Donnerstag, 22. August 2019

Bitte lächeln! Drei Männer erwischt beim „Dirty Talk“. J.B. Smoove, Chris Pratt
© Constantin Film

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Movie 43. Worum geht’s in dem Film? Um etwa anderthalb Stunden. Okay, der ist schon etwas eingerostet und schlecht zu übersetzen. Robin Williams machte ihn damals in seinem Trailer zu Toys. Aber Movie 43, der hierzulande natürlich nicht „Film 43“ heißt, ist nunmal eine Klamotte sondersgleichen. Da muss man Witze reißen! Das wissen auch die Produzenten Charles B. Wessler und Peter Farrelly, die sich irgendwann mit irgendjemandem unterhalten haben, der wissen wollte, worum es in dem Film geht…

Charlie Wessler:
Sie wollen also wissen, wie es zu diesem Film kam? Es gab da mal einen Film namens Kentucky Fried Movie. Es war ein Episodenfilm – eine Reihe individueller Sketche des skandalösesten Zeugs, das man je gesehen hatte.

Peter Farrelly:
Für mich hat er buchstäblich das Angesicht des Films verändert. Darin gab es Dinge, die mich sagen ließen: „Ich wusste nicht, dass das überhaupt geht!“

Charlie Wessler:
Ja, so war es auch bei mir. Es gab da diese Szene mit den „katholischen Schulmädchen“, und die sind dann in der Dusche, mit ihren Brüsten an der Glasscheibe. – Jetzt, wo ich zurückblicke, war das kindisch, aber ich dachte mir, das sei bahnbrechend und lustig und sexy zugleich. Ich bin da wie Pete. – Mir war wie „Könnten wir sowas machen?“ oder vielmehr „Ich muss sowas machen!“

Peter Farrelly:
Es gab außerdem auch noch keinen Film, der auf diese Weise aus Kurzfilmen bestand.

Charlie Wessler:
Das stimmt. Wir sind mit zahlreichen Fernsehsendungen groß geworden, die auf die eine oder andere Art segmentiert waren. Man hat das aber nie im Kino gesehen. Da war ich also, ein paar Jahre später, und dachte: Genau sowas werde ich machen! Aber nicht genauso wie John Landis und die Zuckers es mit Kentucky Fried Movie gemacht haben, der einen Regisseur, eine Gruppe von Schauspielern und ein Set von Autoren hatte, die alle jeden Sketch gemacht hatten. Dieser würde anders sein – mit verschiedenen Autoren, Schauspielern und Regisseuren für jeden Kurzfilm.
Nun, unserer sollte ursprünglich drei Sets von Filmemachern haben – die Farrelly-Brüder, die Zuckers und Matt Stone & Trey Parker, jeder würde 1/3 des Films machen. Sie alle haben sich bereit erklärt und wir hatten uns in einem Studio eingerichtet – das war vor 12 Jahren. Sie hatten es aber fallen gelassen, hauptsächlich, weil sie sich ausgerechnet hatten, dass sie den Film nicht bei den Teenagern hätten vermarkten können, wenn der Film ein R-Rating bekommen hätte.
Ich drehte dann meine Runden, zeigte es jahrelang Leuten, doch alle sagten: „Nein, das wird nicht klappen.“ Dann zeigte ich es einem guten Freund, einem Produzenten namens John Penotti, der sehr erfolgreich 20 Independentfilme mit einem Budget von 2-3 Millionen Dollar produziert hatte. Und unser Budget würde so um die 5 Millionen Dollar liegen, also dachte ich, er würde es wissen, wie man einen solchen Film machen könnte.

Peter Farrelly:
Er wurde sogar gleichberechtigter Partner von uns, finanziell und kreativ. Und übrigens: Woher kenne ich Charlie? Er hat die meisten Filme der Farrellys produziert, seit Dumm und dümmer.

Charlie Wessler:
Jetzt bin ich mir aber auch nicht mehr so sicher wegen John! [lacht] Jedenfalls hatte ich mit Penotti darüber gesprochen, und er entschied sich, einige der Drehbücher zu finanzieren. Wenn wir erstmal Drehbücher hätten, bräuchte ich das Ding nicht mehr nur anpreisen, ich hätte dann etwas, das ich den Leuten zeigen kann. Es hat etwa zehn Monate gedauert, aber dann hatten wir 20 Drehbücher mit je sechs oder zehn Seiten, was den Leuten leichter fallen würde, das zu verstehen.
Also fing ich an, Agenten und Freunde anzurufen, nur um das Wort zu verbreiten, dass wir nach Drehbüchern suchen. So sagte ich den Leuten, dass ich etwas wollte, das irrsinnig, verrückt und lustig war.

Peter Farrelly:
Wir sagten auch, dass es nicht unbedingt lustig sein musste, wir wollen lediglich skandalöses, ungewöhnliches Zeug. Denn wir wollten nicht, dass es auf eine bestimmte Art von Witz limitiert ist.

Charlie Wessler:
Ja, genau wie das eine, bei dem Griffin Dunne letztlich die Regie übernahm, „Veronica/CVS“. Das ist dieser Moment, in dem diese beiden Figuren im Takt sind. Manche Leute lachen, manche sind nur mit deren Drama beschäftigt.
Ich verbreitete also das Wort, und innerhalb eines Jahres bekam ich Tonnen von Drehbüchern, buchstäblich Tausende Einreichungen, kein Scherz! Sie kamen in Form von Treatments, Drehbüchern und Telefongesprächen.

Peter Farrelly:
Und das waren alles Leute, die du noch nie zuvor getroffen hattest, stimmt’s? Sie schickten das Zeug einfach über Agentuern.

Charlie Wessler:
Das stimmt, ich glaube von 95% der Leute hatte ich noch nie etwas gehört. Wir hatten sogar Schauspieler, die uns Ideen am Telefon anboten – alle möglichen Sorten von Leuten hatten mich angerufen, bekannte Leute aus Film und Fernsehen. Eine Menge schaffte es nicht in den Film, leider, denn einige von denen waren wirklich lustig. Rainn Wilson schrieb eins, das sehr gut war, doch am Ende des Tages hatten wir einfach nicht genug Geld, alle Drehbücher zu verfilmen, die wir liebten.

Peter Farrelly:
Dann bekamen wir Rocky und Jeremy.

Charlie Wessler:
Ja, Rocky Russo und Jeremy Sosenko, die irgendwie unsere Kernautoren wurden. Ich hatte mit diesen zwei Managern gesprochen, die gerade erst diese zwei Typen aus Second City Chicago unter Vertrag bekamen. Sie riefen mich an, um zu sehen, wonach ich suchte. Ich hatte erst später herausgefunden: Sie hatten vom Straßenrand aus angerufen. Sie waren in zwei Wagen unterwegs von Chicago nach L.A., weil sie beschlossen hatten, dass es an der Zeit wäre, nach L.A. zu ziehen, um Berufsautoren zu werden. Sie waren noch nie in L.A.. Damit begann unsere Beziehung. Sie haben wohl 20 verschiedene Drehbücher geschickt. Und was toll ist, ich könnte sie anrufen und sagen „Der-und-der will eins machen, aber sie mögen nicht die Drehbücher, die wir haben.“ Und sie würden dann innerhalb von zwei Stunden urkomisches Zeug schreiben.

Peter Farrelly:
Der nächste Schritt war, einige große Schauspieler zu verpflichten. Und wir wollten wirklich Leute, die man bei einer solch unerhörten Komödie niemals erwarten würde. Und das Lustige daran ist: Sie wollten das machen, weil es kurz war – nur zwei Tage außerhalb ihrer Terminpläne, wo sie nicht dasselbe machen müssen, was sie sonst immer tun. Sie könnten aus sich heraustreten und Leute zum Lachen bringen.

Charlie Wessler:
Ich fing an, Drehbücher an Agenten zu schicken. Ich rief sie an und sagte: „Hier habt ihr 15 Drehbücher. Ihr entscheidet, was ihr euren Klienten schickt.“ Jede dieser Agenturen war ein wenig schüchtern, mit diesem verrückten Material zu ihren Klienten zu gehen. Also brauchten wir zunächst ein paar Freunde an Bord.
Hugh Jackman war der erste, der unterzeichnet hat. Ich hatte ihn bei der Hochzeit eines Freundes getroffen. Und wir brauchten eine Schauspielerin, also riefen wir Kate Winslets Agentin Hylda Queally an, die wirklich wunderbar und offen war für die zwei Schwachköpfe, die sie angerufen hatten. Eine Menge Agenten hatten Angst vor dem Ding, aber Leute wie Hylda haben es total begeistert angenommen und fanden es witzig. Sie wussten, dass es verzwickt ist, sich aber andererseits auch als wirklich lustig herausstellen könnte. Sie gab es also Kate, und ein paar Wochen später, sagte sie, sie würde es machen.
Und nachdem wir die beiden an Bord hatten, und Pete deren Kurzfilm „The Catch“ gedreht hat, hatten wir den Leuten etwas zu zeigen, woraufhin diese sofort anbissen. Es war toll. Wir hatten Ryan Kavanaugh und Tucker Tooley, die Relativity Media leiten, in unseren Schneideraum eingeladen, um es sich anzusehen. Und sie haben voll verstanden, was wir zu tun beabsichtigten. Ryan sagte einfach: „Lasst uns diesen Film machen!“

Peter Farrelly:
Es hing bei einer Menge dieser Leute alles wirklich von deren Terminplänen ab. Charlie rief sie an und sie sagten: „Ja, ich würde das gern machen, bin aber gerade mitten beim Drehen. Ich könnte das in neun Monaten, nächsten September.“ Und er sagte darauf: „Ausgezeichnet, dann sehen wir uns im September.“ Deshalb hat der Film auch vier Jahre gebraucht – er lag nicht einfach in irgendeinem Regal. Wir bekamen, wen wir bekamen, wenn wir ihn bekamen. So lief das Ganze ab.

Charlie Wessler:
Genauso lief es mit den Regisseuren. John Penotti, Pete und ich machten uns Listen. Darauf hatten wir hunderte von Schauspielern, die wir haben wollten, und Listen von etwa 50 Regisseuren. Es war einfach irrsinnig. Wir suchten nach unseren Lieblingsregisseuren, doch bei denen war es genauso wie bei den Schauspielern – manche waren einfach unabkömmlich. Es war nicht wie bei den Schauspielern, die mal schnell 1-2 Tage vorbeischauen konnten, um zu drehen. Ein Regisseur dreht, schneidet und mischt ab. Aber letzendlich bekamen wir ein paar wirklich tolle Leute zusammen.

Peter Farrelly:
Es ist komisch, man könnte denken, es wäre schwerer, Leute zum Lachen zu bringen, wenn man nur 7 Minuten hat, im Gegensatz zur regulären Spielfilmlänge von 90 Minuten. Tatsächlich sind aber 7 Minuten irgendwie leichter, weil man nicht aus der Puste kommt. Du musst es drehen und dann nix wie weg, weil man nicht viel Zeit mit den Schauspielern hat.
Aber alles fängt mit dem Drehbuch an. Wenn du ein witziges Drehbuch hast, dich danach richtest und ihm treu bleibst, und an dem Drehtag witzige Sachen findest, dann hast du witzigen Scheiß. Und diese Leute haben sich alle daran versucht und warteten mit einigen skandalösen Kurzfilmen auf.

Charlie Wessler:
Sag ihnen, woher der Name „Movie 43“ herkommt! Es hieß nämlich für eine lange Zeit lediglich „Farrelly/Wessler Untitled Comedy“. Und dann, eines Tages, rief mich Pete an und sagte: „Ich hab einen Titel! Ich hab einen Titel!“ Ich dann: „Wie lautet er?“ Und er sagt: „Movie 43.“

Peter Farrelly:
Oh ja, ich fahre also meinen Sohn und seine Freunde nach hause, sie sind etwa zehn, und ich höre ihren Gesprächen zu. Sie fingen dann an mit: „Hast du das im Internet gesehen? Habt ihr jemals ,Movie 43’ gesehen?“ Ich werde munter: „,Movie 43’? Was ist ,Movie 43’?“ Er dann: „Oh, das ist dieser tolle Film, online. Er soll verrückt sein, echt irre!“ Nun, sie hatten ihn nie gesehen. Und es stellte sich heraus, dass er gar nicht existierte. Aber der Titel war fest in meinem Kopf.

Charlie Wessler:
Wir haben Monate lang davon gesprochen. Und dann kamen Rocky und Jeremy mit der Idee von Kindern, die in einem Zimmer sitzen und eines von ihnen sagt: „Hey, wir sollten uns ,Movie 43’ ansehen!“ So kam das also zustande.

Und jetzt…solltet ihr Movie 43 sehen!

Was gibt es zu sehen? Einen Typen, dem Klöten unter dem Kinn herunterhängen, einen Jungen, der daheim von den Eltern unterrichtet wird, von denen aber genauso behandelt wird wie von Klassenkameraden, eine junge Frau, die sich gerne auf die Hand kacken lässt, ein junges Pärchen, das sich mit unanständigen Dialogen verabschiedet, Superhelden beim Speed-Dating, eine Extremversion von „Wahrheit oder Pflicht“, Gerard Butler als Kobold(!), einen mp3-Player in Form einer nackten Frau, die sich echt anfühlt, alle Systemelemente der weiblichen Periode, eine masturbierende Katze und ein schwarzes Basketballteam, das sich vom Trainer deren Herkunft erklären lassen muss – kurzum: Kentucky Fried Movie reloaded! Wer die Farrellys und vor allem deren Filme kennt, der weiß, worauf er sich hier einlässt – naja, zum Teil. Hauptsache ist, es gibt viel zu lachen unterhalb der Gürtellinie! Ach ja, und wenn man die Ziffern im Titel einzeln ausspricht, bekommt man „Movie fo(u)r (th)free“ – „Film umsonst“. Das ist der größte Gag des Films – dass man dafür trotzdem bezahlen muss… ■ mz

OT: Movie 43
USA 2013
Komödie
94 min
FSK 16

mit
Hugh Jackman (Davis) The Catch
Kate Winslet (Beth) The Catch
Liev Schreiber (Robert) Homeschooled
Naomi Watts (Samantha) Homeschooled
Jeremy Allen White (Kevin Metzger) Homeschooled
Chris Pratt (Jason) The Proposition
Anna Faris (Vanessa) The Proposition
J.B. Smoove (Larry) The Proposition
Emma Stone (Veronica) Veronica/CVS
Kieran Culkin (Neil) Veronica/CVS
Jason Sudeikis (Batman) Robin’s Big Speed Date
Justin Long (Robin) Robin’s Big Speed Date
Leslie Bibb (Wonder Woman) Robin’s Big Speed Date
Uma Thurman (Lois Lane) Robin’s Big Speed Date
Kristen Bell (Supergirl) Robin’s Big Speed Date
Bobby Cannavale (Superman) Robin’s Big Speed Date
John Hodgman (Der Pinguin) Robin’s Big Speed Date
Halle Berry (Emily) Truth or Dare
Stephen Merchant (Donald) Truth or Dare
Nicole „Snooki“ Polizzi Truth or Dare
Gerard Butler (Chaun) Happy Birthday
Johnny Knoxville (Pete) Happy Birthday
Seann William Scott (Brian) Happy Birthday
Richard Gere (Boss) iBabe
Kate Bosworth (Arlene) iBabe
Jack McBrayer (Brian) iBabe
Aasif Mandvi (Asif) iBabe
Chloë Grace Moretz (Amanda) Middle School Date
Christopher Mintz Plasse Middle School Date
Patrick Warburton Middle School Date
Jimmy Bennett Middle School Date
Elizabeth Banks (Amy) Beezel
Josh Duhamel (Anson) Beezel
Terrence Howard (Coach) Victory’s Glory
u.a.

drehbuch
Rocky Russo
Jeremy Sosenko
Jack Kukoda
Steve Baker
Will Carlough
Patrik Forsberg
Matthew Alec Portenoy
Greg Pritikin
Elizabeth Wright Shapiro
Tobias Carlson
Jacob Fleisher
Will Graham
James Gunn
Claes Kjellstrom
Bill O’Malley
Olle Sarri
Jonathan van Tulleken
Jonas Wittenmark

musik
William Goodrum

kamera
Frank G. DeMarco
Steve Gainer
William Rexer
Tim Suhrstedt

regie
Peter Farrelly The Catch, Truth or Dare
Will Graham Homeschooled
Steve Carr The Proposition
Griffin Dunne Veronica/CVS
James Duffy Robin’s Big Speed Date
Brett Ratner Happy Birthday
Steve Brill iBabe
Elizabeth Banks Middle School Date
James Gunn Beezel
Rusty Cundieff Victory’s Glory

produktion
Relativity Media
Virgin Produced
GreeneStreet Films
Wessler Entertainment
Witness Protection Films

verleih
Constantin

Kinostart: 24. Januar 2013

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22.01.2013 | mz |
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