Mittwoch, 11. Dezember 2019
Ich war noch niemals in New York
IMDb
Während sich in Deutschland langsam die Blätter orange färben und Herbststimmung einkehrt, herrscht auf dem Seeweg nach New York noch strahlender Sonnenschein. Dazu wird auf der „MS Maximiliane“ ausgelassen gesungen, getanzt und der ein oder andere griechische Wein getrunken. Auch die Liebe kommt hier nicht zu kurz. Langweilig wird es bei dieser turbulenten Kreuzfahrt jedenfalls nicht.
Die 20 beliebtesten Udo-Jürgens-Lieder kann man jetzt auch in der Leinwandadaption des Musicalerfolgs mitsingen. Mit einer hochkarätigen Besetzung inszenierte Philipp Stölzl diesen knallbunten Musikfilm, der nun seit Donnerstag in den Kinos läuft. Natürlich dürfen da Klassiker wie „Vielen Dank für die Blumen“ oder „Aber bitte mit Sahne“ nicht fehlen.
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  • Für Lisa Wartberg, erfolgsverwöhnte Fernsehmoderatorin und Single, steht ihre Show an erster Stelle. Doch dann verliert ihre Mutter Maria nach einem Unfall ihr Gedächtnis, kommt ins Krankenhaus und kann sich nur noch an eines erinnern: Sie war noch niemals in New York! Kurzentschlossen flieht Maria und schmuggelt sich als blinder Passagier an Bord eines luxuriösen Kreuzfahrtschiffes.
    Gemeinsam mit ihrem Maskenbildner Fred macht sich Lisa auf die Suche nach ihrer Mutter und spürt sie tatsächlich auf der „MS Maximiliane“ auf. Doch bevor die beiden Maria wieder von Bord bringen können, legt der Ozeandampfer auch schon ab und die Drei finden sich auf einer unfreiwilligen Reise über den Atlantik wieder.
    Lisa lernt an Bord Axel Staudach und dessen Sohn Florian kennen. Axel ist so gar nicht Lisas Typ, doch durch eine Reihe unglücklicher Missgeschicke kommen sich die beiden schließlich näher. Mutter Maria trifft auf Eintänzer Otto, der behauptet, eine gemeinsame Vergangenheit mit ihr zu haben – was Maria mangels Gedächtnis natürlich nicht überprüfen kann. Und Fred verliebt sich Hals über Kopf in den griechischen Bordzauberer Costa. So verläuft die turbulente Schiffsreise nach New York, mit mehrmaligem Finden und Verlieren der Liebe und jeder Menge Überraschungen…
    👩🏼 🚢 👨‍👦  🗽 🕺🏻 🎶
    Deutsche Filmmusicals haben es in den letzten Jahrzehnten schwer gehabt, beim Publikum zu punkten. Seit Linie 1 konnte kaum ein Musikfilm die Massen begeistern. Da gab es aber auch nicht so viele. Klar ist, dass das Zielpublikum 40 Plus (m.E. eher 50 plus) damit durchaus die helle Freude haben kann.
    Was jedoch auffällt: Die Inszenierung wirkt wie ein Theaterstück. Jeder Szene ist das Studio anzusehen, die Szenarien wirken unnatürlich und die Kostüme und Sets sind derart bunt, dass man davon Augenkrebs bekommt. Zudem agieren die Darstellenden so überschwänglich, als würden sie ein Theaterstück aufführen, damit die Leute in den letzten Reihen auch jede Gestik mitbekommen.
    Die Melodien mögen zwar zum Mitsingen und -schwingen animieren, doch den Film an sich kann man sich dann doch sparen. Da hat man mehr von, wenn man die Augen schließt und sich das Musicalalbum über die heimische Tonanlage anhört. Das ist schade um das Geld, die Arbeit und den Aufwand.
    Katharina Thalbach ist zwar der Knaller, aber an die deutschen (Schlager-)Musikfilme der 50er und 60er Jahre kommt das Stück Sahnetorte einfach nicht heran. Am ehesten kann man den Film mit Mamma mia vergleichen, doch jener liegt nicht ganz so derb auf den Augen. Nein, dann doch lieber eine Filmrevue mit Josephine Baker

    17.10.2019 | mz
    Kategorien: Filme