Montag, 20. Mai 2019
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Celeste und Jesse verstehen sich trotz Trennung blendend.
© dcm

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► Interview mit Rashida Jones

In einer immer komplexer werdenden Welt mit einem immer komplizierter werdenden alltag wird das Führen einer „ganz normalen Beziehung“ nicht unbedingt einfacher – das müssen auch Celeste und Jesse feststellen, die eine äußerst fortschrittliche Ex-Ehe führen. Trotz Trennung leben sie noch immer Tür an Tür, sind über das Tun und Lassen des Anderen stets informiert und verbringen fast jede freie Minute miteinander. Sie verstehen sich so gut, dass selbst ihre besten Freunde den innigen Umgang der beiden „offiziell Getrennten“ nicht mehr ertragen können.

Als deshalb die erfolgreiche und selbstbewusste Celeste den mal wieder arbeitslosen und wenig zielstrebigen Jesse um die Scheidung bittet, beginnen die Schwierigkeiten: Jesse, der Celeste immer noch liebt, will keinen endgültigen Schlussstrich ziehen. Doch auch Celeste merkt mit der Zeit, dass sie Jesse nicht wirklich gehen lassen will – schon gar nicht mit einer neuen Frau an seiner Seite…


„Was zum Teufel ist ein Baby Björn?“
„Ein ganz kleiner schwedischer Mann.“

Lachend geben Rashida Jones und Will McCormack Auskunft über die Parallele zum wahren Leben, die in ihrem gemeinsam verfassten Drehbuch besteht: »Als Paar hatten wir eine sehr kurzlebige und schon lang zurückliegende Geschichte«, erzählt McCormack. »Nachdem wir in den späten Neunzigern für drei Wochen miteinander liiert waren, stellten wir fest, dass wir als Freunde und letzten Endes auch als Schreibpartner besser zusammenpassten. Nach ein paar erfolglosen Versuchen einigten wir uns im Sommer 2008 auf eine Idee von Rashida, von der wir beide das Gefühl hatten, dass sie einen ehrlichen und erfrischenden Ansatz bot:

Was wäre, wenn ein Paar, das früh geheiratet hat und zusammen älter geworden ist, feststellt, dass es besser wäre, sich scheiden zu lassen – aber die Freundschaft auf keinen Fall aufgeben möchte? Ist es möglich, nach einer Trennung Freunde zu bleiben? Kann man sich das Beste aus einer Beziehung bewahren, auch wenn man sich nicht die Zeit nimmt, die negativen Seiten aufzuarbeiten? Kann man jemanden aus tiefstem Herzen lieben und trotzdem nicht zueinanderpassen? Das waren Fragen, die auch anderen aus unserer Generation vertraut zu sein schienen.«

McCormack fährt fort: »Celeste und Jesse sind sicherlich etwas übertriebene Versionen von uns beiden. Celestes Entwicklung ist interessant, schließlich hält sie sich anfangs für so clever, dass sie den Liebeskummer einfach austricksen kann. So etwas passiert immer nur den anderen Leuten. Sie selbst versucht alles, um dieses Gefühl zu vermeiden.«

Tatsächlich bietet Celeste eine Weiterentwicklung des typischen Alphaweibchens, das in Spielfilmen normalerweise schlecht wegkommt. »Celeste ist eine hochtourig laufende Karrierefrau und Jesse ist der typische große Junge, der sich stets passiv verhält und einfach nicht erwachsen werden und Verantwortung übernehmen will – das ist natürlich alles Klischee«, erklärt Rashida Jones. »Aber das Gleichgewicht zwischen ihnen gerät Celeste zunehmend aus der Kontrolle, was sie als Kontrollfreak verrückt macht. Als sie erkennt, dass sie Jesse verlieren wird, ist sie völlig überrumpelt.«

Celestes Streberseite wird mehr Raum, aber auch mehr Glaubwürdigkeit verliehen, als es dem Stereotyp der Alphafrau normalerweise zugestanden wird. »Ich persönlich kann mich mit einem Satz wie: „Der Vater meiner Kinder wird ein Auto haben.“ absolut identifizieren«, merkt Produzentin Jennifer Todd an, selbst eine erfolgreiche Powerfrau, die sowohl Blockbuster als auch Independentfilme produziert.

Regisseur Lee Toland Krieger fügt hinzu, dass »man auch 2012 noch sehr selten Karrierefrauen im Film sieht, die mehr sind als nur eine Karikatur. Rashidas Figur ist im Berufsleben sehr energisch und knallhart, sie besitzt aber gleichzeitig auch eine gewisse Milde und Melancholie.«

Liebe und Freundschaft sind die zwei zentralen Themen des Films. Auch bei den Mitwirkenden von Celeste & Jesse gibt es jede Menge langjährige Beziehungen verschiedenster Art: Andy Sambergs Freundschaft mit Rashida Jones besteht beispielsweise seit seinen Anfängen als Stand-up-Comedian in Los Angeles. Beiden gelingt es glaubwürdig, vor der Kamera ein romantisches Knistern zu erzeugen, obwohl sie im wahren Leben „nur“ beste Freunde sind.

Die Produzentin Jennifer Todd und Rashida kennen sich schon seit der High School, wo Rashida noch bewundernd zu der etwas älteren und als besonders cool geltenden Jennifer aufsah, und Jennifer wiederum gab Will McCormack eine seiner ersten Filmrollen in The Boiler Room. Jennifers Schwester und Geschäftspartnerin Suzanne hat auch dieses Projekt wieder einmal mit ihrer Schwester gemeinsam in Angriff genommen (diesmal zusammen mit Lee Nelson). Und Chris Messina, der Celestes überraschend scharfsinnigen Verehrer Paul spielt, ist Jennifers Ehemann.

Celeste & Jesse ist jedenfalls nicht der beworbene Film zum Valentinstag. Dafür ist er zu wenig positiv und auch weniger Komödie als beworben. Sicher, es gibt einige urkomische Szenen, doch im Großen und Ganzen geht es doch schließlich um Trennung, zu langes Warten und allgemeine Ziellosigkeit – Dinge, die einfach Jeden ansprechen, und die viele von uns nachvollziehen können. In gewissem Sinne ist es wie ein Film für Kinder der 80er, die ziel- und planlos durch das Leben schlendern und nicht wissen: Nehme ich jetzt Tor 1, Tor 2 oder Tor 3? Und hinter einer Tür verbirgt sich schließlich dann der Zonk – wie in diesem Film.

In der Grundstimmung weiß der Film nicht so recht, welche Richtung er einschlagen soll, genauso wie die Hauptfiguren im Film sich nicht im Klaren sind, wohin sie getrieben werden. Und plötzlich spielt dann ein Baby eine Rolle und das Ende ist besiegelt. Will McCormack abschließend: »Heute glaube ich, ich verhalte mich richtig, und morgen weiß ich vielleicht, dass es total falsch war. Die Zeit vergeht wirklich sehr schnell und man kann nie vorhersehen, was noch kommt. Das hat mein Vater mir früher immer gesagt und ich wollte es nicht glauben. Aber je älter ich werde, umso klarer wird mir, dass es wirklich stimmt.« ■ mz

OT: Celeste & Jesse forever
USA 2012
Drama/Komödie
96 min
FSK 0

mit
Rashida Jones (Celeste)
Andy Samberg (Jesse)
Ari Graynor (Beth)
Eric Christian Olsen (Tucker)
Elijah Wood (Scott)
Will McCormack (Skillz)
Kate Krieger (Yogurt Girl)
Chris Messina (Paul)
Rebecca Dayan (Veronica) Sanam Afrashteh
Emma Roberts (Riley)
Chris Pine (Mystery Buddy)
u.a.

drehbuch
Rashida Jones
Will McCormack

musik
Zach Cowie
Sunny Levine

kamera
David Lanzenberg

regie
Lee Toland Krieger

produktion
Team Todd
Envision Media Arts
PalmStar Entertainment

verleih
DCM

Kinostart: 14. Februar 2013

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09.02.2013 | mz |
Kategorien: Filme | ohne