Samstag, 1. Oktober 2022
Men & Chicken

Mænd & Høns

Die Halbbrüder Elias und Gregor
📷 Rolf Konow - © M&M Production | dcm
Skurril ist das Machtwort des Films. Satire kann man das auch noch nennen, aber zu lachen hat der (intelligente) Zuschauer recht wenig, wenn sich die Halbbrüder mal wie Schopenhauer und mal wie die Stooges benehmen. Schon bald ist klar, was hier passiert ist. Man weiß jedoch nicht, wie die Sache ausgeht. Da treffen zwei Halbbrüder, die in der Zivilisation aufgewachsen sind, auf drei geistig Zurückgebliebene, die auf einer fast einsamen Insel in einem großen Haus mit verschiedenen Tieren und dem verwesten Vater zusammenleben.
Wenn sie sich nicht gerade um Teller streiten und mit ausgestopften Tieren (oder Härterem) aufeinander einschlagen, diskutieren sie über Fachliteratur oder erzählen sich Gutenachtgeschichten. Man kann behaupten, das sei klassisch schräges, dänisches Kino. Im Endeffekt ist es jedoch ein Drama um 5 erwachsene Fünfjährige mit Oberlippennarbe, die, angetrieben von Elias‘ Neugier, von ihrer Abstammung erfahren. Onanisten- und Sodomie-Witze wechseln mit absurden Dialogen und Handlungen, dass man sich wie in einem Irrenhaus vorkommt. Das ist zwar rausgeschmissenes Eintrittsgeld, aber vielleicht bei einem dänischen Fernsehabend auf arte ganz gut aufgehoben.

23.09.2022 | mz | Quelle: dcm
Kategorien: Feature | Filme