Mittwoch, 20. November 2019
Ich war zuhause, aber...

 

Phillip lebt mit seiner Mutter und seiner achtjährigen Schwester in bürgerlichen Verhältnissen. Der Film beginnt, als er nach einer Woche, in der er spurlos verschwunden war, nach Hause zurückkehrt. Was er gesucht hat, ein Ausgeliefert sein an die Natur oder eine Annäherung an den Tod, ausgelöst durch den Tod seines Vaters, können die Mutter oder seine Lehrer nur vermuten.
Erzählt werden die ersten Wochen nach seiner Wiederkehr, in der die Normalität des täglichen Lebens, das stolpernd wieder in Gang kommt, in hartem Gegensatz zur Nähe des Todes steht, in die sich Phillip begeben hat. Seine Mutter scheitert an der Notwendigkeit, akzeptieren zu müssen, dass ihr Sohn ein eigenes Leben führt, das sie nur begrenzt beeinflussen kann.
Nachdem sie glaubte, sich zumindest um seine körperliche Unversehrtheit nicht mehr sorgen zu müssen, kommt Phillip mit einer Blutvergiftung ins Krankenhaus. Aufgerieben zwischen erneuter Sorge um das Kind, Versagensängsten und Schuldgefühlen, verliert die Mutter die Nerven. Aber die Kinder wenden sich nicht ab. Das Gefüge der Familie zerfällt, um sich neu zu bilden.

Kinostart 15. August 2019

DE | RS 2019
105 min

mit
Maren Eggert, Jakob Lassalle, Jakob Lassalle, Franz Rogowski u.a.

 

drehbuch
Angela Schanelec

 

kamera
Ivan Marković

 

regie
Angela Schanelec

 

verleih
piffl medien

11.08.2019 | mz
Kategorien: Filme