Mittwoch, 22. Mai 2019
»Wir haben verloren, jeder Einzelne von uns. Wir haben Freunde verloren. Wir haben Familienangehörige verloren. Wir haben zum Teil auch uns selbst verloren. Dies hier ist der Kampf unseres Lebens.«
Steve Rogers
WOW! … da muss man bei so vielen Superhelden wirklich erst einmal durchatmen. Drei Stunden umfasst die Fortsetzung zum letztjährigen Avengers-Film Infinity War. Beide wurden vom Regisseur-Duo Joe Russo und Anthony Russo inszeniert. Vorneweg: Man langweilt sich nicht, und jeder, der sich für diese Art Film interessiert oder davon unterhalten lässt, möchte wissen, was nach dem Fingerschnipsen von Antagonist Thanos geschehen ist.
Um kurz Revue passieren zu lassen: Die Hälfte der Menschheit, der Superhelden (des Universums!) wurde durch Thanos‘ Einsatz der Infinity-Steine am Ende von Avengers | Infinity War eliminiert. Geschockt sah man noch, wenn man im Kino oder im Heimbereich sitzen geblieben ist, eine Abspannsequenz, in der sich auch Mariah Hill und Nick Fury in New York auflösten. Danach eine kurze Nachricht auf Furys Pager: Das Captain-Marvel-Zeichen! Was? Wer?… werden einige fragen.
Nun, im letzten März war der 21. Marvel-Film mit Titel Captain Marvel gestartet und stellte eine weitere Superheldin vor, die sehr mächtig und agil zu sein scheint. Hiermit, und mit dem 2. Ant-Man-Film, der im letzten Sommer veröffentlicht wurde, schlägt man eine Brücke zu den Ereignissen, die in Avengers | Endgame folgen, und nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise, die actionreich und sehr emotional wird. Wie schafft man es, die Ereignisse aus dem Vorgänger-Film zu revidieren…?
Ein Hinweis hat uns dort schon Doctor Strange auf dem Mond Titan gegeben, als er verschiedene mögliche Zukunftsszenarien durchgegangen ist: die Zeit. Was daraus gemacht wird, sucht schon seinesgleichen. Und viel mehr soll von der Geschichte des Films hier auch nicht erzählt werden, denn diesbezüglich haben die Produzenten versucht, kaum etwas von der Story durchsickern zu lassen. Sämtliche Auschnitte in den Trailern und TV-Spots waren hauptsächlich auf die ersten 20 Minuten des Films beschränkt – mit wenigen Ausnahmen.
Nur so viel sei verraten, dass es einige Wendungen und Überraschungen gibt, und diejenigen, die die vorangegangenen Filme gesehen haben, ganz klar im Vorteil sind und sich auf eine Fahrt mit ihren Superhelden begeben, die sie auch innerlich berühren wird. Vielleicht hat man nicht alle Marvel-Filme der letzten 11 Jahre gesehen (dies mag auch nicht notwendig sein), allerdings gibt es dann einfach viel größere Berührungspunkte mit all diesen Figuren. Wenn möglich, sollte man als Empfehlung wenigstens den ersten Guardians of the Galaxy, The Avengers und Doctor Strange kennen.
»Als Geschichtenerzähler sind sie wahre Künstler«, erzählt Produzent Kevin Feige über seine beiden Regisseure. »Sie wissen genau, wie sie Zuschauererwartungen gleichzeitig erfüllen und unterwandern können, und gehen dabei zunehmend höhere Risiken ein. Sie hatten die kreative Weitsicht und Vision, die Helden in Infinity War so vernichtend scheitern zu lassen, dass man auf der ganzen Welt darüber nachdachte und redete. Es war ein globales kulturelles Event.«
🦸‍♂️ 💎 🦝 🔨 🕰️ 🦸
Mit Avengers | Endgame endet die dritte Phase des Marvel-Filmuniversums noch nicht ganz. Wie Kevin Feige kürzlich erzählte, wird es zu den Ereignissen aus diesem Film noch eine Art Epilog geben: In Spider-Man: Far from Home, der im Juli in die Kinos kommt. Wir erfahren mehr darüber, bevor die nächsten Marvel-Filme angekündigt werden, die dann die vierte Phase einläuten. Es bleibt auf jeden Fall spannend, und wenn der Produktionswert weiterhin so hoch ist und beibehalten werden kann, dann folgen wir gerne den nächsten 11 Jahren in diesem Superhelden-Universum!!

27.04.2019 | mh |
Kategorien: Feature | Filme