Montag, 22. April 2019

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In diesem Park in Paris hatten Greta und ihr italienischer Freund Paolo ihr erstes Rendezvous.
Natürlich feiern sie ihren Jahrestag immer hier.
© Wiedemann & Berg


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Was passiert, wenn italienische Leidenschaft deutsches Temperament liebt, auf französische Schönheit trifft und britischer Humor dem Ganzen die Krone aufsetzt? Unter der Regie des Amerikaners Jeremy Leven (Don Juan de Marco), der auch das Drehbuch schrieb und seit vielen Jahren in Paris und Amerika lebt, spielen neben Nora Tschirner der Italiener Vincenzo Amato, der Brite Paddy Considine und die aufstrebende französische Schauspielerin Louise Monot, die bereits mit Daniel Auteil für MR 73 vor der Kamera stand, die weiteren Hauptrollen in dieser turbulenten Komödie, die mit ihrem klassischem Charme an Kinohits wie Die Frau des Zeitreisenden oder Wie ein einziger Tag erinnert, für die Jeremy Leven ebenfalls die Drehbücher schrieb.

Täglich chauffiert Busfahrer Paolo Touristen durch Paris und erklärt ihnen dabei voller Inbrunst seine ganz eigene Sicht der Dinge: Paris ist nicht mehr als ein zweitklassiges Rom! Seine wahre Leidenschaft gilt seiner Freundin und großen Liebe Greta, einer deutschen Flugbegleiterin, der er heute endlich den langersehnten Heiratsantrag machen wird.

Doch ausgerechnet am nächsten Tag begegnet ihm die bezaubernde Französin Cécile. Die alleinerziehende, junge Mutter kann sich und ihre beiden Kinder als Werbemodel gerade so über Wasser halten und hetzt mit ihrem Fahrrad ständig von Termin zu Termin. An der Ampel streift ihr Blick den des Touristenbusfahrers – und sie lächelt ihn an!

Seitdem kann Paolo nicht mehr klar denken. Er liebt doch Greta! Aber diese unbekannte Schöne hat ihm den Kopf verdreht! Von seinem besten Freund Derek, einem smarten Briten mit Hang zu Frauengeschichten, erhält er einen fatalen Tipp: Nur, wenn er die Frau kennenlernt, kann er sie vergessen – denn die Realität ist nie so schön wie das Traumbild.

Doch der Versuch, Cécile anzusprechen, läuft schief – er fährt sie auf dem Fahrrad an. Von schlechtem Gewissen geplagt, nimmt sich Paolo Cécile und ihrer kleinen Familie an, natürlich ohne Greta davon berichten zu können – oder zu wollen. Er weiß ja, wie temperamentvoll seine Freundin sein kann. Eine kleine Lüge, die sein Leben völlig auf den Kopf stellt…

In dieser turbulenten Romanze treffen wir einmal mehr auf die meist grimmig ausschauende, aber talentierte Nora Tschirner, die in diesem Film ihre komödiantische Seite zeigt – und diesmal ausnahmsweise in gefärbtem Blond! Gleich zu Beginn des Films darf sie Thomas Heinze, der einen nervenden Passagier spielt, der sein Handy nicht ausschalten will (nette Analogie zum Filmbeginn!), vor allen anderen Passagieren zur Schnecke machen. Das ist nicht nur lustig sondern auch nachvollziehbar!

Jeremy Leven sagt: »Sie kann sehr weich und lieb sein, aber auch sehr ruppig oder sehr witzig – aber immer wirkt sie glaubwürdig… Nicht zuletzt sieht sie blendend aus. Bei manchen Einstellungen starrte Kameramann Robert Fraisse sie einfach mit offenem Mund an und sagte: ‚Wie schön du bist!’ Ungelogen! Das ist wirklich passiert!« Dazu Nora Tschirner: »Ich wollte schon sehr früh lieber die Lustige als die Schöne sein. Ich beobachte mich selbst beim Spielen oft sehr genau, aber eben nicht im Bezug auf vorteilhaftes Aussehen. Diesbezügliche Hinweise kommen im Zweifelsfall dann eher von den anderen Mitarbeitern.« Also bitte mehr von beidem!

Im Paris dieser Komödie treffen viele Nationalitäten und Kulturen auf humorvolle Weise aufeinander – was manchmal zu handfesten Kollisionen führt. Dies war von vornherein ein wesentlicher Bestandteil von Jeremy Levens Filmidee: »Mir ging es darum, einen europäischen Film zu drehen, denn die Welt verändert sich rasend schnell – vor allem in Europa. Als ich 1968 erstmals nach Europa kam, konnte man die Grenzen nicht einfach so überqueren, ständig musste man die Währung tauschen. Wenn man dagegen heute durch die Straßen von Paris, Berlin oder München geht, kann man innerhalb von fünf Minuten sechs verschiedene Sprachen hören. In unserem Film sprechen sogar die Kinder mehrere Sprachen. In Europa sind die kulturellen Schranken jedenfalls gefallen, auch wenn das nicht immer leicht war und ist. Offenbar kommen die Deutschen, Italiener und Franzosen leichter miteinander aus als andere Nationen.«

Drastischer geht Paddy Considine mit sich und seinen Landsleuten ins Gericht: »Die Briten erwarten wohl, dass sie sich im restlichen Europa überall verständigen können, weil die Menschen in den anderen Ländern Englisch können. Wenn ich in Paris in einen Laden ging und auf Französisch radebrechte, bekam ich sehr schnell englische Antworten. Das ist mir auch in Spanien und anderen Ländern so gegangen. Wir sind die Faulpelze, wir sprechen keine Fremdsprachen – das ist unsere Schuld.«

Aber genau mit diesem multilingualen Hintergrund zeigt sich auch die einzige Schwachstelle im Film – in der Synchronfassung! Offensichtlich wird im Film sehr viel Englisch gesprochen, weshalb es auch eine deutsche Synchronisation gibt. In der Synchronfassung ergibt die ganze Geschichte jedenfalls auf den ersten Blick keinen Sinn. Wenn Derek seinem Kollegen und Freund Paolo den Tipp gibt, die Radfahrerin mit „Votre numéro de téléphone, s’il vous plaît“ anzusprechen, ergibt sich daraus kein Sinn, weil ansonsten Jeder mit Jedem Deutsch spricht.

Nachdem Paolo sie angefahren hat, sprechen beide dieselbe Sprache. Warum also die Frage in Französisch? Man fragt sich auch, warum die Kinder Paolo verstehen. Auch darauf wird im Film nicht eingegangen. Man erfährt, dass der Vater der Kinder Australier ist. Davon könnte man ableiten, dass die Kinder etwas Englisch sprechen können, auch wenn man dies bezweifeln kann, da diese noch sehr jung sind. Interessant wäre auch, ob sich Greta und ihr Pilotenverehrer François im Original in Englisch oder Französisch, oder gar in Deutsch unterhalten…auf jeden Fall spricht niemand mit gebrochenem Akzent – also fließend mehrsprachig! Alles sehr glaubwürdig…

Das lenkt alles zu sehr von der doch so schön kitschigen Geschichte ab, die ansonsten recht plausibel herüberkommt. Da hätte man den Film im Original belassen und ihn untertiteln oder zumindest das theoretisch Vorausgesetzte erklären sollen… Inhaltlich erzählt der Film jedenfalls eine ähnliche Geschichte wie die kanadische Produktion ►Take this Waltz, die ebenfalls in dieser Woche startet und das Thema ein wenig mehr dramatisiert: Was passiert, wenn man jemanden trifft, während man in einer glücklichen Beziehung ist? Zur optischen Unterstützung gibt es hier jedenfalls meist blauen Himmel und natürlich die Stadt der Liebe – Paris.

Dass Paris in jeder Szene von seiner besten Seite gezeigt wird, liegt in der Verantwortung des renommierten Kameramanns Robert Fraisse. Über ihn sagt Produzent Quirin Berg: »Robert ist eine echte Institution. Ich bin großer Fan von seinem Film Ronin, der sich nicht nur durch Robert de Niro, sondern auch durch eine Menge Verfolgungsjagden in den schönsten südfranzösischen Landschaften auszeichnet. Daneben hat Robert gefühlte 700 weitere außergewöhnliche Filme gedreht. Deshalb waren wir sehr geehrt, als er bei unserem Projekt an Bord kam.«

Was den Humor betrifft, versuchte man, sich an den universellen Humor von Tatsächlich… Liebe oder Notting Hill zu orientieren, um ein möglichst breit gefächertes Publikum anzusprechen. Jeremy Leven dazu abschließend: »Der Humor in unserem Film ist an keine Grenzen gebunden. Ich hoffe, dass die Franzosen mich nicht hinauswerfen, denn im Film ziehe ich wirklich alle berühmten Wahrzeichen von Paris und nicht zuletzt auch die französische Arbeitsauffassung durch den Kakao. Ich habe mich überhaupt nicht zurückgehalten. Das gilt aber auch für die anderen Länder, die im Film vorkommen. Alle bekommen ihr Fett ab.

Vier der Hauptfiguren stammen aus verschiedenen Ländern, und über all diese Länder haben wir etwas zu sagen. Das Thema geht über übliche romantische Komödien deutlich hinaus. Aber neben diesen Kulturen auf Kollisionskurs bringe ich durchaus auch Kommentare zum heutigen Stand der Dinge unter – natürlich möglichst subtil und unerwartet. So entsteht niemals der Eindruck, dass wir nur ein paar Clowns bei ihren verliebten Irrungen und Wirrungen zuschauen, denn unterschwellig vermitteln wir, dass es in unserer Welt auch sehr ernsthafte Probleme gibt.« mz

OT: Girl on a Bicycle
Komödie
D 2013

100 min
FSK 0

mit
Nora Tschirner (Greta) Nora Tschirner
Vincenzo Amato (Paolo)
Louise Monot (Cécile)
Paddy Considine (Derek)
Stéphane Debac (François)
Alexander Boden (Julien)
Fanny Scherer (Claire)
Stefanie Stappenbeck (Elke)
Kellie Shirley (Marta)
Thomas Heinze (Gunther Friedmann) Thomas Heinze
u.a.

drehbuch
Jeremy Leven

musik
Craig Richey

kamera
Robert Fraisse

regie
Jeremy Leven

produktion
Wiedemann & Berg Filmproduktion

verleih
Warner Brothers

Kinostart: 7. März 2013

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08.03.2013 | mz |
Kategorien: Filme | ohne