Montag, 20. Mai 2019

Tommy Lee Jones, Will Smith
© Sony Pictures

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► Rekordpremiere in Berlin

In Men in Black™ III kehren die Agenten J und K zurück – und zwar gerade noch rechtzeitig. Denn in den 15 Jahren, die J bereits bei den Men in Black war, hat er zwar schon so einige unerklärliche Dinge gesehen, aber nichts, nicht einmal die Aliens, macht ihn regelmäßig so perplex wie sein ironischer und wortkarger Partner.

Als Ks Leben und das Schicksal des ganzen Planeten auf dem Spiel stehen, muss Agent J eine Zeitreise in die Vergangenheit unternehmen, um alles wieder einzurenken. Dabei findet J heraus, dass es im Universum Geheimnisse gibt, in die K ihn nie eingeweiht hat – Geheimnisse, die sich ihm offenbaren, als er sich mit dem damals noch jungen Agenten K zusammentut, um das Leben seines Partners, die Agentur und die Zukunft der ganzen Menschheit zu retten.

10 Jahre sind vergangen, seitdem Kinogänger zuletzt miterleben durften, wie die „Men in Black“ die Erde vor dem Abschaum des Universums beschützten. Seither gab es ohne Unterlass wilde Spekulationen über einen möglichen dritten Film und seinen Inhalt – wobei Will Smith betont, dass immer feststand, dass es eine dritte Folge der Reihe geben sollte.

»Wir kamen an einen Punkt, an dem wir alle den Eindruck hatten, eine unverbrauchte und mitreißende Geschichte gefunden zu haben, die das Publikum in eine Zeit und an einen Ort führen würde, die man in dem Franchise noch nicht gesehen hatte«, sagt Smith. »In diesem Film schließt sich der Kreis. Es geht um die Ursprünge ihrer Beziehung, darum, wie stark sie wirklich ist.

Tatsächlich haben wir schon seit Jahren mit der Idee gespielt. Das Konzept hatten wir bereits, bevor es den zweiten Film gab. Aber die Idee brauchte eben erst einmal ihre Zeit, um zu reifen. Was wir machen mussten, war die Geschichte um noch eine Ebene anzuheben. Und es gab nur einen Weg, das zu bewerkstelligen: Wir mussten tiefer und tiefer in die Figuren eindringen, noch intensiver die Beziehung beleuchten, als wir es in den vorangegangenen Filmen getan hatten.«

Die Geschichte von Men in Black™ III transportiert die Filmemacher zurück – zurück zu den Ursprüngen der Figuren, zurück zu den Schlüsselmomenten ihrer Beziehung, damit man sich auf die Schlüsselelemente fokussieren konnte, die sie 15 Jahre auf Abstand voneinander halten ließen, und nach Wegen suchen konnte, wie man die Konflikte aus dem Weg räumt.

»Zu Beginn des Films sind J und K immer noch Partner. Aber in all der Zeit zusammen haben sie nicht allzu viel übereinander in Erfahrung gebracht«, sagt Produzent Walter F. Parkes. »Tatsächlich ist es so, dass zu Beginn der Geschichte gerade Agent Zed aus dem Leben geschieden ist, und K hält eine Trauerrede, in der nicht die geringste Information enthalten ist, um was für einen Menschen es sich bei Zed gehandelt hat. Und das, obwohl Zed angeblich 45 Jahre lang sein bester Freund gewesen sein soll.

Das ist der Grund, warum J sich seine Gedanken zu machen beginnt und sich nach all den Jahren die Frage stellt, was er wirklich über diesen Typen weiß, neben dem er sitzt. Das ist der Auslöser für unsere Geschichte, und dazu kommt noch, dass gerade ein Alien entflohen ist: K hatte diesen „Boris, die Bestie“ vor 40 Jahren geschnappt und eingesperrt, und nun kehrt Boris zurück, um es K heimzuzahlen.«

Boris reist zurück in das Jahr 1969 und tötet K. Niemand im Jahr 2012 hat eine Vorstellung davon, dass K vor 40 Jahren nicht ums Leben gekommen ist. Niemand außer J, der sich fragt, was mit seinem Partner geschehen ist. Um K zu retten, folgt J Boris zurück in die Vergangenheit. Und während er die Reise antritt, sieht er auch eine Gelegenheit, etwas mehr über seinen Partner in Erfahrung zu bringen.

»J sieht die Rettung von K als einmalige Gelegenheit an, ein paar Geheimnisse über K in Erfahrung zu bringen. Er hofft, herausfinden zu können, warum K immer so übel gelaunt und distanziert ist«, sagt Regisseur Barry Sonnenfeld. »Aber dann stellt sich heraus, dass der junge Agent K ein offener, freundlicher und aufgeschlossener Typ ist.«

Der Agent K im Jahr 1969 wird von Josh Brolin gespielt, der eine kluge und gewitzte Darstellung als junger K abliefert: Er kanalisiert Jones’ Manierismen und Charakterisierungen, drückt der Figur aber stets einen ganz eigenen Stempel auf. Brolin war zuletzt in dem Westernremake True Grit zu sehen, in dem er Bösewicht Tom Chaney gespielt hat.

»Wir drehten die einzelnen Akte in der richtigen Reihenfolge. Tommy spielte K im ersten Akt, dann übernahm Josh und spielte K im zweiten und fast den gesamten dritten Akt, und dann kam Tommy in der letzten Woche des Drehs wieder an die Reihe«, sagt Sonnenfeld. »Ich finde es überaus faszinierend, dass ich den Eindruck hatte, ich würde stets mit ein und demselben Schauspieler arbeiten. Die Darstellungen waren so nahtlos, dass ich Schwierigkeiten hatte zu sagen, wo Tommy Lee Jones endet und Josh Brolin beginnt. Für mich ist es nicht Tommy, der K spielt, und Josh, der K spielt. Es ist einfach K.«

»Ich habe den ersten Film 45 oder 50 mal gesehen. Ich übertreibe nicht«, erklärt Brolin. »Ich bin ein riesiger Fan der Chemie zwischen Tommy und Will. Tommys Stimme hat einen Tonfall, der ganz unverkennbar Men in Black™ zugeordnet werden kann. Er redet in dem Film ganz anders, als er es im wahren Leben tut. Ich habe ihm zugehört und zugehört und zugehört, bis ich anfing, von der Stimme zu träumen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Nagel wirklich auf den Kopf getroffen habe, aber Freunde von mir beteuerten, dass ich genauso klang wie er. Wir gingen zum Essen, und ich hörte sie sagen: „Josh, du bestellst wie Tommy.“«

Der Film mag versuchen, den Beziehungen der Figuren auf den Grund zu gehen, aber selbstverständlich ist er weit davon entfernt, ein ernstes Drama zu sein. Es handelt sich schließlich um Men in Black™ – und das bedeutet, dass es Aliens von Rick Baker, lässige Gadgets und große Lacher gibt.

Es ist zwar ein typischer (soweit man bei 3 Filmen davon reden kann) Men in Black™-Film mit der fantastisch coolen Musik von Danny Elfman und dem klassischen Will Smith (Ich-plappere-wie-Eddie-Murphy-einfach-drauf-los), doch das Drehbuch verlangt diesmal ein wenig mehr vom Zuschauer und liefert ihm eine rührselige Schlusspointe, die dem Film den kitschig-dramatischen Zuckerguss verleiht.

Und mit Michael Stuhlbarg als merkwürdig kostümierter, liebenswürdig sentimentaler Alien Griffin bekommt der Film noch eine Note 80er-Jahre-Komödienflair verpasst, womit die robuste Actionkonsistenz im Film ein wenig aufgeflauscht wird. Zur allseitigen Belustigung und zum Publikumsfang gibt es schließlich noch Gastauftritte von Lady Gaga, Justin Bieber, Tim Burton u.a. Aliens aus der Unterhaltungsbranche.

Der Titelsong „Back in Time“, der ein Sample des 1950er-Klassikers „Love Is Strange“ enthält, mit dem das R&B-Duo Mickey & Sylvia 1956 einen US-Nummer-Eins-Hit landen konnte und Vielen seit Dirty Dancing als Ohrwurm durch die Gehörgänge kriecht, stammt von „US-Superstar“ ►Pitbull, der u.a. am 12. Juni 2012 in der Berliner Columbiahalle zu erleben sein wird. ■ mz

OT: Men in Black III
USA 2012
Komödie/Science Fiction/Action
FSK: 12
102 min

mit
Will Smith (Agent J) Jan Odle
Tommy Lee Jones (Agent K) Ronald Nitschke
Josh Brolin (Agent K) Florian Halm
Alice Eve (Agent O) Maria Koschny
Emma Thompson (Agent O) Monica Bielenstein
Jemaine Clement (Boris) Torsten Michaelis
Michael Stuhlbarg (Griffin) Marius Clarén
Bill Hader (Andy Warhol) Peter Flechtner
Nicole Scherzinger (Lilly)
Keone Young (Mr. Wu)
u.a.

musik
Danny Elfman

kamera
Bill Pope

drehbuch
Etan Cohen
David Koepp
Jeff Nathanson
Michael Soccio
Lowell Cunningham (Comic)

regie
Barry Sonnenfeld

produktion
Amblin Entertainment
Hemisphere Media Capital
Imagenation Abu Dhabi FZ
Media Magik Entertainment
Parkes/MacDonald Productions

verleih
Sony Pictures

Kinostart: 24. Mai 2012

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21.05.2012 | mz |
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