Dienstag, 23. Juli 2019

Matt, Robert und Jed beobachten die Eindringlinge
© Concorde

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John Milius war der geistige Schöpfer und Drehbuchautor von Francis Ford Coppolas gefeiertem Antikriegsfilm Apocalypse Now. In Zeiten des Kalten Krieges, als US-Präsident Ronald Reagan die Sowjetunion zum „Reich des Bösen“ erklärte, sorgte Milius 1984 mit seiner Regiearbeit Red Dawn, die in Deutschland Die Rote Flut heißt, für ein Politikum. Demonstranten in aller Welt verteilten Flugblätter und wollten Kinogänger daran hindern, sich den Film anzuschauen, in dem eine Schülergruppe zur Guerillatruppe wird, um ihre Kleinstadt im Bundesstaat Colorado gegen russische und kubanische Invasoren zu verteidigen.

„Als es um die Freiheit geht, tauschen sie ihre Schulbücher gegen MGs“, stand damals auf den deutschen Filmplakaten. Der vieldiskutierte Film machte seinen jungen Hauptdarsteller Charlie Sheen zum Weltstar, Patrick Swayze und Jennifer Grey spielten 1984 schon ein Liebespaar, was sie drei Jahre später im Kinohit Dirty Dancing höchst erfolgreich wiederholten.

Auch Dan Bradleys Red Dawn vereint nun die heißesten jungen Hollywoodstars der Gegenwart in einem Film. Das Remake nutzt alle technischen Möglichkeiten des Filmemachens, um eine zeitlose Geschichte für das neue Jahrtausend fit zu machen. »Das Remake ist stark vom Original inspiriert worden«, sagt Produzent Tripp Vinson. »Die große Fangemeinde des Originals wird vieles wiedererkennen, aber zugleich haben wir die Geschichte dem neuen politischen Weltbild unserer Zeit angepasst.«

Diesmal sind es die Nordkoreaner, die mit russischer Unterstützung in die USA einfallen. Besonderes Augenmerk legten die Produzenten auf die feindliche Invasion, die den Film in Gang setzt. »Wir wollten gleich zum Auftakt neue Maßstäbe setzen«, sagt Produzent Beau Flynn. »Im Original sieht man vielleicht 30 Fallschirmspringer, aber bei uns färbt sich der Himmel schwarz vor lauter Flugzeugen und Fallschirmspringern.«

Regisseur Dan Bradley, der bislang als Second Unit Regisseur fungierte, steuerte die Idee bei, dass sich ein nordkoreanisches und ein US-Flugzeug einen Luftkampf liefern, eines von beiden explodiert und eine Tragfläche direkt in das Nachbarhaus der jungen Helden kracht. Die Brüder Jed und Matt fliehen im Auto aus der Stadt und sammeln unterwegs ihre Freunde für den Widerstand auf.

»Diese Hochgeschwindigkeitsszene raubt jedem Zuschauer den Atem«, verspricht Flynn. Tripp Vinson teilt diese Begeisterung: »Dan Bradley stellt einmal mehr unter Beweis, dass er mit jedem neuen Film auch neue Maßstäbe für das Actiongenre setzt… Die wahre Größe eines Actionfilms zeigt sich darin, dass inmitten des schlimmsten Chaos auch die menschliche Seite, also die Schicksale und Beweggründe der Figuren, nicht zu kurz kommen.«

Da liegt auch schon einer der Unterschiede zum Original. Die Figuren in der Neuverfilmung sind nicht mehr so eindimensional wie im Original, wo eher auf Handlung und Parolen gesetzt wurde. Auch wirkt die ganze Inszenierung nicht mehr so holprig wie im Original. Hier und dort gibt es zwar Änderungen, doch im Groben ist die Handlung gleichgeblieben.

Spokane ist eine ganz normale Kleinstadt im US-Bundesstaat Washington – bis eines Morgens überraschend Kriegsflugzeuge und Fallschirmjäger aus Nordkorea den Himmel verdunkeln. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte werden die Vereinigten Staaten von Amerika durch eine feindliche Armee angegriffen und besetzt.

Während die Einwohner in Gefangenschaft geraten, scharen der US-Marine Jed Eckert und sein Bruder Matt eine Gruppe mutiger Teenager um sich herum. Die Wolverines, wie sie sich nach ihrem Footballteam nennen, ziehen in den Kampf gegen die nordkoreanische Übermacht und bringen den USA Frieden und Freiheit zurück.

1984 funktionierte die Geschichte, da die angegriffene Stadt von jeglicher Kommunikation abgekapselt wurde und Wege weit waren. In der heutigen Zeit von Satellitenfernsehen und Internet schien die Umsetzung schwerer. Doch die Drehbuchautoren ließen sich etwas einfallen, das schon oft in Filmen und Serien erfolgreich umgesetzt wurde – den elektromagnetischen Impuls (EMP). Plötzlich gab es keinen Strom mehr, alle elektronischen Geräte funktionierten nicht mehr. Somit konnte die Invasion starten.

»Trotz aller Actionszenen erzählt der Film vor allem eine Geschichte von Brüdern, Freunden und Familie«, sagt Schauspieler Chris Hemsworth. Da er auch im wahren Leben zwei Brüder hat, fiel ihm die Identifikation mit der Rolle des großen Bruders sehr leicht. Um den perfekt ausgebildeten Marine glaubhaft spielen zu können, unterzog sich Hemsworth einem dreimonatigen Training durch den Irak-Veteran John Barton.

Hinterher war der Schauspieler so sehr mit dem Alltag eines Soldaten vertraut, dass er (in originalgetreuer Uniform) auch einen einwöchigen Lehrgang für die weiteren Schauspieler des Films leitete und sich deren Respekt als Anführer sicherte. »Sie aßen dieselbe Nahrung wie Soldaten, reinigten ihre Waffen, bauten sie allein auseinander und wieder zusammen«, sagt Produzent Beau Flynn.

Jeder Darsteller wurde im Umgang mit den unterschiedlichsten Waffen wie der AK-47 oder Raketen- und Granatenwerfern geschult und mit Luftdruckpistolen in den Kampf gegen echte Marines geschickt. Die Folge waren viele blaue Flecken durch feindliche Treffer und somit die Erkenntnis, wie hart und gefährlich der Einsatz als Soldat sein kann.

Obwohl die Geschichte in Spokane im Bundesstaat Washington spielt, fanden die Dreharbeiten weitgehend in Detroit, Michigan, statt. »Wir durften in der Innenstadt und in den Außenbezirken Actionszenen drehen, für die wir anderswo vermutlich niemals eine Genehmigung bekommen hätten«, lobt Produzent Tripp Vinson die Kooperationsbereitschaft der Stadt. Die hatte mit der Sperrung ganzer Viertel ebenso wenig Probleme wie mit gewaltigen Explosionen im Stadtzentrum.

»Wir haben quasi an jedem Drehtag etwas Großes in die Luft gejagt«, sagt Executive Producer Kevin Halloran, der bei aller Sprengkraft stets auf die Einhaltung des Budgets achten musste. »Uns stand bei weitem nicht so viel Geld zur Verfügung wie zum Beispiel Michael Bay für seine Transformers-Filme, aber wir konnten Actionszenen drehen, die mindestens genauso cool sind wie die in den Jason-Bourne-Filmen, obwohl wir auch deren Budget nicht zur Verfügung hatten.«

Produzent Tripp Vinson betont, dass die Handlung des Films, trotz aller realen Bedrohungen in unserer Zeit, reine Fiktion ist: »Wer 1984 John Milius’ Die Rote Flut sah, wusste genau, dass Russland und Kuba nicht in die USA einmarschiert sind, so wie jetzt auch Nordkorea die USA nicht angegriffen hat. Wenn man aber dieses Fantasyelement erstmal akzeptiert hat, können sich die Handlung und mit ihr die Geschichten der einzelnen Figuren glaubwürdig enfalten.«

Auch wenn die Dialoge etwas pathetisch daherkommen, ist der Film doch ein recht spannend umgesetzter Kriegsfilm. Der Film aus dem Restbestand der Pleite gegangenen Filmfirma MGM wurde bereits 2010 bereitgestellt, kommt jedoch erst jetzt ins Kino, wo sich Chris Hemsworth (Thor) und Josh Hutcherson (Die Tribute von Panem) mittlerweile einen Namen gemacht haben. Was bleibt, ist die essentielle Frage, die Produzent Beau Flynn stellt: »Was tust du, wenn deine Heimatstadt oder dein Land angegriffen werden? Kämpfst du oder läufst du weg?« Da der Film zwischen Weihnachten und Neujahr in die Kinos kommt, vermutet der Verleih wohl Letzteres. Ob Original oder Remake – beide Filme lassen zu wünschen übrig. Wenn man jedoch beide Filme „best of both worlds“-mäßig zusammenlegt, könnte ein bombastisches Epos herauskommen… ■ mz

OT: Red Dawn
USA 2010
Action/Kriegsfilm
FSK: 16
93 min

mit
Chris Hemsworth (Jed Eckert) Tommy Morgenstern
Josh Peck (Matt Eckert)
Josh Hutcherson (Robert Kitner)
Adrianne Palicki (Toni Walsh)
Isabel Lucas (Erica Martin)
Connor Cruise (Daryl Jenkins)
Edwin Hodge (Danny)
Brett Cullen (Tom Eckert) Erich Räuker
Alyssa Diaz (Julie) Julia Stoepel
Julian Alcaraz (Greg)
Will Yun Lee (Captain Cho)
Jeffrey Dean Morgan (Tanner)
Fernando Chien (Lt. Pak)
u.a.

drehbuch
Carl Ellsworth
Jeremy Passmore
basierend auf dem Originaldrehbuch von Kevin Reynolds und John Milius

musik
Ramin Djawadi

kamera
Mitchell Amundsen

regie
Dan Bradley

produktion
Contrafilm
MGM
Vincent Newman Entertainment

verleih
Concorde

Kinostart: 27. Dezember 2012

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27.12.2012 | mz |
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