Montag, 20. Mai 2019
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Regan zielt auf einen der Gangster.
© Universum Film

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„Sweeney“ (so der Originaltitel), nach einem alten Cockney-Reim, in dem „Sweeney Todd“ mit „Flying Squad“ gereimt wird, wird ehrfurchtsvoll ein innerhalb der Strukturen der London Metropolitan Police völlig autark arbeitendes Sondereinsatzkommando genannt, das für seine Schlagkraft und die Wahl kontroverser Mittel zur Verbrechensbekämpfung ebenso berühmt wie berüchtigt ist: eine fliegende Einsatztruppe, die sich selten an gültige Regeln hält, dafür aber verblüffende Erfolge erzielen kann.

Wenn die Beamten des Sonderdezernats um ihren väterlichen Anführer Jack Regan gerufen werden, um Kriminelle auf frischer Tat zu stellen, wird durchaus auch die Brechstange eingesetzt. Was Jacks Chef Frank Haskins immer wieder bürokratische Kopfschmerzen bereitet. Weil er aber eine ausgesprochen hohe Aufklärungsrate vorweisen kann, ist es ihm bislang gelungen, Regan den Rücken freizuhalten – ganz zum Missfallen von Ivan Lewis von der internen Aufsichtsbehörde, dem Jacks Methoden schon lange ein Dorn im Auge sind.

Liebend gern wäre er derjenige, der Jack nachweisen kann, dass es mit den Vorschriften nicht so genau nimmt. Die beiden Männer hassen sich. Und der Hass wäre vermutlich noch ein bisschen größter, wenn Lewis wüsste, dass Regan auch noch eine Affäre mit seiner Frau hat, der intelligenten und ehrgeizigen Polizistin Nancy, die lange schon einen Weg sucht, ihrer lieblosen Ehe zu entkommen.

Jack Regan mag ein Dinosaurier sein, aber seine Leute im Sonderdezernat lassen nichts auf ihren Chef kommen. Sie verehren ihn, ganz besonders der junge George Carter, der in einem Sozialviertel aufwuchs und den Jack persönlich unter seine Fittiche nahm, um ihn vor einer Laufbahn als Krimineller zu bewahren. George ist Jacks Musterschüler, sein bester Mann und obendrein bester Freund. Gemeinsam gehen sie durch Dick und Dünn und begeben sich in Todesgefahr, gemeinsam feiern sie, wenn sie wieder einmal dem sicheren Tod von der Schippe gesprungen sind.

Aber nicht einmal George kennt alle Geheimnisse Jacks: Um stets bestens informiert zu sein, was sich in der Unterwelt abspielt, schmiert er seine Informanten bisweilen auch mit Wertgegenständen, die er bei erfolgreich zu Ende gebrachten Einsätzen hat mitgehen lassen. Auf diese Weise wird Regan auch auf eine private Geschäftsbank am Trafalgar Square aufmerksam gemacht, die angeblich von einer Gruppe Schwerverbrechern ins Visier genommen wurde. Eingehend studieren Jacks Männer die Bank und kommen zu dem Schluss, dass sie ein optimales Ziel für einen Einbruch abgeben würde.

Doch dann wird das Sonderdezernat abgezogen und mit einem anderen Fall beauftragt: Ein Juwelier wurde mitten am Tag von drei Männern überfallen, der Safe ausgeräumt, und beim Verlassen des Geschäfts wurde noch eine verschüchterte Kundin regelrecht hingerichtet, einfach so, ohne erkennbaren Grund. Beim wiederholten Studium der Videobänder vom Überfall realisiert er, dass das Opfer nicht aus einer Laune heraus getötet, sondern gezielt hingerichtet wurde. Als er weiterforscht, findet er heraus, dass die serbische Frau Kontakte zu einigen Schwerverbrechern hatte, die vom europaweit bekannten Killer Makin Trebolt angeführt werden. Sie stecken offenbar hinter dem Überfall, die Frau musste sterben, weil sie zuviel wusste.

Dann überschlagen sich die Ereignisse. Die Privatbank am Trafalgar Square meldet, dass sie überfallen wird – Makin Trebolt und seine Männer. Während das Team die schießwütigen Verbrecher verfolgt, ermittelt Lewis gleichzeitig gegen Jack und versucht, George auf seine Seite zu ziehen. Schließlich weisen die Beweise immer mehr auf Jack, woraufhin dieser im Gefängnis landet. Doch sein Kollege George muss eine einsame Entscheidung treffen, um seinen Freund zu retten…

Längst zählt Ray Winstone zu den führenden Schauspielern Großbritanniens. Ganz am Anfang seiner Karriere steht indes die gleichnamige Serie, die hierzulande unter dem Titel Die Füchse lief. Es war Mitte der Siebzigerjahre, als Winstone seine ersten Gehversuche auf dem langen und dornigen Weg zur Berühmtheit als Schauspieler unternahm. Zu dieser Zeit wurde eine rasante, kompromisslose Krimiserie bei dem Fernsehsender ITV ausgestrahlt – Die Füchse.

Die Füchse zeichnete sich durch seine teure und sorgfältige Machart aus und eine kantige Fiebrigkeit, die man eher mit amerikanischen Serien der Zeit in Verbindung bringen würde. Das war zum Großteil den beiden Hauptfiguren an der Spitze des Sondereinsatzkommandos zu verdanken – Jack Regan, gespielt von John Thaw, und George Carter, gespielt von Dennis Waterman. Während der dritten Staffel wurde im Dezember 1976 eine Folge ausgestrahlt, die „Loving Arms“ hieß. Im Abspann findet man unter dem Rollennamen „Jugendlicher“ einen gewissen Raymond Winstone.

»Es war einer meiner ersten Jobs überhaupt, und ich erinnere mich, dass ich unangenehm auffiel, weil ich nicht still halten konnte«, erinnert sich Winstone. »Ich war nur ein Statist und sollte eigentlich meinen Mund komplett halten. Das war mir gar nicht klar gewesen, die Regeln wurden mir erst nach und nach beigebracht. Und jetzt sind wir 35 Jahre weiter, und auf einmal spiele ich Jack Regan.«

An seiner Seite spielt Musiker und Schauspieler Ben Drew (als Musiker unter dem Namen Plan B unterwegs), der gerade erst mit Ill Manors sein Debüt als Regisseur gegeben hat. »Ich hätte die Rolle nicht angenommen, wenn ich dem Regisseur nicht voll und ganz vertraut hätte. Ich hatte Nick [Love] ein paar Mal getroffen, bevor er mir die Rolle anbot. Und wir kamen blendend miteinander aus«, sagt er. »Er lud mich als Statist an den Set seines Films Outlaw ein.«

Die größte Attraktion bestand für Drew darin, dass er an der Seite von Ray Winstone arbeiten konnte. »Ray war immer schon und ist immer noch ein großer Held für mich«, berichtet er. »Ich wollte immer schon in einem Film mit ihm vor der Kamera stehen, einfach nur um mit dabei zu sein. Jetzt in einer Produktion wie The Crime auf einer Augenhöhe mit ihm zu spielen, während er eine ikonische Figur wie Jack Regan darstellt, das war ziemlich abgefahren für mich.«

Dann spielen da noch zwei weitere Bekannte mit – die knuffige Hayley Atwell, die man aus Woody Allens Cassandras Traum, Wiedersehen mit Brideshead bzw. Captain America: The First Avenger oder den Miniserien The Prisoner – Der Gefangene oder Die Säulen der Erde kennt, und der derzeitige Serienstar Damian Lewis, der als Nicholas Brody in der Serie Homeland die Hauptrolle spielt. Lewis kennt man aber auch aus der kurzlebigen Serie Life, der Miniserie Band of Brothers – Wir waren wie Brüder sowie aus den Kinofilmen Stormbreaker, Ein ungezähmtes Leben oder Dreamcatcher.

Warum man jetzt den Originaltitel The Sweeney mit einem anderen, nichtssagenden englischen Titel ausgetauscht hat, bleibt (wie so oft) ein Rätsel, zumal man sich an die Originalübersetzung von damals hätte halten können – „Die Füchse“. Okay, das klingt vermutlich eher nach Kinderserie, aber aus „The Sweeney“ „The Crime“ zu machen, entzieht sich dann doch meiner Vorstellungskraft.

The Crime ist ein rasanter, recht brutaler, aber dennoch äußerst spannender Krimi, dessen Drehbuchaufbau schon irgendwie an eine TV-Serie erinnert. Von der Thematik her erinnert der Film an eine andere, ähnliche US-Serie – The Shield – Gesetz der Gewalt, in der auch eine spezielle Einsatztruppe der Polizei von Los Angeles korrupt für Sicherheit gegenüber den Gangsterbanden sorgte. In gewisser Weise ähnelt die Figur des Jack Regan schon der von Michael Chiklis gespielten Figur des Vic Mackey.

Von der Farbgebung her ist The Crime jedoch in ein recht kühles Blau getaucht und vom Sound her recht laut. Die Schauspieler sind allesamt hervorragend, allerdings sollte man sich den Film entweder mit Untertiteln oder in der Synchronfassung ansehen, da sie doch reichlich starke Akzente sprechen. Besonders ungewohnt ist da der gebürtige Londoner Damian Lewis, der in Homeland perfektes Amerikanisch und hier Londoner Slang spricht.

Wer also einen spannenden Thriller mit jeder Menge Action sehen will, kann sich auf The Crime freuen. Allerdings muss man den Film nicht unbedingt im Kino sehen. Daheim auf Scheibenmedium kann man sich schließlich kurzerhand umentscheiden, ob man den film im Original mit Untertiteln oder in der Synchronfassung sehen will… ■ mz

OT: The Sweeney
GB 2012
Krimi/Action
112 min
FSK 16

mit
Ray Winstone (DI Jack Regan) Holger Schwiers
Ben Drew (DC George Carter) Dominik Auer
Hayley Atwell (DC Nancy Lewis)
Steven Mackintosh (DCI Ivan Lewis)
Paul Anderson (Francis Allen)
Alan Ford (Harry)
Damian Lewis (DCI Frank Haskins) Torben Liebrecht
Caroline Chikezie (DC Kara Clarke) Ilena Gwisdalla
Allen Leech (DC Simon Ellis)
Ronnie Fox (Johnny Wextru)
Kevin Michaels (Makin Trebolt)
Kara Tointon (Megan Barrel)
u.a.

drehbuch
Nick Love
John Hodge
Ian Kennedy Martin

musik
Lorne Balfe

kamera
Simon Dennis

regie
Nick Love

produktion
Vertigo Films
Embargo Films

verleih
Universum/Square One

Kinostart: 28. Februar 2013

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02.03.2013 | mz |
Kategorien: Filme | ohne