Samstag, 20. April 2024
Hin und weg
Kiki (Julia Koschit) und Hannes (Florian David Fitz) haben sich und damit die große Liebe gefunden.
Freunde fürs Leben: Mareike (Victoria Mayer), Dominik (Johannes Allmayer), Kiki (Julia Koschitz), Hannes (Florian David Fitz), Michael (Jürgen Vogel), Sabine (Miriam Stein) und Finn (Volker Bruch)
Auf geht´s nach Belgien! In Frankfurt starten die Freunde ihre Radtour nach Oostende. Mareike (Victoria Mayer), Dominik (Johannes Allmayer), Kiki (Julia Koschitz), Hannes (Florian David Fitz), Michael (Jürgen Vogel), Sabine (Miriam Stein) und Finn (Volker Bruch)
Kiki (Julia Koschitz) versucht, ihre Aufgabe zu erfüllen. (mit Florian David Fitz)
Im Innern des kleinen Toilettenraumes wartet Michael (Jürgen Vogel) vor einer der Kabinen. Hinter ihm steht eine hübsche Frau Mitte 20, die wir später als Sabine (Miriam Stein) kennenlernen werden.
Playboy Michael (Jürgen Vogel) hat sich bis über beide Ohren in seine Reisebekanntschaft Sabine (Miriam Stein) verliebt.
Kiki (Julia Koschitz) und Hannes (Florian David Fitz) genießen die Zeit, die ihnen bleibt.
Frauenheld Michael (Jürgen Vogel) ist Hannes' ältester und bester Freund.
Michaels Zufallsbekanntschaft Sabine (Miriam Stein) schließt sich der Radgruppe an und begleitet sie bis an die belgische Grenze.
Hannes (Florian David Fitz) ist glücklich seine Freunde, die ihn nach Belgien begleiten.
Die Freunde machen Witze auf Kikis (Julia Koschitz, r.) Kosten, doch die nimmt es mit Humor. (mit Miriam Stein, Jürgen Vogel, Volker Bruch, Victoria Mayer, Johannes Allmayer, Florian David Fitz)
Finn (Volker Bruch) lässt seinen Bruder und Freunde nicht im Regen stehen.
Erlaubt ist, was Spaß macht - und dazu gehört auch eine ordentliche Schlammschlacht! Dominik (Johannes Allmayer), Hannes (Florian David Fitz), Kiki (Julia Koschitz), Mareike (Viktoria Mayer), Michael (Jürgen Vogel), Sabine (Miriam Stein)
Kiki (Julia Koschitz) akzeptiert Hannes' (Florian David Fitz) Entscheidung, auch wenn es ihr sichtlich schwer fällt.
Die Radtour macht Hannes (Florian David Fitz) spürbar zu schaffen. (mit Julia Koschitz)
Hannes (Florian David Fitz) kann nichts von seiner Entscheidung abbringen.
Ein Leben ohne Hannes? Kiki (Julia Koschitz, r.) kann sich das kaum vorstellen. (mit Miriam Stein)
Dominiks (Johannes Allmayer) Ehe mit Mareike (Victoria Mayer) befindet sich in einer Sackgasse.
Für die Freunde wird der Strand von Oostende zum Ort der Erinnerung. (Victoria Mayer, Julia Koschitz, Johannes Allmayer, Jürgen Vogel, Hannelore Elsner, Volker Bruch, Daniela Holtz, Jan Messutat)
Irene (Hannelore Elsner) steht ihrem Sohn Hannes in Belgien zur Seite.
Regisseur Christian Zübert
Victoria Mayer, Johannes Allmayer, Julia Koschitz, Florian David Fitz, Jürgen Vogel, Miriam Stein und Volker Bruch
Johannes Allmayer, Julia Koschitz, Volker Bruch, Jürgen Vogel, Viktoria Mayer, Florian David Fitz
Johannes Allmayer, Victoria Mayer, Julia Koschitz, Jürgen Vogel, Florian David Fitz, Hannelore Elsner, Volker Bruch
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Den ganzen Sommer über vefolgte uns das Internetphänomen #ALSIceBucketChallenge – zum Teil bis ins eigene Leben. Nun hat sich Drehbuchautorin Ariane Schröder nicht direkt mit diesem Thema auseinandergesetzt. Es geht vielmehr darum, was man tut, wenn man eine solche gnadenlos tödliche Krankheit besitzt und wie man damit umgeht.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Mann in den Dreißigern, Hannes, der an dieser unheilbaren Krankheit leidet. Er weiß, dass er nicht mehr lange zu leben hat, und will nicht bis zum bitteren Ende abwarten. Doch vorher will er noch einmal eine unbeschwerte Zeit mit seinen besten Freunden verbringen – so wie immer: auf den alljährlichen Radtouren, die die Freunde gemeinsam seit der Studienzeit unternehmen. Er erzählt ihnen nicht, was mit ihm los ist, und verschweigt, warum er sich für Belgien als Reiseziel entschieden hat.
Natürlich fliegt das Geheimnis schnell auf. Die Reaktionen pendeln von Schock, Trauer, Unverständnis und Abwehr. Ist es ein Verrat an der Freundschaft, in dem er von seinen Freunden hofft, dass sie das mitmachen? Und wie verhält sich jeder einzelne der Gruppe, wenn ein Freund um einen solchen Beistand bittet? Wie verändert der nahende Tod eines geliebten Menschen den Blick auf das eigene Leben? Dies waren die Fragestellungen, die Ariane Schröder nicht mehr losgelassen haben.
»Ich versteh‘ gar nicht, wie man nach Belgien in den Urlaub fahren kann.«
Michael
Es ist ein wundervoller Film über Freundschaft, Liebe, Streit, Krankheit und zuletzt über das immer wieder brisante Thema Sterbehilfe. Es ist ein abenteuerlicher Unterwegsfilm, der an die körperlichen und psychischen Grenzen geht, denn es geht nicht nur um Hannes und sein Problem, sondern um jeden Einzelnen in der Gruppe.
Ein Mutspiel, das sie auf jeder Reise unternehmen, ist, dass jeder eine beliebige Aufgabe niederschreibt und sie dem Sitznachbarn weiterreicht. Dieser muss diese Aufgabe dann während der Reise abarbeiten – ob nun Michael als Frau verkleidet das andere Geschlecht erkunden muss oder Kiki einen Fallschirmsprung unternehmen muss.
Für einen Film mit einem solch ernsten Thema gibt es enorm viel Spaß, der jedoch eher aus dem Innern der Figuren kommt und nicht aus der Absicht, das ernste Thema herunter zu spielen. Die Figuren wirken sehr authentisch, und die Schauspieler geben ihr Bestes, diese Authentizität auch auf die Leinwand zu transportieren.
Es heißt ja für gewöhnlich: Der Weg ist das Ziel. Das ist er auch für Hannes und seine Freunde – noch einmal zusammen Spaß haben, bis schließlich das Schicksal, bzw. in diesem Fall der Sterbetermin, dem Spaß den Garaus macht. Es ist jedoch kein plötzliches Filmende, das den Zuschauer ratlos in die Realität entlässt. Es wird am Ende noch einmal ordentlich auf die Tränendrüse gedrückt und schließlich gemeinsam am belgischen Strand Hannes‘ Leben zelebriert – zusammen mit seiner Mutter, gespielt von Hannelore Elsner, die mit dem Auto angereist war.
🚴‍♂️ 🚴‍♀️ 🏕️ 🇧🇪 💉 🛌
Die Schauspieler, allen voran Florian David Fitz, spielen grandios natürlich, dass ihre Figuren derart real wirken, dass man sich als einer von ihnen fühlt, hautnah mit dabei auf dem Road Trip von Frankfurt über die wunderbaren Landschaften bis nach Belgien. Und am Ende bleibt die Frage: Was würdest du tun, wenn du die Krankheit hättest? Oder: Wie würdest du reagieren, wenn einer deiner besten Freunde einen solchen Stunt hinlegt? Hin und weg ist großes Gefühlskino, das Spaß macht, zum Denken anregt, und nicht zuletzt die Taschentücher zurotzt.

12.12.2023 | mz | Quelle: Majestic
Kategorien: Feature | Filme