nicht lernen wollen. Die Metapher funktioniert, aber ob sie unsere Welt noch retten kann, bleibt zu bezweifeln. Sie ist jedoch ein wichtiger Schritt, neue Generationen das Thema Umwelt näherzubringen.
Und das alles kann man in 3D und IMAX® sowie, aller guten Dinge sind Drei, mit flüssigen 48 Bildern pro Sekunde bestaunen! Wenn die Unterwasserwelt erkundet wird, kommt man sich wie in einem Dokumentarfilm vor, der uns die verschiedenen Lebewesen unter der Wasseroberfläche bewundern lässt. Man merkt James Camerons Liebe zum Ozean an. Immer wieder zeigt er uns diese gestochen scharfen Details, die allesamt erfunden sind, aber dennoch wie echt wirken!
Da ist es kein Wunder, dass die Herstellung des Films so lange gedauert hat. Allerdings (Das ist meines Erachtens der einzige Schwachpunkt, wenn man ihn so nennen kann) braucht man nicht unbedingt die 48 Bilder pro Sekunde. Dadurch wirkt der Film so, als wenn man beim heimatlichen Fernsehgerät die Bildverbesserung eingeschaltet hat, die die Bildfolge flüssiger aussehen lassen soll. Ich finde jedoch, dass die Bewegungen dadurch nicht nur unnatürlicher wirken, auch strapazieren sie sehr die Augen.
Um mit James Camerons Worten abzuschließen: »Man geht in einen Kinosaal und wird in eine fiktive Fantasiewelt versetzt. Je mehr man seine Ungläubigkeit ablegen kann, desto mehr Spaß macht es. Es gibt fast einen Vertrag zwischen dem Film und dem Publikum. Wir werden uns alle an den Händen nehmen und gemeinsam nach Pandora hüpfen. Das wird lustig.« Da hat es die nächste Fortsetzung wieder etwas schwerer, das zu übertreffen. Avatar 3 soll 2024 in die Kinos kommen…

25.04.2024 | mz | Quelle: Disney
Kategorien: Feature | Filme