Die allerletzte Nacht. Der allerletzte Tanz. Nach fünf Staffeln, 48 Episoden und 532 Drehtagen endet eines der außergewöhnlichsten Serienprojekte der deutschen Fernsehgeschichte. Unter dem Motto „A tribute to Babylon Berlin“ fand im Berliner Zoo Palast am Donnerstagabend die Weltpremiere der finalen 5. Staffel von Babylon Berlin statt.
ARD und ARD Degeto feierten gemeinsam mit der Besetzung, zahlreichen Beteiligten aus fünf Staffeln und den Regisseuren und Autoren Achim von Borries, Henk Handloegten und Tom Tykwer nach zehn Jahren den Abschluss der international erfolgreichen Serie.
Musikgewaltig (wie die Serie selbst) begann auch der Abend: Max Raabe und Band eröffneten die Premierenvorführung mit dem ikonischen Lied „Ein Tag wie Gold“. Für den krönenden Abschluss mit stehendem Beifall sorgte Christian Friedel. Mit seiner besonderen Handschrift führte er als Moderator durch den Abend und führte mit seiner Band Woods of Birnam ein Medley aus „Du bist alles“ und „Zu Asche, zu Staub“ auf. Letzteres sollte ursprünglich die französische Sängerin Zaho de Sagazan aufführen, die ihre Version des Lieds in der 5. Staffel auf der Bühne des Nachtklubs „Moka Efti“ zum Besten gibt.
»Die fünfte Staffel von Babylon Berlin ist etwas ganz Besonderes«, sagt ARD-Programmdirektorin Christine Strobl. »Nicht nur, weil sie erzählerisch und dramaturgisch ihren Höhepunkt erreicht, sondern weil mit ihr eine ganze Dekade zu Ende geht. Als wir das Projekt vor zehn Jahren als erste Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichem Rundfunk und Streaming mit internationalem Anspruch gestartet haben, waren die Widerstände groß.
Es war eine Kraftanstrengung – und sie hat sich gelohnt. Mein Dank gilt allen, die den Mut und die Leidenschaft hatten, ‚Babylon Berlin‘ in die Welt zu tragen. Daran denke ich, wenn ich Gereon und Charlotte in dieser finalen Staffel ein letztes Mal begleite.«
In der 5. Staffel von Babylon Berlin, frei nach Motiven des Romans „Märzgefallene“ von Volker Kutscher, kehren in den Hauptrollen Volker Bruch als Gereon Rath und Liv Lisa Fries als Charlotte Ritter zurück. Acht neue Folgen beleuchten die Tage zwischen Machtübernahme und Reichstagsbrand. Babylon Berlin tanzt die letzten Tänze, feiert schillernde Nächte, reist nach Köln, nach Paris und kehrt immer wieder nach Berlin zurück. Ein letztes Aufbäumen, erste Abschiede: Wir begleiten vertraute Figuren aus der Nacht in das kalte Licht des Morgens.
Es brauchte ein Jahrzehnt, um fünf Jahre deutscher Geschichte in einer bis dato so nie gesehenen Intensität lebendig werden zu lassen. Nach dem Beschwören von Asche und Staub, nach Tagen wie Gold sehen wir jetzt, wie der Faschismus dem Totentanz die Bühne bereitet. Nichts dabei geschieht von Geisterhand…
Berlin, Januar 1933: Mit Hitlers Ernennung zum Reichskanzler beginnt das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte. Charlotte Ritter ermittelt in einer Mordserie an ehemaligen Frontsoldaten. Verbindungen und Motive reichen in das Jahr 1918 zurück. Eine brisante Akte ist verschwunden, die Hitlers Zeit als Soldat im Ersten Weltkrieg in ein neues Licht rückt.
Politischer Sprengstoff, und die Betroffenen scheinen vor nichts zurückzuschrecken, um die Akte in ihren Besitz zu bringen – auch nicht vor Mord. Als Gereon Rath plötzlich spurlos verschwindet, weiß Charlotte nicht, ob sie ihn je wiedersehen wird…
Zeitgleich zur Premiere sind alle acht Folgen der finalen Staffel in der ARD Mediathek abrufbar. Das Erste zeigt das große Serienfinale am 19. September 2026 mit 4 Folgen ab 20:15 Uhr und am 25. September 2026 mit den restlichen 4 Folgen ab 22:20 Uhr. Die Staffeln eins bis vier sind ebenfalls in der ARD Mediathek abrufbar.



























