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Der Film porträtiert in einer Momentaufnahme das liebe Leben und das Liebesleben einer irisch-katholischen Familie im New Yorker Stadtteil Brooklyn — von Thanksgiving bis Weihnachten, mit einem Ausblick auf die Situation ein Jahr später.
The Family McMullen ist nicht nur ein vergnüglicher, wenn auch viel zu sprechtemporeicher Familienfilm über Zusammenhalt, aber auch über Freiheiten gewähren, und das mit ganz schön lockeren Sprüchen; es ist auch gleichzeitig eine Fortsetzung des ersten Films von und mit Ed Burns, der 1995 mit The Brothers McMullen seinen Einstand gab.
Wie schon damals spielen Michael McGlone seinen gläubigen Bruder Patrick und Connie Britton seine Schwester Molly. Jetzt ist Nachwuchs da, der sich ebenfalls in der Gesellschaft zurechtfinden muss — all das natürlich mit der irischen Energie.
Tochter Patty, die von Halston Sage gespielt wird, ist wie Patrick sehr gläubig und konservativ eingestellt, während ihr Bruder Tommy mehr nach seinem Vater schlägt und sehr extrovertiert und selbstbewusst (man könnte auch sagen: von sich eingenommen) attraktive Frauen in der Bar anspricht.
Ein wenig störend wirkt neben der folkloristischen irischen Flötenmusik in Vor- und Abspann auch das explizite Sprechtempo, als wenn in jeder Situation erstmal alles raus muss, was sich ewig angestaut hat. Es wirkt so, als rasseln alle ihren Text wie ein Wasserfall heraus, und das auch noch in jedem Satz pointiert, sodass es ein wenig unnatürlich klingt.
Als kleines Bonmot erwischen wir jede Figur irgendwann bei einem inneren Dialog, was das Ganze ein wenig auflockert. Auch wirken die neueren Schauspielenden viel überzeugender als die drei, die ihre Rollen erneut spielen — zumindest die Schaupielerinnen. Die Herren wirken da ein wenig blass.
The Family McMullen ist locker-luftig, schön anzusehen und regt zu Freude und Diskussion an, ist im Abgang aber dann doch ein wenig zu süß. Aber das kann doch auch mal sein — ideal in Vorbereitung auf Familienzusammenkünfte.
