Freitag, 25. September 2020
Nächste Phase der Initiativen zur Fairness und Einbeziehung bei der Academy verkündet
„Academy Aperture 2025“ – „Akademieöffnung 2025“: So nennt sich die Initiative der Akademie für Filmkunst und -Wissenschaft und beschäftigt sich mit Fairness und Einbeziehung bei der Akademie – ein weiteres Zeichen des langjährigen Programms, das seit des Aufschreis #OscarssoWhite in den Medien im Jahr 2015 für Bewegung innerhalb der Organisation sorgte.
»Obwohl die Akademie Fortschritte gemacht hat, wissen wir, dass noch viel zu tun ist, um auf breiter Front gerechte Chancen zu gewährleisten«, sagte Dawn Hudson, die Generaldirektorin der Akademie. »Die Notwendigkeit, dieses Problem anzugehen, ist dringend. Zu diesem Zweck werden wir unsere Regeln und Verfahren ändern und weiter prüfen, um sicherzustellen, dass alle Stimmen gehört und gefeiert werden.«
»Durch das Engagement, den Fokus und die konzertierten Bemühungen unseres Aufsichtsrats und der Mitglieder in den Exekutivausschüssen der Zweigstellen hat die Akademie die Ziele unserer A2020-Initiative übertroffen«, sagte Akademiepräsident David Rubin. »Aber um diesen Moment wirklich zu bewältigen, müssen wir erkennen, wie viel mehr getan werden muss, und wir müssen zuhören, lernen, die Herausforderung annehmen und uns und unsere Gemeinschaft zur Rechenschaft ziehen. Die Leitung der Akademie und unser Vorstand setzen sich dafür ein, dass wir weiterhin Gerechtigkeit und Einbeziehung in die Struktur jeder Initiative, jedes Komitees, jedes Programms und jeder Veranstaltung der Akademie einbinden.«
Die Akademie wird gerechte Einstellungspraktiken und Repräsentationen vor und hinter der Leinwand fördern, um die Vielfalt der Filmgemeinschaft besser widerzuspiegeln, um eine vielfältigere Repräsentanz zu gewährleisten und in Zusammenarbeit mit der Produzenteninnung Producers Guild of America (PGA) eine von David Rubin ernannte Arbeitsgruppe von Branchenführern einzurichten, zu deren Entwicklung und Umsetzung der Präsident und Vorsitzende des A2020-Komitees, DeVon Franklin, gehören wird, neue Repräsentations- und Inklusionsrichtlinien für die Oscar®-Berechtigung bis zum 31. Juli 2020 zu entwickeln und einzubinden.
Beginnend mit der 94. Oscar®-Verleihung (2021) wird die Kategorie „Bester Film“ auf 10 Nominierte festgelegt und nicht auf eine von Jahr zu Jahr schwankende Anzahl von Nominierungen. Die Akademie wird außerdem einen vierteljährlichen Betrachtungsprozess über den Akademie-Vorführraum durchführen, die Strömungs-Plattform für Akademiemitglieder, die ebenfalls mit der 94. Oscar®-Verleihung startet.
Indem es den Mitgliedern ermöglicht wird, Filme anzusehen, die das ganze Jahr über veröffentlicht werden, wird die Akademie die Offenlegung jedes Films erweitern, die Wettbewerbsbedingungen verbessern und sicherstellen, dass alle berechtigten Filme von stimmberechtigten Mitgliedern gesehen werden können.
Desweiteren wird der Aufsichtsrat an einem unbewussten Voreingenommenheitsunterricht teilnehmen, den auch die über 9.000 Mitglieder in Anspruch nehmen können. Neben neuen internen Wahlregelungen wird es auch Podiumsdiskussionen unter dem Thema „Akademiedialog: Er fängt mit uns an“ geben, u.a. mit Whoopi Goldberg über die anhaltenden Auswirkungen „rassistischer“ Klischees und schädlicher Stereotypen in Hollywood-Filmen.
Die Akademie wird auch Gespräche über die systemischen Veränderungen führen, die in Bereichen wie Besetzung, Drehbuchschreiben, Produktion, Regie, Finanzierung und Freigabe von Filmen erforderlich sind, um Frauen und farbigen Menschen Möglichkeiten zu gewähren und mitzuhelfen, einen neuen Leitfaden zur Wiedergewinnung zu schaffen. Zu zahlreichen weiteren internen Aktionen gehört auch die Schaffung eines Büros für Repräsentanz, Inklusion und Fairness, das das Programm „Akademieöffnung 2025“ in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat, Akademiestab und Experten überwachen soll.

13.06.2020 | mz
Kategorien: Aktuell | Frisch zubereitet