Donnerstag, 28. Oktober 2021
Zuhurs Töchter
Lohan und Samar in der Bahn
© Corso Film
Gemeinsam mit ihren Eltern, der zweiten Frau ihres Vaters und ihren Geschwistern sind Lohan und Samar aus Syrien nach Deutschland gekommen und leben dort in einer Flüchtlingsunterkunft. Beide identifizieren sich als weiblich, was zu Konflikten mit ihrem sozialen Umfeld führt. Ihre Eltern trauern um die aus ihrer Sicht „verlorenen Söhne“, doch Lohan und Samar sind fest entschlossen, ihre weibliche Identität auszuleben. Zunächst mithilfe von Makeup und Frauenkleidern, später unterziehen sie sich geschlechtsangleichenden Operationen. Doch das Leben als Trans-Frau ist geprägt von Anfeindungen, einschränkenden Geschlechternormen und unsicherer Zukunft. Gemeinsam mit anderen Trans-Frauen suchen sich die Schwestern selbstbestimmt ihren eigenen Weg.
Über drei Jahre hinweg hat das Filmteam um das Regie-Duo Laurentia Genske und Robin Humboldt Lohan und Samar begleitet und einen Film geschaffen, der das Thema Transsexualität in den Kontext von interkulturellen Konflikten, Identitätssuche und familiären Spannungen setzt.  Dass Trans-Personen auch in Deutschland noch um Anerkennung kämpfen müssen und stigmatisiert werden, bezeugt der Film ebenso wie die schillernde Lebensfreude und Entschlossenheit der Protagonistinnen.

25.09.2021 | mz | Quelle: Camino
Kategorien: Filme