Montag, 20. Mai 2019
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Parker macht sich gut als reicher Texaner in Palm Beach.
© Constantin Film

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Es war Autor und Drehbuchautor Donald E. Westlake, der die Krimiikone Parker ins Leben rief. 1962 schrieb er unter dem Pseudonym Richard Stark den Bestseller „The Hunter“, einen Thriller über einen professionellen Dieb mit ausgeprägten Ehrenkodex: Parker. Über die nächsten 46 Jahre folgten zwei Dutzend weitere Kriminalromane mit Parker als Hauptfigur, und Westlake beglückte mit dieser Serie weltweit sämtliche Fans der „hardboiled noir“-Krimiliteratur.

Schon in „The Hunter“ war Parker ein charismatischer „Bad Boy“, den in diesem Fall aber am Ende des Buches die Gerechtigkeit ereilte. Westlake glaubte nicht, dass der Figur ein Weiterleben beschieden wäre, da nach den gängigen Krimiregeln der frühen 60er solche Antihelden nicht als serientauglich galten. Nachdem jedoch Westlakes Verleger das Buch gelesen hatte, machte er einen ungewöhnlichen Vorschlag: Parker, der Kriminelle, solle doch bitte überleben. Er wäre, gerade wegen seiner alttestamentarischen Moral, womöglich für eine Fortsetzung geeignet.

Abby Westlake, die Witwe des Autors, erinnert sich noch gut an den Beginn der Serie: »Damals mussten die Bösen am Ende immer sterben. Donald hielt sich natürlich an diese Tradition, aber er wurde überredet, etwas Neues zu versuchen, also ließ er Parker für ein nächstes Buch am Leben.«

Auch Les Alexander, Produzent des Films und alter Freund von den Westlakes, war damals schockiert über das Ende jenes ersten Buches: »Ja, ein Verbrecher durfte nicht davonkommen, das war seinerzeit ein ungeschriebenes Gesetz. Aber die Leser liebten Parker, ganz egal, ob er zu den bösen Jungs gehörte oder nicht, denn erstens war er klüger als alle anderen Gangster, und zweitens hatte er diesen rigiden Ehrenkodex, den jeder nachvollziehen konnte.«

Parker ist ein professioneller Dieb und, wenn nötig, auch ein Killer. Hurley, Vater seiner Freundin, verschafft ihm einen neuen „Job“ mitsamt neuen Partnern. Doch nach dem Überfall wird Parker von diesen vermeintlichen Partnern nicht nur um seinen Anteil erleichtert, sondern auch fast getötet. Parker, ein Mann mit Prinzipien, schwört Rache.

Er folgt seinen Killern, die einen millionenschweren Coup planen, nach Palm Beach. Im Mekka der Reichen gibt sich Parker als vermögender Texaner aus, der eine Villa kaufen will. Dabei hilft ihm die verschuldete Immobilienmaklerin Leslie Rodgers, die seinem Schwindel schnell auf die Spur kommt und ganz eigene Interessen an Parker hat…

Abby Westlake erzählt: »Nachdem Donald siebzehn Bücher über Parker geschrieben hatte, hörte er auf. Er machte eine Pause von 1974 bis 1997. Er sagte damals, dass Parker ihn einfach verließ. Er fand keinen Zugang mehr zu der Figur, also wandte er sich anderen zu. Aber eines Tages kam Parker zurück, so plötzlich, wie er verschwunden war. Donald schrieb sieben weitere Bücher über ihn, auf die er sehr stolz war.«

Parker hatte seit den Sixties bereits eine internationale Fangemeinde, aber mit den neuen Büchern schien sich etwas zu verändern: Parker war den Lesern näher. Les Alexander erklärt: »Parker hat sich während der Unterbrechung verwandelt. Er ist menschlicher in den späteren Büchern, die insgesamt mehr Gefühl zulassen als die kalten, klassischen Noir-Krimis der ersten Jahre.«

Für den Film Parker ist „Flashfire“ die Vorlage, das erste Buch, das Westlake nach den 23 Jahren Pause schrieb. Es gibt natürlich andere Filme, die sich auf die Parker-Serie berufen, wie etwa Revolte in der Unterwelt (1973) mit Robert Duvall oder Payback – Zahltag (1999) mit Mel Gibson, aber Parker ist der erste Film, bei dem die Westlake-Erben den Namen Parker tatsächlich für das Kino freigegeben haben.

Die Gründe, warum die Westlakes den Roman „Flashfire“ als erste authentische Parker-Verfilmung auswählten, liegen, so Les Alexander, auf der Hand: »Der Roman hat alle wichtigen Elemente einer Parker-Story. Er handelt von einem unerbittlichen Rachefeldzug, den Parker aufnimmt, nachdem er verraten wurde. Und er zeigt Parkers Treue zu seiner Freundin Claire, obwohl er mit einer verführerischen anderen Frau zusammenarbeitet. Das macht seine Figur hart und sympathisch zugleich. Ich glaube, „Flashfire“ ist so ziemlich die beste Parker-Geschichte.«

Und der Film ist auch ungewöhnlich. Man merkt ihm die literarische Vorlage an. Die Figuren wirken alle recht eindimensional, jede Figur hat eine bestimmte Aufgabe im Film und weicht davon auch nicht ab. So hat man eher das Gefühl, einen unterhaltsamen „Schmöker“ gelesen zu haben, anstatt einen Fingernägel zerbeißenden Thriller zu sehen, wie man ihn heutzutage gewöhnt ist. Das ungleich-charmante Palm-Beach-Duo Statham-Lopez macht zwar optisch was her, doch fehlt da noch ein Quentchen Konfliktstoff.

Es ist natürlich auch eine Wonne, Michael Chiklis wieder in seinem Element als narzisstischen Anführer zu sehen (Vic Mackey lässt grüßen!), doch all das lässt den Film nicht über ein unterhaltsames Mittelmaß hinaus kommen. Der Film bietet viel fürs Auge, ein paar rasante Actionszenen, J-Los knisternde Geilheit und (immer einen unterdrückten Lacher wert, auch wenn der Hintergrund ernst ist) Nick Noltes quiekend-röchelnde Stimme. Emma Booth als Parkers Freundin wirkt nicht nur äußerlich blass, und nun hat Jason Statham schon zwei Frauen „parat“ und darf nicht mal mit einer Sex haben… Auf jeden Fall fehlt dem Film etwas Würze. Man kann ihn sich jedoch getrost ansehen, zur Not auch auf später daheim. ■ mz

OT: Parker
USA 2012
Krimi/Action
118 min
FSK 16

mit
Jason Statham (Parker) Leon Boden
Jennifer Lopez (Leslie Rodgers) Natascha Geisler
Michael Chiklis (Melander)
Wendell Pierce (Carlson)
Clifton Collins jr. (Ross)
Bobby Cannavale (Jake Fernandez)
Michah Hauptman (August Hardwicke)
Emma Booth (Claire)
Nick Nolte (Hurley)
u.a.

drehbuch
John J. McLaughlin
nach dem Roman „Flashfire“ von Richard Stark (Donald E. Westlake)

musik
David Buckley

kamera
J. Michael Muro

regie
Taylor Hackford

produktion
Incentive Filmed Entertainment
Sierra/Affinity
Alexander/Mitchell Productions
Current Entertainment
Sidney Kimmel Entertainment
Anvil Films

verleih
Constantin

Kinostart: 7. Februar 2013

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07.02.2013 | mz |
Kategorien: Filme | ohne