Montag, 22. April 2019

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Jimmy Bobo (Sylvester Stallone) kennt keine Gnade.
© Constantin Film


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Walter Hill, bekannt für seine Buddy-Action-Filme der 80er Jahre (Nur 48 Stunden, Red Heat), meldet sich zurück im Kino, zurück zu seinen Wurzeln, nachdem er in den 90er Jahren sich mehr mit der amerikanischen Geschichte beschäftigt hatte (Geronimo, Wild Bill, Last Man standing). Er hat mit Arnold Schwarzenegger gedreht, Bruce Willis, Wesley Snipes… Jetzt kann er auch Sylvester Stallone in sein Repertoire aufnehmen.

Die Geschichte von Shootout – Keine Gnade, so der deutsche Titel, stammt diesmal nicht von Hill selbst. Er hat sich von einem französischen Bilderroman (in Fachkreisen auch „graphic novel“ genannt) inspirieren lassen: „Du Plomb dans la Tête“ (daher auch der englische Originaltitel Bullet to the Head!), der zwar aus Frankreich stammt, aber dennoch deutlich vom amerikanischen Kino beeinflusst ist. Der Autor Alexis Nolent, der unter dem Künstlernamen Matz publiziert, bestätigt dies: »Ich bin ein großer Liebhaber des Buddy-Movies, obwohl das ja eine rein amerikanische Spezialität ist.

Für meine Graphic Novel hatte ich mit ein paar ähnlichen Ideen herumgespielt und dachte mir schließlich, dass es die Sache dramatischer machen würde, wenn ich einen Killer mit einem Cop zusammenspanne. Ihre Freundschaft müsste dann über dem Gesetz stehen, über ihren Prinzipien und über ihrer Moral. Ich habe den Cop etwas spießiger gestaltet als den Auftragsmörder, der imstande ist, unkonventionell zu denken, aber die Grundidee folgt natürlich dem klassischen Muster: Zwei Figuren, die auf den ersten Blick völlig gegensätzlich erscheinen, haben am Ende mehr gemeinsam, als sie sich das je hätten vorstellen können.«

James Bonomo alias „Jimmy Bobo“ ist ein Auftragskiller in New Orleans. Er folgt nur einem Prinzip: Töte niemals einen Unschuldigen. Als aus diesem Grund ein Zeuge überlebt, muss Jimmys junger Partner zur Strafe dafür mit seinem Leben bezahlen. Detective Taylor Kwon aus Washington trifft in New Orleans ein, um eine neue Spur in einem alten Fall zu verfolgen. Als er seinen Kollegen treffen will, findet er stattdessen nur noch dessen Leiche vor.

Für das NOPD stehen Jimmy und sein mittlerweile toter Partner als Hauptverdächtige für diese Tat fest. Die Suche nach Hinweisen zu den Tätern zwingt Jimmy und Kwon schließlich zu einer ungewöhnlichen Partnerschaft und für die Jagd nach den Mördern sind Cop und Killer plötzlich aufeinander angewiesen. Auf ihrem Weg zu Gerechtigkeit und Vergeltung treffen die beiden auf zwielichtige Gestalten und blicken hinab in tiefste Abgründe, die bis in die höchsten Polizeikreise reichen. Manchmal liegt nur ein schmaler Grat zwischen Killer und Cop…

Die Besetzung der Hauptrolle wurde interessanterweise vom Cover der Vorlage inspiriert: »James Bonomo, oder Jimmy Bobo, wie er allgemein genannt wird, sieht in dem Comic erstaunlich ähnlich aus wie Sylvester«, erinnert sich Produzentin Alexandra Milchan, der Tochter des bekannten Produzentenvaters Arnon Milchan. »Irgendwann merkten wir plötzlich, dass die Antwort auf die Frage, wer Jimmy spielen solle, direkt vor uns lag. Ich war einverstanden, denn ich bewundere Sly seit Jahren. Als wir ihn dann trafen, war er nicht nur von der Rolle äußerst angetan, er bemühte sich auch organisatorisch um das Projekt. Er stieg zusammen mit seinem Firmenpartner Kevin King-Templeton in die Produktion ein und wir freuten uns über die Beteiligung.«

Nicht nur optisch merkt man dem Film die Artverwandtschaft zum Bilderroman an. Auch die zahlreichen Einzeiler im Film zeichnen dafür Stellung. Ich weiß jetzt nicht, ob es an der Synchronisation lag, oder ob das im Original auch so ist – diese Einzeiler wirken oft ein wenig unfreiwillig komisch, wenn z.B. Bobo auf den Steg hinaus geht und sagt: „Manchmal wird man einfach sentimental.“ Und auch sonst sind die Dialoge recht simpel gehalten.

Als Bobos Partner wider Willen ist Sung Kang zu sehen, den Actionfilmfreunde u.a. aus den Fast & Furious-Filmen kennen. Kang war begeistert, dass er mit Stallone und Hill an einem Projekt arbeiten konnte: »Ich bin mit Sylvester-Stallone-Filmen aufgewachsen. Als mein Vater mich zum ersten Mal mit ins Kino nahm, sahen wir uns Rocky an. Seit ich Schauspieler bin, wünsche ich mir, einmal mit Stallone zu drehen, bevor ich sterbe. Und dann kam Walter Hill noch dazu, ein Regisseur, der von Anfang an ein offenes Ohr für die Meinung seiner Schauspieler hatte. Er gab mir immer das Gefühl, mein Verbündeter zu sein. Dementsprechend glücklich war ich über dieses Projekt.«

Sung Kang spielt seine Rolle souverän, aber nicht so übertrieben wie Stallone es tut. Daher wirkt Kang auch etwas blass neben ihm – nicht unbedingt weil seine Figur Kwon angeschossen wurde und Blut verliert. Um die Wunde der Polizei vorzuenthalten, schleppt Bobo Kwon zu seiner Tochter Lisa, die immerhin ein Semester Tiermedizin studiert hat. Sarah Shahi verkörpert die dem Vater nicht immer gewogene Tätowiererin – eine etwas ungewöhnliche Rolle für Shahi, die u.a. in der Serie Life neben Damian Lewis eine Polizeidetektivin und in der Serie Fairly legal eine hektisch umher flitzende Mediatorin spielte, die zwischen Konfliktparteien vermitteln musste.

Die Schauspielerin erzählt, dass sie für diese Rolle ordentlich kämpfen musste: »Ich glaube, Stallone hatte an eine Frau gedacht, die wesentlich wilder aussieht als ich. Lisa ist ziemlich rauh und ruppig. Es war nicht einfach, zu zeigen, dass ich entsprechend düstere Seiten hervorbringen kann. Aber letztlich war es genau das, was mir am besten gefallen hat.«

Sobald Jimmy und Taylor die Verschwörung hinter dem Tod ihrer Partner Louis und Greely untersuchen, machen sie sich ein paar gefährliche Feinde. Der schlimmste unter ihnen ist der Auftragskiller Keegan. Die Rolle dieses „Hais“ übernahm Jason Momoa, einschlägig bekannt aus den Serien Stargate: Atlantis, Game of Thrones – Das Lied von Eis und Feuer als auch dem Remake von Conan, Der Barbar. Momoa gibt zu, dass er die Rolle hauptsächlich deshalb annahm, um mit Stallone zu arbeiten: »Ich bewundere ihn außerordentlich. Es ist mir eine große Ehre, ihn jetzt persönlich zu kennen. Der Mann hat keinerlei Allüren, er hat mich mit seiner Bodenständigkeit wirklich erstaunt.«

Momoas Figur Keegan allerdings hegt andere Gefühle für Jimmy Bobo: »Jimmy ist der Einzige, mit dem Keegan nicht auf Anhieb fertig wurde. Das macht ihn verrückt. Er wurde zwar sowieso angeheuert, um Jimmy zu töten, aber jetzt wird daraus eine persönliche Angelegenheit. Er denkt nur noch daran, Jimmy umzulegen, genauso wie Jimmy nur an seine Rache an Keegan denkt. Die beiden haben eine echte Vendetta gegeneinander laufen.«

Ein anderes Mitglied der Verschwörung gegen Jimmy und Taylor ist der Anwalt Marcus Baptiste, gespielt von Christian Slater: »Baptiste steckt bis über beide Ohren im Dreck. Wahrscheinlich ist er durch eine Verkettung dummer Zufälle in schlechte Gesellschaft geraten, oder vielleicht war er auch einfach zu gierig, jedenfalls arbeitet er mit Männern zusammen, die nicht gerade grundehrlich sind. Ich glaube nicht, dass er das so geplant hat, aber er ist in ihre Welt hineingerutscht, und jetzt ist er ein Teil davon – und auch von den unschönen Dingen, die das mit sich bringt.«

In der obersten Riege der Bösen steht Robert Nkomo Morel, ein lokaler Immobilienhai, der so reich wie skrupellos ist. Die Rolle hat Adewale Akinnuoye-Agbaje übernommen, vielen bekannt aus J.J. Abrams’ Kultserie Lost, der kürzlich gelaufenen britischen Agentenserie Hunted oder auch aus Filmen wie G.I. Joe – Geheimakte Cobra oder dem Prequel von The Thing. Triple A, so sein Spitzname, spielt den Oberbösewicht recht subtil und mit offensichtlich afrikanischem Akzent, der in der Synchronfassung nun völlig zur Lachnummer wird, weil die Stimme viel zu hoch ist und irgendwie weder zur Figur noch zum Schauspieler passt.

»Dieser Morel ist ein aalglatter Geschäftsmann, der hinter seinem konservativem Äußeren eine unbändige kriminelle Energie verbirgt«, führt er aus. »Er ist ein Immigrant der wohlhabenden Sorte, er hat sich sein Vermögen mit Korruption und dubiosen wirtschaftlichen Transaktionen in Afrika besorgt. Der einzige echte Preis, den er dafür zahlen musste, war eine Verletzung, die ihn zum Krüppel gemacht hat: er geht auf Lebzeit an Krücken. Ungeachtet dessen ist er eine einflussreiche Person, auf seiner Lohnliste stehen sowohl Politiker wie auch das New Orleans Police Department. Morel würde vor nichts haltmachen, um seinen Willen durchzusetzen. Sobald also Jimmy und Taylor seine Pläne durchkreuzen, spielt er seine ganze Macht aus, um sie zur Strecke zu bringen.«

Die einzig respektablen Szenen im Film sind die zwischen Bobo und Keegan bzw. Kwon und Lisa. Das ungleiche Partnerpärchen Bobo-Kwon wirkt ein wenig steif und distanziert und kann nicht so recht überzeugen. Da freut man sich dann auch auf die wirklich gut choreografierten Kampfszenen, wo alle ordentlich draufhauen und genauso ordentlich einstecken müssen. Warum der Film ins Kino kommt, muss wohl an den Namen Hill und Stallone liegen. Ansonsten wär der Film definitiv direkt auf DVD erschienen! Für mehr als einen unterhaltsamen Actionabend daheim ist der Film jedenfalls nicht zu haben. Schade. Ist aber so. mz

OT: Bullet to the Head
Action/Thriller
USA 2012

92 min
FSK 16

mit
Sylvester Stallone (Jimmy „Bobo“ Bonomo) Thomas Danneberg
Sung Kang (Taylor Kwon) Gerrit Schmidt-Foß
Sarah Shahi (Lisa Bonomo) Natascha Geisler
Adewale Akinnuoye-Agbaje (Robert Nkomo Morel)
Jason Momoa (Keegan) Matti Klemm
Christian Slater (Marcus Baptiste) Sven Hasper
Jon Seda (Louis Blanchard)
Holt McCallany (Hank Greely)
Brian van Holt (Ronnie Earl) Peter Flechtner
u.a.

drehbuch
Alessandro Camon
basierend auf dem Bilderroman „Du Plomb dans la Tête“ von Matz (Alexis Nolent)

musik
Steve Mazzaro

kamera
Lloyd Ahern

regie
Walter Hill

produktion
Dark Castle Entertainment
IM Global
After Dark Films
Automatik Entertainment
EMJAG Productions
Millar Gough Ink
Silver Reel

verleih
Constantin

Kinostart: 7. März 2013

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08.03.2013 | mz |
Kategorien: Filme | ohne