Montag, 19. August 2019

Tony Stark/Iron Man (Robert Downey jr.)
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IMDb
Marvel’s The Avengers (3D)
Interview mit Scarlett Johansson

Robert Downey jr. gehört zu Hollywoods beliebtesten und talentiertesten Schauspielern und wurde zwei Mal für den Academy Award nominiert – zuletzt für seine Performance als Kirk Lazarus in Ben Stillers Komödie Tropic Thunder, die ihm auch Nominierungen für die Golden Globe, BAFTA und Screen Actors Guild Awards als Bester Nebendarsteller bescherten.

Für seine Titelrolle in Chaplin wurde er zudem schon 1992 für den Academy Award nominiert und gewann den BAFTA als Bester Schauspieler. Eine weitere Golden Globe-Nominierung erntete der am 4. April 1965 gebürtige New Yorker als Sherlock Holmes unter der Regie von Guy Ritchie. Unlängst folgte die populäre Fortsetzung Sherlock Holmes – Spiel im Schatten.

Mit seiner inspirierten Darstellung des Iron Man im gleichnamigen Marvel-Blockbuster von Jon Favreau legte Downey jr. 2008 als erster etablierter Superheld des Teams auch den Grundstein für Marvel’s The Avengers. 585 Millionen Dollar spielte der Film weltweit ein, während Iron Man 2 zwei Jahre später gar 642 Millionen Dollar am Box Office erzielte. Die Dreharbeiten zu Iron Man 3 sind noch für dieses Jahr geplant.

Sein TV-Debüt wiederum gab Robert Downey jr. 2001 in der Serie Ally McBeal als Anwalt Larry Paul. Dafür erhielt er einen Golden Globe, einen Screen Actors Guild Award und eine Emmy-Nominierung. Im November 2004 veröffentlichte er außerdem sein Debütalbum „The Futurist“ auf Sony Classic.

Gemeinsam mit seiner Frau Susan Downey gründete er die Produktionsfirma Team Downey, die ihren Sitz bei Warner Brothers hat. Ihr erstes Projekt wird die lang erwartete, von Steve McQueen entwickelte Gaunerkomödie Yucatan sein, gefolgt von Emergency!: This Book will save your Life, einer Geschichte von Neil Strauss, in der es um den Überlebenskampf eines Mannes in einer gefährlichen Welt geht. Der Film wird mitproduziert von Michael de Luca (The Social Network, Die Kunst zu gewinnen – Moneyball).

Tony Stark ist eine große Persönlichkeit mit ebensolchem Ego. Wie passt er in einen Ensemblefilm wie diesen?

Tony Stark brauchte zwei Iron Man-Filme, um sich in eine Richtung zu entwickeln, die so etwas wie die Avengers überhaupt erst ermöglicht. Der erste Film zeigt quasi die Erleuchtung, die ihn zu dem macht, was er ist, außerdem ist er eine Geschichte der Wiedergutmachung. Im zweiten Film macht er dann in seinem eher einsamen, zurückgezogenen Leben Platz für andere Menschen.

Wenn nun plötzlich jemand wie Thor vor seiner Tür stehen würde, würde Tony Stark das einfach nur brüllend komisch finden. Sein Vater hatte ja einiges übrig für schräge Sachen. Aber auch Tony selbst, der als Ingenieur und Wissenschaftler immer die Frage nach der Möglichkeit stellt, würde sich wohl denken: Das widerspricht zwar allen meinen normalen Erfahrungswerten, aber warum sollte es eigentlich nicht möglich sein, dass dieser Typ hier vor mir steht?

Macht es für Sie als Schauspieler einen Unterschied, wenn Sie nicht die alleinige Hauptrolle spielen und also nicht die Kontrolle über den Film haben?

Mit der Kontrolle ist das so eine Sache. Eigentlich weiß ich nicht einmal genau, was damit in diesem Zusammenhang gemeint ist. Natürlich mag ich es, Einfluss zu haben, und Hebel in Bewegung setzten zu können. Aber in den falschen Situationen und mit dem falschen Umfeld kann daraus auch Chaos entstehen. Jeder hat seine eigene Arbeitsweise, deswegen ist es natürlich etwas anderes, ob man alleine vor der Kamera steht oder mit neun oder zehn Kollegen, von denen fünf genauso große Rollen haben wie man selbst. Man kann nicht einfach mal für eine Viertelstunde innehalten und mit einem Partner die Szene proben. Das wäre all den anderen Schauspielern gegenüber unfair.

Können wir uns denn eigentlich darauf freuen, dass Sie und die Black Widow sich auch zwischenmenschlich näher kommen?

Na, das will ich doch mal hoffen!

Hat es Ihnen gefehlt, mit Iron Man-Regisseur Jon Favreau zusammenzuarbeiten?

Er ist für mich wie ein Bruder. Ich weiß nie, ob ich ohne ihn überhaupt leben kann oder ob ich ihn vielleicht doch lieber im Schlaf erwürgen will. Ihm geht es mit mir ganz genauso, da bin ich sicher. Natürlich habe ich ihn vermisst! Ich liebe diesen Kerl wie meine Familie!

Wie haben Sie sich mit den Kollegen verstanden? Gab es Streit darüber, wer am meisten Dialog hat?

So ein Quatsch! Und welcher Regisseur würde schon Schauspieler engagieren, die nichts Besseres zu tun haben, als ihre Dialogzeilen im Drehbuch zu zählen? Selbst wenn man nur drei Sätze zu sagen hat, können das doch noch immer die drei besten Sätze aller Zeiten sein. Eine der wunderbarsten Aspekte an diesem Film ist die Tatsache, dass ich all meine Kollegen so gerne mag. Ich kenne Scarlett und bin verrückt nach ihr. Ich fühle mich fast wie ihr großer Bruder und bin mir ziemlich sicher, dass wir auch in Zukunft zusammenarbeiten werden.

Thor mochte ich sehr, auch wegen der Inszenierung von Kenneth Branagh und den Schauspielern. Aber was den Film zum Erfolg machte, war ohne Frage Chris Hemsworth. Er ist als Schauspieler wirklich das Gesamtpaket – und er ist seither sogar noch besser geworden. Über Jeremy Renner muss ich wohl keine Worte verlieren. Dieser Mann ist ein verdammt ernsthafter Schauspieler, der sich selbst gleichzeitig aber nicht zu ernst nimmt. Mark Ruffalo kenne ich gut, aus dem wahren Leben, aber natürlich auch von unserer Arbeit an Zodiac. Er ist ein unglaublicher Schauspieler und ein herzensguter Mensch!

Für Chris Evans habe ich schon lange etwas übrig. An ihm mag ich vor allem, dass er zwar einerseits dieser raue Kerl aus Boston, aber andererseits auch ein sehr sensibler Künstler ist. Und er ist erfreulich meinungsstark. Ich erinnere mich an eine bestimmte Szene, in der er mit einem seiner Sätze haderte und wirklich lange daran feilte. Ich stand da in meinem Iron-Man-Anzug und hatte irgendwann das Gefühl, aus diesem Ding nie wieder herauszukommen.

Sam Jackson gehört in die gleiche Kategorie wie Renner. Was kann man über ihn noch groß sagen? Jeder weiß doch längst, wie großartig er ist. Und Tom Hiddleston lerne ich gerade erst kennen, aber ich mag ihn schon jetzt. Letztlich ist genau das das Interessanteste an unserem Ensemble: das wirklich alle so verdammt nette Menschen sind.

Glauben Sie, dass Sie noch lange Tony Stark spielen werden?

Ich habe oft genug gesehen, wie Menschen undankbar wurden gegenüber genau der Sache, die ihnen all ihre Möglichkeiten überhaupt erst eröffnet hat. So möchte ich auf keinen Fall werden. Aber gleichzeitig weiß ich leider auch nicht, wie gut ich im Vorhersagen der Zukunft bin. Nicht besonders talentiert, würde ich vermuten.

Tony ist ein verdammt gut angezogener Mann. Was erwartet uns in Sachen Mode in Marvel’s The Avengers?

Wenn ich mich recht erinnere, trägt Tony Stark den gesamten Film über ein T-Shirt der Band Black Sabbath!

Und wie steht es um den Iron-Man-Anzug? Ist der eigentlich schwer?

Sie basteln von Film zu Film an ihm herum und verbessern ihn. Aber das ist ungefähr das Gleiche, als wenn man sagt, man verbessere ein Folterwerkzeug.

Wie haben Sie die Dreharbeiten zu Marvel’s The Avengers in Erinnerung? Haben Sie sich bewusst gemacht, dass da gerade Filmgeschichte geschrieben wird?

Manchmal habe ich tatsächlich innegehalten und dachte einfach: Wow! Dann habe ich mich umgeschaut, den kleinen Hemsworth beim Rumhängen beobachtet und Evans, mal ohne seine Kutte, am Catering. In solchen Momenten wurde mir immer bewusst, was das für ein toller Job ist. Denn ich versuche stets, die Dinge in dem Moment zu genießen, in dem sie sich ereignen. ■ mz | Quelle: Disney

OT: Marvel’s The Avengers
USA 2012
Action/Fantasy
FSK: 12
142 min

mit
Chris Hemsworth (Thor) Tommy Morgenstern
Scarlett Johansson (Natasha Romanoff/Black Widow) Luise Helm
Robert Downey jr. (Tony Stark/Iron Man) Tobias Meister
Chris Evans (Steve Rogers/Captain America) Dennis Schmidt-Foß
Samuel L. Jackson (Nick Fury) Engelbert von Nordhausen
Mark Ruffalo (Bruce Banner/Hulk) Norman Matt
Tom Hiddleston (Loki) Peter Lontzek
Clark Gregg (Agent Phil Coulson) Till Hagen
Jeremy Renner (Clint Barton/Hawkeye)
Cobie Smulders (Agent Maria Hill)
Stellan Skarsgård (Selvig)
Gwyneth Paltrow (Pepper Potts)
Paul Bettany (Jarvis’ Stimme)
Alexis Denisof (Der Andere)
Harry Dean Stanton (Wachmann)
Enver Gjokaj (junger Polizist)
u.a.

musik
Alan Silvestri

kamera
Seamus McGarvey

drehbuch
Joss Whedon
Zak Penn
basierend auf den Comics von Stan Lee und Jack Kirby

regie
Joss Whedon

produktion
Marvel Enterprises
Marvel Studios

verleih
Disney

Kinostart: 26. April 2012

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25.04.2012 | mz |
Kategorien: ohne