Montag, 20. Mai 2019

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Sam Raimi, der für seine Tanz der Teufel- und Spider-Man-Trilogie bekannt ist, inszenierte diese Vorgeschichte zum Zauberer von Oz, um einen Schwindler und Scharlatan, einem „Magier“ eines kleinen Zirkus’ in Kansas, der durch einen Wirbelsturm in eine fantastische Welt gelangt, die zufällig auch noch seinen Namen trägt, und dort bereits erwartet wird…

Lyman Frank Baum, der zwischen 1900 und 1920 insgesamt 14 Romane veröffentlichte, die alle in dem von ihm so lebendig beschriebenen Fantasieland spielen, hat den biografischen Hintergrund des Zauberers von Oz nie ausführlich erläutert. Und genau darin lag der Reiz für Produzent Joe Roth: »Ich liebe Geschichten, die den Hintergrund und die Herkunft bestimmter Figuren beleuchten, und ich liebte den dramaturgischen Ansatz: die Frage, wie der Zauberer von Oz wohl zu seiner Position gekommen war. Deshalb fand ich die Idee großartig, zurück zu den Wurzeln, zurück zu Baums Büchern zu gehen und sich dann den biografischen Hintergrund des Zauberers auszumalen.«

»Zu Beginn wird ein Schwindler und Trickbetrüger, der in einem kleinen Zirkus arbeitet, in einem Heißluftballon von einem Tornado erfasst und landet schließlich in diesem magischen Land namens Oz«, erläutert Drehbuchautor Mitchell Kapner die für den Film neu entwickelte, aber von den Büchern L. Frank Baums inspirierte Geschichte.

»Weil sein Spitzname Oz ist, wird seine Ankunft in Oz mit einer alten Prophezeiung in Verbindung gebracht, dass eines Tages ein neuer, mächtiger und großer Anführer nach Oz kommen wird. Da die böse Hexe das ganze Land unter ihre Kontrolle gebracht hat, sehen die Bewohner von Oz in diesem fremden Besucher hoffnungsvoll den angekündigten großen Zauberer. Als sie seinen Namen auf dem Ballon sehen, verbeugen sie sich vor diesem Mann, der ein ganz gewöhnlicher Sterblicher ist.

Dieser Mann hat sich sein ganzes Leben lang durchgemogelt. Er besitzt nicht die Zauberkräfte, die diese Hexen einsetzen können, und kann doch ihr Anführer werden und der bösen Hexe die Herrschaft über die Smaragdstadt wieder entreißen. Mir gefiel diese sich entwickelnde Dynamik: Die Bewohner von Oz erwarten, dass er dieser mächtige Zauberer ist, während er selbst aber genau weiß, dass dem nicht so ist. Trotzdem kann er Anspruch auf den Thron erheben und im Grunde König werden, wenn es ihm nur gelingt, genügend Menschen von seinen Qualitäten zu überzeugen. Im Verlauf der Geschichte aber erkennt er, dass es hier nicht nur um ihn geht. Er muss das alles machen, um Oz und seine Bewohner zu retten.«

Die Parallelen zur „Fortsetzung“ Der Zauberer von Oz sind offensichtlich. Beginnen tut der Film ebenfalls in Kansas, in Schwarz-Weiß und im 4:3-Vollbild-Format. Da wir uns aber im 21. Jahrhundert befinden, ist der Film, so auch die Szenen in Schwarz-Weiß, in 3D. Als besonderen Effekt hat sich Raimi dazu entschlossen, gewisse dreidimensionale Effekte dem 4:3-Rahmen entfleuchen zu lassen. Wenn Oscar dann schließlich ins Wunderland treibt, wird die Szenerie zum Breitbild aufgeschoben, wie es schon in manch anderen Filmen gemacht wurde.

Während im Zauberer von Oz Dorothy mit dem Zinnmann, dem Löwen und der Vogelscheuche ihren Weg durch Oz sucht, die alle ebenfalls Figuren ihrer realen Welt entsprechen, so findet auch Oscar seine Begleiter auf seiner Odyssee durch das fantastische Land. Da ist zum Einen sein Assistent Frank, der in Oz einen geflügelten Affen darstellt, der seine Tasche tragen „darf“.

»Zu Beginn des Films, bevor Oscar seine Reise nach Oz antritt, spiele ich Frank, den treuen Assistenten von Oz«, erläutert Zach Braff seine Figur. »Er ist die rechte Hand des Zirkuszauberers und sein Assistent, der nicht genügend Anerkennung für seine Arbeit findet. Im magischen Land Oz fülle ich dann Finley, den fliegenden und sprechenden Affen, mit Leben. Im Verlauf der Geschichte unternehmen die beiden gemeinsam diese Reise und werden Freunde. Irgendwie ist Finley Franks Seele und Gewissen. Jetzt findet er endlich die Anerkennung und Freundschaft von Oz, nach der sich Frank in Kansas so sehr gesehnt hatte.«

Dann gibt es das im Rollstuhl sitzende Mädchen, das sich während Oz’ letzter Vorstellung von ihm wünscht, er möge sie doch wieder zum Laufen bringen. Natürlich musste er das abwiegeln, da er ja bekanntlich keine magischen Kräfte besitzt. Als er dann in Oz auf ein Porzellanmädchen trifft, dessen Heimatstadt samt Mitbewohner zerstört wurde (im Original wirkendes Wortspiel: China Town wegen dem wertvollen China-Porzellan und dementsprechend ihr Name im englischen Original: China Girl!), kann er ihre abgetrennten Beine mit Leim ankleben, den er in seiner Tasche mit sich trägt -äh- tragen lässt.

»Ihre Beine sind zerbrochen, doch dieses Mal kann Oz ihr helfen«, erläutert James Franco. »Jetzt zeigt er sich dieser Situation gewachsen und bringt das Mädchen durch seine magischen „Heilmethoden“ zu der Überzeugung, dass er wirklich der große Zauberer ist, den alle in Oz sehnlichst erwarten.«

»Am Ende des Films hat sich diese Kleinfamilie komplett ausgebildet«, beschreibt Zach Braff das Band, das sich zwischen Oz, Finley und dem Porzellanmädchen entwickelt hat. »Auf gewisse Weise ist aus dieser bunt zusammengewürfelten Gruppe von Außenseitern eine Familie entstanden. Allein hätten diese Underdogs nichts erreichen können. Doch gemeinsam entwickeln sie sich zu einer kleinen Gruppe von Helden, die schließlich die Welt von Oz rettet.«

Die dritte Figur, die Oscar in beiden Welten wiederfindet, ist seine Freundin Annie, die in der realen Welt leider mit jemand anderem verlobt ist. Hinsichtlich der Verbindung zum Zauberer von Oz sei gesagt, dass Annie mit Nachnamen Gale heißt, sie somit vermutlich Dorothys Mutter wird.

»Im Film verkörpere ich zwei Figuren«, geht Michelle Williams ins Detail. »Zu Beginn spiele ich Annie, ein junges Mädchen, das auf einer Farm in Kansas lebt und mit Oscar befreundet ist. Später bin ich dann als Glinda, die gute Hexe, zu sehen. Sie ist die jüngere Ausgabe der berühmten Glinda, die wir aus den „Oz“-Büchern kennen. Ich sehe meine Figur als eine Hexe, die diese in den Büchern gezeigten Kräfte erst noch entwickeln muss.«

»Michelle spielt die junge Frau, die Oscar/Oz liebt – zunächst als Annie, die Jugendliebe von Oscar, dann schließlich als Glinda«, erläutert Regisseur Sam Raimi. »Annie kann das Gute erkennen, das in Oscar steckt, obwohl er von diesem Weg, ein guter Mann sein zu wollen, irgendwie abgekommen ist. Sie versucht, das Gute wieder aus ihm herauszulocken, aber er ist von seinem Traum von Ruhm und Reichtum, von seiner Vision, ein großer Mann zu werden, so geblendet, dass er den Reichtum vor seinen Augen, den diese Frau verkörpert, nicht erkennt.

Als Oscar später nach Oz kommt, begegnet er Annie wieder – nun in der Gestalt von Glinda, die Annies Alter Ego ist. Erst jetzt kann Oz sich endlich mit ganzem Herzen auf diese Liebe einlassen. Dazu war seine Figur in Kansas, mit all ihren Beschränkungen, noch nicht in der Lage. In Oz entwickelt sich Oscar zu einem Mann von echter Größe, der andere genauso wertschätzt wie sich selbst. Und erst dann wird er Glindas Liebe auch würdig.«

Neben der Smaragdstadt und der „Yellow Brick Road“, dem gelb gepflasterten Ziegelsteinweg dorthin, gibt es da noch eine Figur, die man in der Fortsetzung wiederfindet: Theodora, die „böse Hexe aus dem Westen“, wie sie später genannt wird. »Wenn wir im Film Theodora zum ersten Mal sehen, erkennen wir in ihr eine gute Hexe«, beschreibt Sam Raimi diese Figur. »Als Oscar ihr nach seiner Ankunft in Oz begegnet, ist er von ihrer Schönheit verzaubert. Sie strahlt große Unschuld aus, ihr zentrales Anliegen ist das Wohl ihres Volkes und sie lässt sich leicht von James’ Figur manipulieren. Zu diesem Zeitpunkt in der Geschichte ist Oscar ein großer Manipulator und ein selbstsüchtiger Flirtprofi. Er umwirbt und erobert sie romantisch, dann verlässt er sie und bricht ihr das Herz.«

»Theodora ist eine ausgesprochen nette, sanfte, aber auch naive Hexe, die wirklich Frieden nach Oz bringen will«, erläutert Mila Kunis ihre Figur. »Sie glaubt unerschütterlich an das Gute, an die Verbesserung der Gesellschaft, der Menschen und der Welt. Gleichzeitig verleugnet sie das Böse so sehr, dass es für sie nicht einmal existiert.

Auf dem Sterbebett prophezeite Glindas Vater, dass eines Tages ein Mann nach Oz kommen und das Land retten werde. Sie sieht diesen Heißluftballon vom Himmel fallen und auf dem Ballon den Schriftzug „Der große und mächtige Oz“. Und sofort und ohne jeden Zweifel ist sie davon überzeugt, dass dieser Mann der große und mächtige Zauberer ist, der nach Oz gekommen ist, um das Land vor der bösen Hexe zu retten.«

Neu in diesem Prequel ist die Figur der Evanora, gespielt von Rachel Weisz: »Was mir an meiner Figur Evanora besonders gefiel, war die Möglichkeit, richtig böse sein zu können. Sie ist durch und durch verkommen. Sie genießt es, böse zu sein, und das mochte ich an dieser Figur. Ich liebte das Drehbuch, es entwickelte sehr fantasievoll eine Hintergrundgeschichte für die Figur des Zauberers und der drei Hexen.«

»Sie muss den Zuschauer überzeugen können, dass sie wirklich die Beraterin des Königs und ein guter Mensch ist, der sich nur um das Wohl der Smaragdstadt und ihrer Bewohner sorgt und kümmert«, erzählt Raimi. »Später erkennt man, dass es ihr nicht darum ging, etwas Gutes zu tun. Man erkennt die düsteren Züge in ihrer Persönlichkeit und dass sie so böse ist, wie man es sich nur vorstellen kann. Rachel ist einfach wunderbar und wunderschön in dieser Rolle. Sie hat wirklich Humor in die Darstellung dieser Figur eingebracht. In den Szenen, in denen sie sich wirklich böse geben kann, war sie sehr witzig und voller Leben.«

Drehbuchautor Mitchell Kapner erklärt, wie diese Figur zu ihrem Namen kam: »In Baums erstem „Oz“-Buch fiel der Name Evanora überhaupt nicht. Weil es zu dieser Figur keine Details gab, konnten wir vieles erfinden. Ich entschied mich, ihr den Namen Evanora zu geben, weil die ersten beiden Silben ausgesprochen an „evil“ erinnern, und der Namen gut zu dem ihrer Schwester Theodora zu passen schien.«

Natürlich wäre die fantastische Welt von Oz ohne die Munchkins nicht komplett. »Es sind kleine Wesen, die gerne singen und tanzen, hübsche Kleider herstellen und grundsätzlich stets fröhlich und glücklich sind«, erklärt Sam Raimi. Und so kommt es auch, dass sie bei ihrem ersten Auftritt im Film zu singen beginnen und Oscar sie alsbald bittet, damit aufzuhören. Im Gegensatz zum Zauberer von Oz wird in diesem Film schließlich nicht gesungen!

Zu den weiteren Bewohnern gehören da noch die Quadlings und die Tinker (Bastler). »Die Tinker sind 90-jährige Gentlemen ohne Weitblick, sie erkennen nichts, was weiter als 15 Zentimeter vor ihnen liegt, sind dafür aber erstaunliche Erfinder und Architekten«, erläutert Grant Curtis, Raimis Produktionspartner. Darüber hinaus gibt es in Oz die Winkies, die Wachen der Smaragdstadt. Sam Raimi beschreibt sie als »drei Meter große Soldaten, mit denen die böse Hexe die Bewohner der Smaragdstadt terrorisiert. Sie sind so eine Art stehendes Heer, unterstützt von einer Art Luftwaffe, die ihre geflügelten Paviane bilden.«

»Wir haben uns wirklich größte Mühe gegeben, die Figuren, die so stark mit der Oz-Mythologie verknüpft sind, menschlich zu gestalten«, fasst Drehbuchautor David Lindsay-Abaire zusammen. »Ich hoffe sehr, dass die Zuschauer neben den Figuren, die sie aus den Büchern kennen und lieben, auch eine Beziehung zu diesen neuen Charakteren aufbauen können. Diese menschliche Geschichte, die wir hier erzählen, ist aufregend. Sie erweitert alles, was wir bisher über das magische Land Oz wussten und macht es tatsächlich noch besser.«

Die fantastische Welt von Oz schafft es, ohne Gesang die Vorgeschichte des weltbekannten Musicals zu erzählen. Wahnsinnig bunt, mitreißend spannend, unterhaltsam komisch und mit originellen Einfällen und Wendungen schafft es Sam Raimi, das Publikum zu begeistern. Auch wenn der Film mit Computertechnik und 3D aufwartet, so bringt er doch das Flair der Fortsetzungsgeschichte mit hinüber. Mit verantwortlich dafür ist Oscar®-Preisträger Robert Stromberg, der die jeweiligen Sets erbaute, die dann hinterher mit den CGI-Effekten vermischt wurden.

Insgesamt entwarf Stromberg für den Film 30 komplette Sets, darunter legendäre Schauplätze wie den gelben Ziegelsteinweg oder die Smaragdstadt. Darüber hinaus gibt es auch neue Schauplätze und Sets zu bestaunen: Dazu gehören der Thronsaal der bösen Hexe, der Whimsie-Wald, in dem Oz erstmals Theodora begegnet, der Dunkelwald, in dem Glinda als gute Hexe in die Geschichte eingeführt wird, und schließlich auch der „Porzellanladen“, dessen Bewohner aus Porzellan bestehen.

Zum 5. Mal arbeitete Danny Elfman mit Raimi zusammen. Elfman, der für diverse bekannte Titel- und natürlich Filmmusiken bekannt ist, komponierte für Die fantastische Welt von Oz 110 Minuten Musik und damit doppelt so viel wie bei seinem letzten Filmprojekt. Seine größte kreative Herausforderung war dabei, alles musikalisch miteinander zu verbinden, eine musikalische Kontinuität für den ganzen Film zu entwickeln.

Was die Zuschauer erwartet, dazu sagt Sam Raimi abschließend: »Ich hoffe, sie lachen und verlieben sich in den Zauberer. Ich hoffe, sie werden von der bösen Hexe und ihren geflügelten Pavianen in Schrecken versetzt. Und ich glaube, dass entlang des gelben Ziegelsteinwegs noch einige Überraschungen auf sie warten. Am Ende des Films, das wünsche ich mir, sollten sich die Zuschauer darüber freuen, dass das Gute triumphiert hat. Und ich hoffe, dass sie beflügelt und mit einem positiven Gefühl das Kino verlassen.« ■ mz

OT: Oz the Great and Powerful
Fantasy/Abenteuer
USA 2013
127 min
3D
FSK 6

mit
James Franco (Oscar „Oz“ Diggs) Marius Clarén
Mila Kunis (Theodora) Anja Stadlober
Rachel Weisz (Evanora) Andrea Loewig
Michelle Williams (Annie/Glinda) Luise Helm
Zach Braff (Frank/Finley) Marcel Collé
Bill Cobbs (Meisterbastler) Klaus Sonnenschein
Joey King (Mädchen im Rollstuhl/Porzellanmädchen) Vivien Gilbert
Tony Cox (Knuck) Tobias Lelle
Abigail Spencer (May) Melanie Hinze
Bruce Campbell (Torwächter) Matthias Klages
Ted Raimi (Skeptiker) Matthias Klages
u.a.

drehbuch
Mitchell Kapner
David Lindsay-Abaire
basierend auf dem Roman „The wonderful Wizard of Oz“ von L. Frank Baum

musik
Danny Elfman

kamera
Peter Deming

regie
Sam Raimi

produktion
Walt Disney Pictures
Roth Films

verleih
Disney

Kinostart: 7. März 2013

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08.03.2013 | mz |
Kategorien: Filme | ohne