Samstag, 20. Juli 2019

Jérémie Renier als Claude François
© StudioCanal

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Vielen wird der Name Claude François wahrscheinlich nichts sagen. Der in Ägypten geborene Franzose war in seiner neuen Heimat, in die seine Familie nach der Öffnung des Suezkanals zurückkehren musste, zum Star geworden. Sein strenger Vater kam nie darüber hinweg, seinen Lebensunterhalt als Verwalter beim Bau des Kanals als auch seine lieb gewonnene Heimat Ägypten zu verlassen. Er investierte all sein Geld in die Ausbildung seines Sohnes als Anwalt. Doch dieser hatte andere Interessen…

Claude interessierte sich schon immer für Musik, ob als Kind tanzend auf dem Marktplatz oder in Frankreich für die Musik von Frank Sinatra & Co. Als er dann einen Job als Schlagzeuger bekam, entfernte sich sein arbeitsloser Vater erbittert von ihm. Claude musste nun das Geld für den Haushalt verdienen. Hinzu kam schließlich noch, dass seine Mutter, sobald sie Geld bekam, dieses im Casino verspielte.

Claude nahm Gesangsunterricht und kniete sich in seine Arbeit, um Geld zu verdienen. Ende 1960 zog François nach Paris und hatte dort 1962 mit „Belles, Belles, Belles“ (seiner französischsprachigen Adaption von „Made to love“ von den Everly Brothers) seinen ersten großen Erfolg als Sänger, dem bald weitere auch mit eigenen Kompositionen folgten. Bei einem seiner Auftritte in Monaco lernte er auch seine erste Frau, die Tänzerin Janet Woolacot, kennen.

Die liebesdurstige Ehe scheiterte jedoch bereits nach zwei Jahren an seiner Besessenheit und Eifersucht, sie wurden jedoch erst 1967 geschieden. Nach einer missglückten Beziehung mit der Sängerin France Gall komponierte er zunächst auf Englisch das Lied „For you“, aus dem dann zusammen mit Jacques Revaux und Gilles Thibault „Comme d’Habitude“ entstand, eines seiner erfolgreichsten Chansons. Mit neuem englischen Text von Paul Anka, der das Stück durch einen Fernsehauftritt von François kennengelernt hatte, wurde das Lied als „My Way“ 1969 durch Frank Sinatra, den Claude stets bewunderte, ein Welthit.

1967 lernte er Isabelle Forêt kennen, aus dessen Beziehung die Kinder Claude Junior (genannt Coco) und Marc hervorgingen. Durch Claudes Popularität geriet auch Coco ins Rampenlicht, woraufhin er den Zweitgeborenen Marc von der Öffentlichkeit abkapselte. 1967 gründete François auch seinen eigenen Plattenverlag Flèche (dt.: Pfeil), auf dem er sein Album „Comme d’Habitude“ herausbrachte und für das er neben seinen eigenen Platten bis zum Verkauf des Labels 1977 eine Vielzahl weiterer Chansonniers gewann.

Auch in den 1970er Jahren blieb François mit eigenen Liedern und vor allem mit einer Vielzahl von aus dem englischen und amerikanischen Markt gecoverten Stücken einer der beliebtesten Sänger Frankreichs. Zu seinen Erfolgen dieser Jahre zählt u.a. „La plus belle Chose du Monde (seine Adaption des Hits „Massachusetts“ von den Bee Gees). Umgekehrt wurde etwa François’ Chanson „Parce que je t’aime, mon enfant“ (1971) von Bill Martin und Phil Coulter ins Englische übertragen und 1975 als „My Boy“ von Elvis Presley gecovert.

Auch seine Beziehung zu Isabelle scheiterte an dem Druck und an seinen zahlreichen weiblichen Fans, denen er immer wieder mal nicht wiederstehen konnte. 1972-1976 war er mit der Finnin Sofia Kiukkonen liiert. Claude war ein Perfektionist. Er wollte ganz nach oben, um seinem Vater zu beweisen, dass er mit Musik Geld verdienen kann. Hatte sich ihm irgendetwas oder irgendwer in den Weg gestellt, hat er sich von dieser Person verabschiedet – sei es seine Gefährtin, ein Assistent oder sein Produzent.

Eine Zeit lang verbarrikadierte er auch seine Mutter in einer Pariser Wohnung, damit ihr niemand Geld leihen konnte, das sie hätte verspielen können. Sein Imperium wurde immer größer. Er brachte auch ein eigenes Modemagazin heraus und fotografierte zusätzlich Models, was er als Frauenmagnet benutzte. Seine Begierde nach mehr Ruhm und Anerkennung war unersättlich.

François’ Album „Le Téléphone pleure“ (1974) wurde der größte kommerzielle Erfolg seiner Karriere und verkaufte sich schon innerhalb weniger Wochen nach der Veröffentlichung mehr als 2 Millionen Mal. Insgesamt hat er mehr als 500 Chansons hinterlassen. Am 11. März 1978, einem Samstag, starb Claude François in seiner Pariser Wohnung an einem Stromschlag, als er von der Badewanne aus eine defekte Lampe in seinem Badezimmer richten wollte. Am selben Nachmittag hätte er bei der TV-Aufzeichnung seine bereits eingespielte neueste Single „Alexandrie, Alexandra“ vorstellen sollen, die dann postum in der folgenden Woche erschien.

Im März 2000 wurde der Platz vor seiner letzten Pariser Wohnung (46, Boulevard Exelmans) im 16. Arrondissement zu seinen Ehren in Place Claude François umbenannt. Im Jahr 2005 wurde auch in seiner Geburtsstadt Ismaïlia in Ägypten eine Straße nach ihm benannt. Von allen vergöttert, auf der Bühne kaum zu bändigen, durch und durch Geschäftsmann, aber auch Familienvater und Frauenheld. Das alles war Cloclo, wie er auch genannt wurde – ein vielseitiger, moderner und getriebener Mann, der für Liebe und Anerkennung zu allem bereit war.

Regisseur Florent Emilio Siri hat sich in den 90er Jahren zunächst in der Videoclipindustrie einen Namen gemacht. Seinen Kinodurchbruch hatte er mit dem Actionfilm Das tödliche Wespennest. Es folgte der Film Hostage – Entführt mit Bruce Willis und Ben Foster. Dann verließ Siri das LAPD und wandte sich mit Der Feind in den eigenen Reihen – Intimate Enemies den algerischen Freiheitskämpfen zu.

Sein Film Cloclo, dessen deutscher Titel mehr mit seinem ersten und vermutlich einzig wirklichen Welthit zu tun hat als mit ihm selbst, ist eine Hommage an dieses außergewöhnliche Talent, die seine Höhen und Tiefen zeigt, hervorragend interpretiert von Jérémie Renier (Der Pakt der Wölfe, Der Junge mit dem Fahrrad). Wie so oft bei Biografien leidet die Dramaturgie unter den wahren Begebenheiten. Man hat keinen großen Spielraum, um Spannung aufkommen zu lassen. Dadurch wirken die zweieinhalb Stunden auch recht lang.

Damit auch alles so authentisch wie möglich aussah, war auch Claudes Sohn Marc François an der Produktion beteiligt. Neben seinen bekanntesten Hits ist im Film auch eine liebevoll gestaltete Filmmusik von Frankreichs derzeit berühmtesten Komponisten Alexandre Desplat zu hören. Cloclo ist unbedingt ein Film für Fans seiner Musik. Er bietet aber auch historische Aspekte, die nebenbei erwähnt werden. Außerdem sind die Hauptfiguren hervorragend gespielt. Lediglich bei der Besetzung von „T-Bag“ Robert Knepper (Prison Break) als Frank Sinatra kommen ein paar Fragezeichen auf. ■ mz

OT: Cloclo
F 2012
Drama/Musik/Biografie
FSK: (12)
148 min

mit
Jérémie Renier (Claude François)
Benoît Magimel (Paul Lederman)
Monica Scattini (Chouffa François)
Sabrina Seyvecou (Josette François)
Marc Barbé (Aimé François)
Ana Girardot (Isabelle Forêt)
Joséphine Japy (France Gall)
Maud Jurez (Janet Woollacot)
Sophie Meister (Kathalyn Jones)
Janicke Askevold (Sofia)
Eric Savin (Jean-Jacques Tilche)
Édouard Giard (Ticky Holgado)
Jérémy Charbonnel (Christian Morise)
Alison Wheeler (Sylvie Mathurin)
Robert Knepper (Frank Sinatra)
Emmanuel Rossfelder (Gilbert Bécaud)
Arthur Defays (Johnny Hallyday)
Thomas Dufour (Claude François als Kind)
u.a.

drehbuch
Florent-Emilio Siri
Julien Rappeneau

musik
Alexandre Desplat

kamera
Giovanni Fiore Coltellacci

regie
Florent-Emilio Siri

produktion
LGM Productions
Flèche Productions
24C Prod
StudioCanal
TF1 Films Production
Rockworld
JRW Entertainment
Emilio Films
uFilm
uFund
Belgacom
Canal+
Ciné+
TF1
A Plus Image 3
Coficup
Backup Films
Région Wallone
Le Fonds d’Action de la Sacem
Le Tax Shelter du Gouvernement Fédéral de Belgique

verleih
StudioCanal

Kinostart: 13. Dezember 2012

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12.12.2012 | mz |
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