Montag, 22. April 2019

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Wie der Vater, so der Sohn
© 20th Century Fox


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Vor 25 Jahren schlug Stirb langsam erstmals wie eine Bombe im Kino ein. Ein neuer Held war geboren: John McClane, der die Gesetze des Actiongenres neu definierte. McClane ist unverwechselbar, auf ihn ist absoluter Verlass. Ein ganz einfacher, durchschnittlicher Mann, der an seinen Aufgaben wächst. Das unterscheidet ihn von den Comichelden der übrigen Actionfilme, das hat ihn zu einem der beliebtesten Helden der Filmgeschichte werden lassen. Nun kehrt er zum 4. Mal auf die Leinwand zurück.

Nach New York und Washington wurde das Szenario um den Cop in einer Extremsituation wider Willen ins Ausland verlegt: McClane führt es diesmal ausgerechnet nach Moskau, um seinen entfremdeten Sohn Jack zu finden. Überrascht stellt er fest, dass dieser verdeckt arbeitet, um einen Informanten, das Regierungsmitglied Komarow, zu decken, der in tödliche Korruption und finstere Politkämpfe in Russland verwickelt ist. Die McClanes müssen nun alle ihre Differenzen bei Seite legen, um Komarow in Sicherheit zu bringen, und ein Verbrechen im trostlosesten Ort der Welt zu verhindern – in Tschernobyl.

Bruce Willis ist John McClane und freut sich, erneut den Mann spielen zu dürfen, der gerne zur falschen Zeit am falschen Ort ist. Frage: Findet ihn der Ärger oder sucht er ihn? »Na ja, sagen wir es einmal so: Er zieht den Ärger sicherlich an«, weiß der Schauspieler, »und ja, es sieht so aus, als würde der Ärger ihn suchen.«

Die Idee zum Drehbuch, der Vater-Sohn-Geschichte, stammt von Bruce Willis selbst – eine Geschichte mit einem brisanten, gefährlichen Hintergrund, der sie zwingt, ihre Differenzen beiseite zu legen, um zu überleben. Die Unterschiede zwischen den beiden sind groß. »Jack geht gerne streng nach Vorschriften vor, John hält sich nicht an Regeln. Er meistert Situationen ganz intuitiv, tut einfach, was nötig ist«, führt Willis aus.

Dazu Produzent Alex Young: »Uns stellte sich also die Frage, wie wir diese Geschichte auf den Punkt bringen konnten. Es geht um die Beziehung zwischen Vater und Sohn, die zwar aus demselben Holz geschnitzt sind, doch überhaupt nicht miteinander klar kommen. Und die beiden sperren wir zusammen, an einem Ort, an dem sich nicht um Hilfe rufen können. Wie? Wo?

Moskau war unsere Lösung. Eine ruchlose Unterwelt, ein geographisches Labyrinth, ein perfektes Setting… eine riesige Stadt, die man aber, dank ihrer Geschichte, in kürzester Zeit abriegeln kann. Weltweit steht die Metropole immer noch für finstere politische Intrigen, Schauprozesse werden immer noch abgehalten. Schauprozesse wie der in unserem Film, der die Dinge in Gang setzt.«

Produzent Wyck Godfrey sagt, McClane dabei zuzusehen, »wie er seine Fähigkeiten in einem fremden Land einsetzt, das er nicht kennt, macht einen Großteil des Appeals des Films aus. Er versteht die Sprache nicht, kennt die Topographie nicht und auch nicht die Gebräuche. Also muss er etwas tun, was er nie zuvor getan hat – er muss sich auf jemand anderen verlassen.«

Und dieser andere ist sein Sohn. Wie schon in früheren Stirb langsam-Filmen wird auch in Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben ein Familienmitglied bedroht, und John McClane setzt alles daran, es zu retten. In den ersten beiden Filmen wurde seine Frau bedroht, im vierten seine Tochter. Nun steckt sein Sohn in Schwierigkeiten, und McClane fürchtet, dass es zu spät sein könnte, ihn davor zu bewahren, in die Kriminalität abzurutschen.

Als John McClane in Moskau ankommt, erfährt er, dass Jack keineswegs ein Krimineller ist, sondern vielmehr für die CIA arbeitet. Seit drei Jahren hält er sich als verdeckter Agent in der Stadt auf, um Komarow, einen russischen Dieb, der inzwischen Informant geworden ist, zu beschützen. Komarow hat sein Gewissen entdeckt und ist nun fest entschlossen, gegen seinen ehemaligen Partner Chagarin auszusagen und diesem so den Weg zu einem hohen politischen Amt zu verstellen.

»Das ist der Kniff in unserem ohnehin schon ungewöhnlichen Szenario. Normalerweise ist es ja McClane, der als unerwarteter Gast die finsteren Pläne von Bösewichten durchkreuzt«, sagt Young. »Dieses Mal durchkreuzt er die Pläne seines Sohnes und stört dessen lange und sorgfältig geplante Operation.«

Die Rolle Jack McClanes fiel dem jungen australischen Schauspieler Jai Courtney zu, der 2010 in der Serie Spartacus: Blood and Sand und zuletzt als Tom Cruises furchteinflößender Gegner in ►Jack Reacher zu sehen war. »Ich habe ein paar Mal für den Part des Jack McClane vorgesprochen und natürlich nicht erwartet, dass man mich engagieren würde«, erinnert sich Jai.

»Ich wusste nämlich, dass man weltweit nach dem „richtigen“ Schauspieler suchte. Ich hatte soeben Jack Reacher in Pittsburgh abgedreht und befand mich auf dem Heimweg nach Sydney. Ich wollte gerade meinen Anschlussflug in Los Angeles erwischen, als mein Agent mich anrief. „Flieg nicht!“, sagte er. „Sie wollen, dass du mit Bruce liest.“ Eine Woche später machte ich mit ihm einen Screentest und kurz danach bekam ich die Zusage. Es ist eine fantastische Erfahrung gewesen. Bruce ist einer dieser Typen, mit denen ich im Kino aufgewachsen bin. Die Stirb langsam-Franchise ist einfach Kult!«

Als Sohn des berühmtesten Cops von New York beweist Courtney als Jack, dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt. Er besitzt dasselbe Pflichtgefühl wie sein Vater, ist mutig und auch willens, sein Leben zum Schutz von anderen aufs Spiel zu setzen. »Jack lebt schon seit einigen Jahren in Moskau. Er spricht Russisch, er hat verschiedene Gruppen infiltriert, und er versucht, seinen Fall gegen Chagarin zusammen zu bekommen. Darüber hinaus muss er sicher stellen, dass es diesem nicht gelingt, Komarow, der im Gefängnis sitzt, umzubringen«, sagt Courtney.

»Es ist ein echter Schock für ihn, als sein Vater plötzlich auftaucht und so seine Deckung auffliegt. Er braucht seine Hilfe nicht und er will sie nicht. Er will nicht einmal etwas mit seinem Vater zu tun haben. Jack will unbedingt beweisen, dass er auf eigenen Füßen steht und dass er die Dinge auf seine Art zu regeln versteht.«

Gedreht wurde zum größten Teil in Budapest. Bis auf die Taxifahrt in Moskaus Stau wurde alles in und um Ungarns Hauptstadt gedreht. Selbst das Polizeirevier in Brooklyn wurde dort aufgebaut. Bruce Willis’ erster Auftritt im Film ist auch gleichzeitig der erste Drehtag. Ein verregneter Tag in Budapest. Anfang Mai. Aber das schlechte Wetter hat sich nicht aufs Gemüt der Crew geschlagen. Und auch Willis scheint bester Laune zu sein. Er freut sich, wieder einmal McClane zu spielen, jenen Mann, den er vor 25 Jahres erstmals auf der Leinwand zum Leben erweckte.

»Wir haben 82 Tage gedreht – auf Schnellstraßen, in engen Gassen, auf Brücken… Und dabei haben wir Dutzende sündhaft teure Autos zerstört«, erinnert sich Regisseur John Moore. »Das Ganze war episch.« Die Arbeit war anstrengend, aber niemals langweilig. »Drehtage von zwölf Stunden, bei denen wir nur drei Sekunden Filmzeit belichten, sind nichts Ungewöhnliches. Es geht einfach nicht anders. Wir drehen hier primär analog, versuchen möglichst viel Action mit der Kamera einzufangen. VFX-Tricks kommen hier primär bei den Hintergründen zum Einsatz.«

Fröhlich und enthusiastisch ist Moore, wenn ein Take geglückt ist. Vergnügt schwingt er dann eine kleine Glocke, die bei ihm am Podium steht. Sein visueller Stil sah vor, dass möglichst viel mit der Handkamera gedreht wurde. Drei Kameras kamen gleichzeitig zum Einsatz, Linsen mit langen Brennweiten wurden für die Nahaufnahmen eingesetzt. Die improvisierten Kamerabewegungen saugen die Zuseher förmlich ins Geschehen hinein. Sie werden so Teil der Story, Teil der Action und sind nicht bloße Beobachter.

Moore sagt: »McClane lebt in einer merkwürdigen Welt, die sich sehr schwer kontrollieren lässt. Er kann fast nichts antizipieren. Ganz unerwartete Dinge passieren ihm. Und genau das, genau dieses Gefühl der Überraschung soll die Kamera einfangen.« Produktionsdesigner Daniel T. Dorrance und dessen Bauabteilung, die aus 350 Leuten bestand, entwarfen 58 Sets für den Film. Darunter befanden sich 30 mittelgroße und zehn wirklich große Sets. An einem Punkt mussten, so Dorrance, gut 150.000m² gleichzeitig bespielt werden. Drei der größten Sets wurden in den Budapester Raleigh Studios errichtet, darunter der Gerichtssaal, aus dem Jack und Komarow entkommen. Nachdem dieser zerstört war, entstand an selber Stelle der Ballsaal des Hotels „Ukrainia“.

Der wunderschöne Ballsaal, der im Verlauf mehrerer Monate gebaut wurde, wurde in nur gut einer Woche im Zuge eines wüsten Feuergefechts wieder dem Erdboden gleichgemacht. Während dieses Kampfes werden die McClanes zudem von Aliks Hubschraubern aus beschossen, die über dem Ballsaal kreisen. Eine Destruktionsorgie von epischem Ausmaß – sogar für einen Stirb langsam-Film.

Dank glücklichen Timings und der großzügigen Unterstützung der ungarischen Regierung, war es der Produktion möglich, für diese Sequenz einen Mi:24 Angriffshelikopter des Militärs zu nutzen. Der russische Mi:24 war einer der verlässlichsten Hubschrauber der Sowjet-Luftwaffe und wird gerade vom ungarischen Militär ausgemustert und durch NATO-Maschinen ersetzt. Die Produktion durfte ein Exemplar benutzen, kurz bevor es aus dem Verkehr gezogen wurde. Zudem erteilte man dem Filmteam die Erlaubnis, innerhalb vorgegebener Koordinaten über Budapest zu fliegen.

Schauspielerin Julia Snigir, die Flugangst hat und auch Höhen so gut es geht meidet, war entsetzt, als sie hörte, dass sie in einem Hubschrauber mit offenen Türen über Budapest fliegen sollte. Ihre erste Reaktion war, »Nein!« zu sagen. »Absolut nicht! Ich habe extreme Höhenangst, eine echte Phobie. Ich kann nicht einmal vom Balkon runterschauen«, gibt Snigir gerne zu.

»Ich war wie versteinert. Aber dann ging ich in meine Garderobe und zog mich um. Ich schlüpfte in meine Rolle, war bereit. Die Irina, die ich spiele, ist viel, viel mutiger als ich. Als Yulia hätte ich mich das nie getraut, aber als Irina kannte ich keine Furcht. Es stellte sich dann heraus, dass das Ganze zu einem meiner größten Erlebnisse werden würde. Es war eine tolle Erfahrung, dieses wunderschöne Budapest aus der Luft zu bewundern.«

Neben dem Mi:24 kam im Film auch ein russischer Mi:26 „Halo“ zum Einsatz – der größte Hubschrauber der Welt. Er wiegt 25t und kann 25 weitere transportieren. Man sagt, dass nur ein Mi:26 in der Lage ist, einen anderen Mi:26 hochzuheben. Der Helikopter ist 38m lang, die Kabine ist 20m breit. 30.000PS treiben die acht Rotorblätter an, jedes Blatt ist 14m lang. Die Spitzengeschwindigkeit beträgt 250 Knoten.

John Moore, der ein Luftfahrtenthusiast ist (zig sorgfältig abgelegte Ausgaben von Air Forces Monthly belegen dies), behauptet, dass dies das erste Mal ist, dass man einen Mi:26 in einem Film aus dem Westen zu sehen bekommt: »Es war toll, dass wir dieses Monster zum Einsatz bringen durften. Wir haben mit ihm Sachen angestellt, die so noch nie gemacht wurden.«

Die Helikopter waren bei diesem Film die Glasur, der Kuchen war die bereits erwähnte Autoverfolgungsjagd, für die sage und schreibe zweieinhalb Monate Drehzeit aufgewendet wurde und in die Hunderte von Autos verwickelt waren. Mercedes Benz spendierte für den Film Autos und Lastwagen im Wert von einigen Millionen Dollar. Darunter befanden sich drei Hauptdarsteller: ein SUV der GL-Serie, ein Sprinter Kleinbus und ein Unimog. Das letztgenannte bullige Fahrzeug wird gerne vom Militär eingesetzt und besitzt einen typisch europäischen Look.

Alik nimmt für die Jagd im teuflischsten Fahrzeug Platz, einem speziell angefertigten MRAP (Mine Resistant, Ambush Protected), also einem minen- und kugelsicheren Wagen, der sonst nur in Kriegsgebieten zum Einsatz kommt. Dieses Fahrzeug kann alle Arten von Hindernissen geradezu spielerisch aus dem Weg räumen. Die Filmemacher entschlossen sich früh, dieses Auto nach ihren Wünschen anfertigen zu lassen, anstatt es „von der Stange“ zu kaufen. So war gewährleistet, dass es genau den Zweck erfüllte, für den es im Film gedacht war.

Für das Chassis des MRAP nahm man einen russischen ZIL-Lastwagen, den man mit einer Dodge Ram 8l-Maschine, die 500PS leistet, ausstattete. Das Auto besaß zudem eine besonders gefertigte Nockenwelle, Off-Road-Stoßdämpfer und Rennreifen. Das Fahrzeugs war 3m hoch, zweieinhalb Meter breit und wog 4.000kg. Kostenpunkt: 200.000 Dollar. John Moore begeistert: »Diese Zahlen sind stupend. Das Auto lief dreimal so schnell wie die Militärversion. Ein echtes Biest!«

Bruce Willis saß bei einigen Szenen der spektakulären Autosequenzen selbst am Steuer, unter anderem kurvte er mit dem Geländewagen zwischen enormen Betonpfeilern herum und brachte ihn nach dem Schleudern wieder unter Kontrolle. Die Sequenz wurde auf einem Teil der Formel-1-Rennstrecke „Hungaroring“ gedreht. Für die Produktion wurde ein großer Parkplatzbereich im Inneren der Strecke angemietet, wodurch ein sicherer Ort für einige der größten Autostunts geschaffen wurde.

Auf dieser Grasfläche wurde ein gut 100m langer Asphaltstreifen geteert, außerdem eine Brücke darüber und angrenzende Mauern gebaut. Des Weiteren wurde der größte Green Screen aller Zeiten errichtet, gute 200m lang und fast 14m hoch. Dan Dorrance sagte scherzhaft: »Den kann man sogar aus dem All noch sehen.« Der gigantische Green Screen ermöglichte es der Abteilung für visuelle Effekte, die Skyline von Moskau und den Verkehr der russischen Hauptstadt in die Szenen einzubauen. Auch wenn Budapests Straßenzüge denen von Moskau sehr ähnlich sehen, wie die Produzenten versichern, gab es doch einige spezielle Ansichten der russischen Hauptstadt, die mit Hilfe des Green Screens imitiert werden mussten.

Die Produzenten erhielten außerdem einen noch nie da gewesenen Zugang zu Budapests Flughafen „Franz Liszt“ – er dient dem Drehteam als New Yorker Flughafen „La Guardia“. In dieser Szene hat Mary Elizabeth Winstead erneut einen Auftritt als Johns Tochter, Lucy McClane. »In mancher Hinsicht war es, als wäre es erst gestern gewesen, dass wir ►Stirb langsam 4.0 gedreht haben«, erinnert sich Winstead. »Im vorherigen Film wurde Lucys Bruder erwähnt und jetzt bin ich ganz aufgeregt, ihn als Jai kennen zu lernen! Was mir auch gefällt ist, dass der Dialog zwischen John und Lucy immer etwas rätselhaft ist, denn so ist es ja in vielen Familien. Man redet um die Dinge herum, die emotional schwierig oder schmerzhaft sind.«

Während fast alle Drehorte in Budapest lagen, musste die Produktion etwa eine Stunde fahren, um zum größten und faszinierendsten Set zu kommen: Eine ehemalige sowjetische Militärbasis in der Nähe des Dorfes Kiskunlachaza diente als Kulisse für Tschernobyl. Cast und Crew waren gleichermaßen beeindruckt von dem Tschernobyl-Set, als sie am Abend des 23. Juni das erste Mal dort eintrafen. Insgesamt wurden dort an acht nicht zusammenhängenden Tagen Nachtaufnahmen gedreht. Sebastian Koch: »Das ist unglaublich! So etwas habe ich noch nie erlebt. Es wirkte alles so trist und unheimlich, man kam sich vor, als wäre man in Raum und Zeit an den Original-Ort zurückversetzt.«

John Moore fasst zusammen: »Bruce hat mit Stirb langsam vor fünfundzwanzig Jahren Standards geschaffen. Er springt von hohen Gebäuden, fliegt durch Glasscheiben und all das immer auf realistische Art und Weise. Wir wollten das fortführen und möglichst realistisch drehen, damit die Action groß und unterhaltsam wird.«

In der Tat ist diese groß und unterhaltsam, doch irgendwie fehlt seit dem dritten Film der Geist der Weihnacht. Die Action ist furios wie immer, diesmal vielleicht so überkandidelt wie noch nie, doch etwas fehlt im Film, das man so nicht beschreiben kann. Es gibt immer wieder „Zitate“ aus dem ersten Film, sei es das Zerschießen des Glasdaches im Ballsaal, das musikalische Thema von Michael Kamen oder McClanes klassisches „Yippie-ya-yeah, Schweinebacke!“, das nach wie vor eine deutsche Übersetzung ad absurdum ist („Yippie-ki-yay, Motherfucker!“, was in der Original-Werbekampagne zum aktuellen Film witzigerweise in „Yippie-ki-yay, Mother Russia!“ umgewandelt wurde).

Und auch wenn die äußerliche Ähnlichkeit von Vater und Sohn McClane recht verblüffend ist, so scheint Jai Courtney nicht 100%ig McClane, trotzdem er sich bemüht. Vielleicht fehlt da auch zu viel Hintergrundgeschichte. Immerhin wurde Jack ja im letzten Film erstmals lediglich erwähnt. Manchmal erinnert Courtney auch an seinen britischen Kollegen Tom Hardy, der in letzter Zeit in ähnlichen Rollen zu finden war. Nichtsdestotrotz ist der fünfte Teil der Actionsage in Anlehnung an ein Star-Trek-Zitat „Ein guter Tag, um langsam zu sterben“. Im Kino. mz

OT: A good Day to die hard
USA 2013

Action
97 min
FSK 16

mit
Bruce Willis (John McClane) Manfred Lehmann
Jai Courtney (Jack McClane)
Sebastian Koch (Komarow) Sebastian Koch
Julja Snigir (Irina)
Mary Elizabeth Winstead (Lucy)
Radivoje Bukvic (Alik)
Cole Hauser (Collins)
Amaury Nolasco (Murphy)
Pasha D. Lychnikoff (Taxifahrer)
Megalyn Echikunwoke (Reporterin)
u.a.

drehbuch
Skip Woods
basierend auf Charakteren von Roderick Thorp

musik
Marco Beltrami

kamera
Jonathan Sela

regie
John Moore

produktion
20th Century Fox
Dune Entertainment
Origo Film Group

verleih
20th Century Fox

Kinostart: 14. Februar 2013

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13.02.2013 | mz |
Kategorien: Filme | ohne