Samstag, 20. April 2019


Hushpuppy am Ortsschild
© Jess Pinkham


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Den Film Beasts of the Southern Wild hat der amerikanische Regisseur Benh Zeitlin als Kooperationsprojekt mit dem Künstlerkollektiv Court 13, dem er selbst angehört, entwickelt, ein Debutfilm, der sich durchaus mit anderen, groß angelegten Filmen messen kann, ein Film, der die renommierten Independent Filmfeste im Jahr 2012 tourte und allerhand Preise gewann. Der Gewinner der Camera d’Or in Cannes und Sieger des Sundance Filmfestivals hat in den USA den bisher besten Kopienschnitt 2012 aller Filme erreicht. Die ökumenische Jury auf dem Filmfest in Cannes schreibt: „Eine wahre Ode auf den Sinn des Lebens, die Liebe und die Hoffnung.“

Meine persönliche Begeisterung für Beasts of the Southern Wild fällt etwas nüchterner aus. Bildgewaltige Märchen mit surrealen Szenen und skurrilen Lebensweisheiten betrachte ich als gewagte Gratwanderung. Dem einen gefällt’s, dem anderen gar nicht. Bei ►Holy Motors musste ich das Kino verlassen, so schlimm fand ich den Film. Für andere war es das große Kinoereignis diesen Jahres. Ähnlich konträr könnten sich die Meinungen zu Beasts of the Southern Wild verhalten.

Die Handlung spielt in den Sümpfen, tief in den Südstaaten der USA. Jenseits der sicheren Deiche liegt Bathtub, abgeschottet vom Festland. Hier hat sich eine ganz eigene „Community“ entwickelt, die nach ihren Regeln und einem tiefen Glauben an Naturgewalten, zurückgezogen, weit weg vom Rest der amerikanischen Gesellschaft lebt. Die Kinder erziehen sich selbst, während die Erwachsenen saufen oder fischen, wenn sie der Hunger treibt. Die Naturgegebenheiten stellen die Rahmenbedingungen in Bathtub.

Hushpuppy, ein sechsjähriges Mädchen, lebt in ihrem eigenen Verschlag neben dem ihres Vaters. Überleben und Selbstständigkeit sind die wenigen Erziehungsinhalte, die der Vater seiner Tochter auch schon mal unliebsam vermittelt. Auf der Figur der sechsjährigen Hushpuppy lastet das Gelingen des Films. Sie erzählt die Geschichte aus ihrer Perspektive: Ihre Angst vor und um den Vater, ihre Ängste, als der große, angekündigte Jahrhundertsturm einsetzt, ihre Suche nach der Mutter, die sie nie kannte, ihr Überlebenswille, als nur noch die Kinder übrig bleiben.

Beasts of the Southern Wild ist eine Art Underdog-Film wo Schlamm, Dreck und Müll die Requisiten darstellen. Den Regisseur begeisterte der unerschrockene Lebenswille der Menschen dort, die immer wieder von Natur- und durch Menschenhand herbeigeführten Katastrophen heimgesucht werden. Er wollte mit diesem Film zeigen, wie stark dieser Lebenswille sein kann. Wahrscheinlich läuft der Film in den USA genau deswegen so gut. Egal wie verzweifelt die Leute auch sein mögen, sie geben nicht auf. (Eine Durchhalteparole:) „Yes, we can!“, längst zur leeren Phrase verkommen, wird wiederbelebt. Seht her, liebe Amerikaner, die Welt geht unter, aber mit der richtigen Einstellung kann uns die Welt nicht unterkriegen! Unsere Kinder werden überleben!

Mut hat mir der Film keinen gemacht. Auch teile ich die Bewunderung des zähen Überlebenswillens der Menschheit nicht, in seiner Euphorie, wie es uns der Regisseur vermitteln mag. So viele ernst zu nehmende Filmfestpreise für diesen Film… mir ein Rätsel. bh

OT: Beasts of the Southern Wild
USA 2012

Drama/Fantasy
FSK: 12
97 min

mit
Quvenzhané Wallis (Hushpuppy)
Dwight Henry (Wink)
Levy Easterly (Jean Battiste)
Lowell Landes (Walrus)
Pamela Harper (Little Jo)
Gina Montana (Miss Bathsheba)
Amber Henry (LZA)
u.a.

drehbuch
Benh Zeitlin
Lucy Alibar, nach ihrem Bühnenstück „Juicy and Delicious“

musik
Benh Zeitlin
Dan Romer

kamera
Ben Richardson

regie
Benh Zeitlin

produktion
Cinereach
Court 13 Pictures
Journeyman Pictures

verleih
MFA

Kinostart: 20. Dezember 2012

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20.12.2012 | mz |
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