Mittwoch, 26. Juni 2019

Milla Jovovich als Alice
© Constantin Film

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Wir treffen die ikonische Actionheldin Alice genau dort wieder, wo man sie am Ende von Resident Evil: Afterlife zuletzt sah – an Bord des Schiffs „Arcadia“, wo sie gehofft hat, andere Überlebende der Epidemie zu entdecken. Kaum hatte sie diese befreit, sieht sich Alice erneut mit den Umbrella-Truppen konfrontiert: Ihre einstige Verbündete Jill Valentine und eine Flotte von V-22-Hubschraubern greifen an. Ihre Order: Jeder Schuss soll tödlich sein.

»Wir fangen da an, wo der letzte Film aufgehört hat,« erklärt Regisseur Paul W.S. Anderson. »Das Ende des letzten Films war ein epischer Cliffhanger. Und wir wollten die Geduld der Fans wirklich belohnen, mit einer Eröffnung, die die lange Wartezeit wert ist. Und dann wollten wir eine völlig andere Richtung einschlagen. Wir haben mit diesem Film einen gewaltigen konzeptionellen Sprung gewagt. Wir malen auf einer globalen Leinwand, und die Action ist größer als jemals zuvor.«

Vielleicht hätten sie doch beim bisherigen Konzept bleiben sollen. Mit diesem „Sprung“ haben sie eigentlich alle Fans der bisherigen Filme verärgert. Der 5. Film der Reihe wirft Fragen auf, die die Filme davor ad absurdum führen. Albert Wesker, zum Beispiel, ist am Ende des letzten Films im Hubschrauber explodiert, taucht hier aber wieder auf, unversehrt. Woher kommen die Klone? Hat die Umbrella Corporation jeden Mitarbeiter geklont? Und woher kommen die Klon-Kinder? Und, um das offene Ende vorweg zu nehmen, warum braucht Wesker Alice, um die Amok laufende K.I. „Rote Königin“ zu bekämpfen? Braucht man dafür nicht eher Computerexperten?!

Fragen über Fragen… Die Zombies geraten immer mehr in den Hintergrund, stattdessen wird in voller Shooter-Game-Manier draufgehalten, was die Bewaffnung hergibt. Im Umbrella-Hauptquartier, in dem verschiedene Testwelten aufgebaut sind (Moskau, New York, Tokio usw.), werden die „Helden“ des Films auf Ballerspielchen herabgewürdigt. Dialoge sind, wenn überhaupt, minimal gehalten und wenig aussagekräftig, was den Film zu einem Haufen Dünnschiss dezimiert. Und das in 3D!

Anderson sah eine ausgezeichnete Gelegenheit, seine für einen Fanboy typischen Obsessionen auszuleben. »Ich liebe es, Resident Evil-Filme zu machen,« sagt er. »Sie haben alles, was ich an den Filmen mochte, die ich in meiner Jugend gesehen habe – sexy Mädchen, große Action, coole Kulissen. Es macht Spaß, sie anzusehen. Und es macht Spaß, sie zu drehen. Wir haben uns mit jedem Film immer weiter gesteigert, aber dieser hier ist ganz besonders spektakulär.«

Sexy Mädchen, große Action und coole Kulissen sind aber auch das Einzige, was den Film ausmacht – pubertär und hinterwäldlerisch reiht sich damit der Film in die Riege spektakulärer Fehltritte der Filmwelt ein. Man muss die vorangegangenen Filme gesehen haben, um die zahlreichen Anspielungen und Figurenbeziehungen zu verstehen, obwohl die Hauptfiguren des letzten Films kaum mitspielen. Einzig Boris Kodjoes Luther West darf hier sinnlos weitermachen, nur um am Ende doch noch zu sterben, ohne die Rolle weiter ausfüllen zu können. Diese Rolle im Rettungsteam hätte auch eine beliebig andere Figur übernehmen können…

In jeder Folge von Resident Evil haben die Filmemacher Wert darauf gelegt, Elemente der Games in die Handlung aufzunehmen, die bei der Hardcore-Game-Gemeinde ganz besonders beliebt sind. »Wir passen gut auf, was die Fans zu sagen haben,« erklärt Anderson. »Ihr Feedback ist von unschätzbarer Bedeutung, wir hören da ganz genau hin. Deshalb sind die Hunde und die Lickers in den Filmen zu finden. Deshalb haben wir Jill in die Franchise geholt. Diesmal haben wir die Figuren Leon Kennedy, Barry Burton und Ada Wong mit in die Geschichte gepackt. Die Leute haben sich für sie stark gemacht.«

Im Film bilden Barry Burton, Leon S. Kennedy und Luther West ein bestens aufeinander eingespieltes Team. Vom ersten Aufeinandertreffen an war die Chemie zwischen den drei Schauspielern ungewöhnlich gut – vor und hinter der Leinwand. »Wir reißen viele Witze,« erzählt der Este Johann Urb. »Boris und ich, wir kennen uns schon ewig, und bei Kevin und mir hat es sofort Klick gemacht. Die Kameraderie zwischen uns ist wunderbar entspannt. Wir hatten eine klasse Zeit, und ich denke, das sieht man auch auf der Leinwand.«

Durand, Urb und Kodjoe sind allesamt größer als ein Meter achtzig, das macht sie automatisch zu einem visuell beeindruckenden Team. »Dies ist die erste Produktion, bei der ich mir wegen meiner Körpergröße nicht vorkam, als sei ich einem Zirkus entsprungen,« sagt Kevin Durand (Robin Hood, LOST). »Boris ist 1 Meter 95 groß, Johann ist ein 1 Meter 90 groß und ich knapp zwei Meter. Als wir gemeinsam durch Toronto liefen, dachten die Leute, wir würden zur Basketballmannschaft der Raptors gehören und fragten uns um Autogramme.«

Aber auch wenn die Stimmung am Set bahnbrechend lustig zu sein schien, transferiert sie sich nicht in den Film. In den vergangenen Filmen war immer irgendwo ein augenzwinkernder Gag eingebaut, was im fünften Abenteuer von Alice im weiß-roten Regenschirmland in unfreiwillige Komik umschlug. Die titelgebende „Vergeltung“ müsste sich im Kinokassenboykott äußern, denn nur mit zahlreichen Wiederholungen von Kampfszenarien kann man niemanden vom Hocker fallen lassen… ■ mz

OT: Resident Evil 5
GB/D/USA 2012
Horror/Science Fiction/Action
FSK: 16
96 min
3D

mit
Milla Jovovich (Alice) Meret Becker
Sienna Guillory (Jill Valentine)
Bingbing Li (Ada Wong)
Boris Kodjoe (Luther West)
Johann Urb (Leon S. Kennedy) Patrick Schröder
Robin Kasjanow (Sergej) Roman Wolko
Kevin Durand (Barry Burton)
Michelle Rodriguez (Rain)
Aryana Engineer (Becky)
Ofilio Portillo (Tony)
Oded Fehr (Todd/Carlos)
Colin Salmon (One)
Shawn Roberts (Albert Wesker)
LMegan Charpentier (Red Queen)
u.a.

drehbuch
Paul W.S. Anderson

musik
tomandandy

kamera
Glen MacPherson

regie
Paul W.S. Anderson

produktion
Davis Films/Impact Pictures (RE5)
Constantin Film International

verleih
Constantin

Kinostart: 20. September 2012

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19.09.2012 | mz |
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