Montag, 20. Mai 2019

Joseph Gordon-Levitt als Wilee in den Straßen von New York
© Sony Pictures

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Wer kennt sie nicht, die Kurierrowdies, die bei Rot über die Ampel sausen und sich der StVO widersetzen? Joseph Gordon-Levitt spielt in Premium Rush einen solchen, der mit Hochgeschwindigkeit durch die Straßen New Yorks rast, um seine Ware so schnell wie möglich ans bezahlte Ziel zu bringen – eine Art Transporter auf zwei Rädern.

Schnellen Autos, verrückten Taxifahrern, geöffneten Fahrzeugtüren und acht Millionen übellaunigen Fußgängern ausweichen zu müssen, gehört zum ganz normalen Arbeitsalltag von Wilee, denn er ist der beste und flinkste Fahrradkurier von New York. Man muss schon von einem gewissen Schlag sein, um das Fixie fahren zu können – ein superleichtes Fahrrad mit nur einem Gang und keiner Bremse.

Alle, die damit fahren, haben zwei Dinge gemeinsam: Sie sind überaus begabte Fahrradfahrer und selbstmörderische Spinner. Denn jedes Mal, wenn sie sich auf diesem Rad in den Verkehr stürzen, riskieren sie, als Schliere auf der Straße zu enden. Fahrradkuriere sind es also gewohnt, ständig ihr Leben aufs Spiel zu setzen, doch für Wilee kommt es eines Tages kurz vor Feierabend ganz besonders dick: Was wie eine ganz normale „Eilprämie“-Routinelieferung beginnt, endet in einer Hetzjagd auf Leben und Tod quer durch die Straßen von Manhattan.

Die Sicherheit der Ware ist höchstes Gebot für Wilee, was der korrupte Detective Monday (vermutlich als Gegenteil des aufrechten Sgt. Friday in Dragnet konzipiert) zu spüren bekommt. Ihm bleibt nur wenig Zeit, seine Spielschulden zu bezahlen. Da kommt ihm der Hinweis zurecht, dass eine besondere Geldlieferung an einen Menschenschmuggler unterwegs ist, die Nima, eine Freundin von Wilee, in Auftrag gegeben hat…

»David ist ein wahrer Geschichtenerzähler – ein klassischer Geschichtenerzähler«, sagt der Hauptdarsteller. »Er macht die Action aufregend, nicht indem er sie groß inszeniert, sondern weil er die Geschichte und die Figuren genau richtig fertigt. Das macht den Film richtig dynamisch.

Der ganze Film spielt auf dem Rad. Ich trainierte vor dem Dreh ungefähr 6 Wochen, 5 Tage die Woche. Meine Form musste gut genug sein, um 12 Stunden am Tag diese Szenen zu drehen. Ich wusste, ich könnte nicht einfach sagen „Oh, ich bin knülle“, während eine 500 Mann starke Belegschaft darauf wartete, dass ich zu Atem komme.«

Der hyperaktive Schauspieler, der mit seiner eigenen Firma unter seinem Pseudonym HitRecordJoe Nachwuchskreativität fördert und eine Plattform bereitstellt, hatte auch seinen ganz privaten, „Großes-Lächeln-im-Gesicht“-Spaß. Er war auch von dem Charakter seiner Figur angezogen, der für das Heute lebt und sich keine Gedanken um Morgen macht, was wiederum hinderlich ist für dessen On/Off-Beziehung mit Kollegin Vanessa, die mehr auf Sicherheit aus ist.

Dania Ramirez (Heroes, X-Men: Der letzte Widerstand, American Pie – Das Klassentreffen) spielt Vanessa und hat ganz besondere Erfahrungen bei ihren Recherchen gemacht: »Ich klinkte mich an dieses Mädchen, das Fahrradkurier war, und musste feststellen, dass weibliche Fahrradkuriere genau dieselben Hindernisse in den Weg gelegt bekommen wie Frauen in anderen Geschäftsbereichen.

Du bist da draußen und musst dich sichtbar machen. Du musst die Leute wissend machen, dass mit dir nicht zu spaßen ist, ganz besonders in New York City. Was ich auf jeden Fall über die weiblichen Fahrradkuriere sagen kann, die ich getroffen habe, ist, dass sie sich nicht unterkriegen lassen.«

Für eine Rolle musste sich David Koepp etwas besonderes einfallen lassen: Als Fahrradpolizist, der Wilee verfolgt, ist Stuntman Christopher Place zu sehen, der die Gelegenheit bekam, die nur wenige seiner Zunft bekommen – Aufmerksamkeit und einen wohl verdienten Platz im Abspann: »Ich hatte eine Menge Zusammenstöße und rollte mit meinem Gesicht direkt in die Kameralinse. Ich denke nicht, dass viele Stuntmen die Gelegenheit bekommen, eine bedeutende Rolle wie diese in einem Film zu bekommen, also liebte ich es.«

Einer der führenden konsultierten Kuriere war Austin Horse, der auch als einer der vier Stunt Doubles für Wilee diente. Austin wurde ausgewählt, als er Fahrräder für die Produktion bereitstellte. Das Produktionsteam lernte, dass er für seine Geschwindigkeit und Agilität internationale Fahrradkurierpreise gewonnen hat.

»Ich bin 10 Stunden am Tag auf der Straße und habe ungefähr 30 Aufträge in diesen 10 Stunden«, erklärt Horse. »Das Radfahren in der Stadt nimmt definitiv zu, vor allem wegen den Umweltbezügen, den Bezügen zur Lebensqualität. Wir haben hier so eine Art Familie, eine Gemeinde, wo die Leute auf einander aufpassen. Was mich betrifft, hat es mich zu all dem geöffnet, was ich in meinem Leben anfangen will. Es ist ein befreiendes Werkzeug – es gibt mir Freiheit.«

»Was man nicht sieht, wenn man sie einzeln auf der Straße betrachtet, ist, dass sie eine ziemlich eng verknüpfte Gruppe sind«, sagt Ramirez. »Es geht nicht nur darum, Rad zu fahren. Es geht eigentlich um diese echt coole Untergrundkultur. Für die Kuriere ist das Rad wie ihr Baby. Sie sprechen von ihrem Rad wie von einem Verwandten. Dasselbe gilt für ihre Helme – jeder Sticker bedeutet etwas.«

»Wenn du eine Menge fährst (und ich habe das nur in geringem Ausmaß mitgemacht), beginnst du zu fühlen, wie das Rad zu einer Erweiterung deines Körpers wird«, sagt Joseph Gordon-Levitt. »Es ist weniger ein Gefährt, auf dem man sitzt, sondern eher etwas, das ein Teil von dir wird.«

Wer sich also schon immer mal gefragt hat, was in den Köpfen dieser waghalsigen Kurirerfahrer vorgeht, und wie diese ihre Arbeit meistern, der sollte sich den Film ansehen. Und wenn man selbst in der Stadt mit dem Rad unterwegs ist, bekommt dann schon mal Lust, wie Wilee dem Verkehr zu trotzen. Aber nicht vergessen: Die Sicherheit geht trotzdem vor!

Das sieht man auch in den Einstellungen, in denen Wilee diverse Szenarien im Kopf durchspielt, wie er über die befahrene Kreuzung kommen könnte, bis er die sichere Variante dann ausübt. Dazu braucht man höchste Aufmerksamkeit und Streckenkenntnis! Der Film ist aber vor allem auch ein Film für Adrenalinjunkies, denn das Tempo ist unglaublich rasant.

Zusätzlich dazu gibt es auch noch ein Beziehungsdrama und vor allem eine spannende Handlung. David Koepp, der sich in seinen bisherigen Filmen eher mit dem Übernatürlichen beschäftigt hat, schuf nun einen Actionthriller im Stil der 70er Jahre, gedreht an Originalschauplätzen und ohne großartige Digitaleffekte. Das kann sich sehen lassen! ■ mz

OT: Premium Rush
USA 2012
Action/Thriller
FSK: 12
91 min

mit
Joseph Gordon-Levitt (Wilee) Robin Kahnmeyer
Michael Shannon (Det. Bobby Monday) David Nathan
Dania Ramirez (Vanessa) Anja Stadlober
Wolé Parks (Manny)
Aasif Mandvi (Raj)
Anthony Chisholm (Tito)
Jamie Chung (Nima)
Christopher Place (Fahrradpolizist)
Boyce Wong (Mr. Lin)
Henry O (Mr. Leung)
u.a.

drehbuch
David Koepp
John Kamps

musik
David Sardy

kamera
Mitchell Amundsen

regie
David Koepp

produktion
Pariah

verleih
Sony

Kinostart: 18. Oktober 2012

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26.10.2012 | mz |
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