Dienstag, 23. Juli 2019

Nikola Kojo, Miloš Samolov
© Neue Visionen/Vukašin Veljić

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Interview mit dem Regisseur

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Der ehemalige Kriminelle Limun besitzt eine Sicherheitsfirma, ist Kriegsveteran und dazu höchst homophob. Seine Verlobte Pearl steckt mitten in Hochzeitsvorbereitungen. Ihr Hochzeitsplaner ist der schwule Mirko. Frustriert von Limuns schwulenfeindlichen Beschimpfungen, will Mirko den Job schon schmeißen, als Pearl ihrem Verlobten ein Ultimatum stellt: Nicht nur besteht sie darauf, dass Mirko bleibt. Das Jawort spricht sie nur dann, wenn Limuns Firma die von Mirko und seinem Freund organisierte Gay-Pride-Parade beschützt, die massiven Anfeindungen ausgesetzt ist.

Das Alphatier muss schließlich gemeinsam mit dem schwulen Pärchen für die Rechte von Homosexuellen kämpfen. Ohne Unterstützung der Polizei. Auf der Suche nach Sympathisanten reisen sie gemeinsam durch ein zerrissenes Land und engagieren dubiose Mitstreiter für eine gerechte Sache. Die alten Feinde (Serben, bosnische Muslime, Kosovo-Albaner und kroatische Kriegsveteranen) bilden zusammen eine utopische Truppe der besonderen Art, die es mit bunten Luftballons und Regenbogenfahnen gegen fiese Nationalisten und Neonazis aufnimmt.

Für die Regie und das Drehbuch ist Srdjan Dragojević verantwortlich, der ursprünglich ausgebildeter Psychotherapeut ist und erst danach, 1987, sein Filmstudium an der mazedonischen Universität angefangen hat. Nach internationalen Erfolgen auf diversen Filmfestivals, vor allem in den USA, zog er mit seiner Familie nach Los Angeles. Heute findet er seine künstlerische Freiheit eher in Serbien als in Amerika, sagt er. So zog es ihn 2001 wieder zurück, und wir können uns über diesen lustigen Osteuropa-Film freuen.

Entsprechend der sympathisch, holprigen Vita des Regisseurs, geht es auch in seinem Film zu. Parada könnte ein früher Kusturica sein. Erzählt werden die Organisationsschwierigkeiten zur ersten Gay-Pride-Parade in Belgrad. Trotz sprudelnder Situationskomik, hat dieser Film einen ernsten Unterton. Die Schwulenfeindlichkeit und die alte Kriegsrivalität zwischen den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens spielen gleichzeitig wichtige Rollen im Film wie die aktuelle Neonazibewegung in Osteuropa. Der Film nennt sich zu recht „Politisch völlig inkorrekt und dabei rasend komisch". Auch für Leute, die keinen Zugang zum Queer-Millieu haben, ist dieser Film eine echte Entdeckung. ■ bh

OT: Parada
SRB/SLO/HR/MK 2011
Tragikomödie
FSK: 12
115 min

mit
Nikola Kojo (Limun)
Miloš Samolov (Radmilo)
Hristina Popovi (Pearl)
Goran Jevtić (Mirko)
Goran Navojec (Roko)
Dejan Aćimović (Halil)
Toni Mihajlovski (Azem)
u.a.

drehbuch
Srdjan Dragojević

musik
Igor Perovic

kamera
Dušan Joksimović

regie
Srdjan Dragojević

produktion
Film and Music Entertainment (F&ME)
Eurimages
Delirium
Mainframe Productions
Sektor Film Skopje
Forum Ljubljana

verleih
Neue Visionen

Kinostart: 13. September 2012

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12.09.2012 | mz |
Kategorien: ohne