Dienstag, 23. Juli 2019

Lola (Greta Gerwig), Henry (Hamish Linklater)
© 20th Century Fox

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Luke und Lola sind seit der Schulzeit zusammen und lieben sich. Als er ihr an ihrem 29. Geburtstag einen Heiratsantrag macht, scheint alles perfekt zu sein. Doch drei Wochen vor der Hochzeit bekommt Luke kalte Füße oder Torschlusspanik und verlässt sie. Lola ist zerstört und sucht Gesellschaft bei ihrer Freundin Alice und ihrem Freund Henry, der wiederum auch ein enger Freund Lukes ist. Und dann ist da noch dieser merkwürdige Wildlachsfan Nick, dessen Bekanntschaft sie macht.

Ihre Eltern geben ihr einen Rat nach dem anderen, doch Lola weiß weder ein noch aus. Sie ist hin- und hergerissen zwischen Luke und Henry. Als sie sich auf letzteren einlässt, trifft sie sich auch noch mit Superschwanz Nick und steht kurzerhand später wieder allein da. Luke ist mittlerweile in einer anderen Beziehung, und einige Zeit später stellt sich heraus, dass Alice jetzt mit Henry zusammen ist. Das alles lässt sie in sich zusammenfallen und konzentriert sich darauf, ihr Studium fertig zu machen. Schließlich muss sie erkennen, dass nur sie selbst ihr Schicksal in der Hand hat.

Die Filmemacher Daryl Wein und Zoe Lister-Jones, auch im Leben ein Paar, hatten sich während ihres Schauspielstudiums an der NYU Tisch School of the Arts kennengelernt. Die beiden hatten sich und ihrer Beziehung zwischendurch eine einjährige Auszeit gegönnt und haben während dieser Zeit der „Freiheit“ recht unterschiedliche Erfahrungen gemacht.

»Ich erinnere mich an ein Jahr traumatisierender sexueller Erfahrungen, die ich so nie wieder erleben möchte«, sagt Zoe Lister-Jones. »Mir schien, als hätten Daryl und seine männlichen Freunde wesentlich mehr Optionen. Sie haben nur mit dem Finger auf Frauen gezeigt und schon lagen die ihnen zu Füßen. Wenn Frauen sich hingegen in Männer verlieben, bekommen sie meist ein „vielleicht nächstes Mal“ zu hören. Frauen ticken da einfach anders.«

»Wir wollten einen frischen, intelligenten Film machen, der auch beim Publikum ankommt«, sagt Daryl Wein. »Es gibt heutzutage so wenige Filme über Frauen, die ehrlich und glaubwürdig sind. Und je mehr wir über unsere Idee sprachen, umso klarer wurde uns, dass ein aus weiblicher Sicht erzählter Film über eine Frau, die sich plötzlich als Single in einer Großstadt wiederfindet, eine hervorragend Idee für einen Film wäre.

Es ist höchst ungewöhnlich, dass man dem weiblichen Star dabei zusieht, wie sie Fehler macht, und sich dafür nicht einmal schämt. Normalerweise sind Leinwandheldinnen spritzig und sauber, sprühen vor Charme, besitzen ein einnehmendes Wesen und kriegen zum Schluss immer den Kerl, auf den sie es abgesehen hatten. Wir interessierten uns für eine ganz andere Art von Hauptdarstellerin, wir wollten eine andere Frau zeigen. Sie sollte rätselhaft sein, manchmal sogar abstoßend. Wenn eine Beziehung in die Brüche geht, ist man nicht Herr seiner Sinne. Man ist nicht mehr selbstkritisch. Genau diesen Umstand wollten wir auf die Leinwand bringen.«

Wein und Lister-Jones bringen ihr ganzes Schauspielerkönnen, das sie sich an einer der renommiertesten Film- und Theaterschulen der USA antrainiert haben, ins Drehbuch mit ein. Ihre Charaktere sind sorgfältig ausgearbeitet und höchst authentisch, was dem Film einerseits zugute kommt, andererseits aber auch schadet. Es ist keine Komödie, nicht so richtig eine Romanze. Es ist gewissermaßen ein Film über das Verhalten einsamer Großstädter um die 30 und wie das Leben so spielt.

Hier spielt es emotionelle Bögen. Greta Gerwig bringt Lolas Gefühlschaos auch nur bedingt nach außen. Die meiste Zeit hat sie nur einen Gesichtsausdruck der Leere. Klar, sie wurde gerade zum ersten Mal verlassen und ist plötzlich auf sich allein gestellt. Sie weiß nicht, wie sie damit umgehen soll und stürzt in ein Gefühlsloch, in der Hoffnung, dass sie jemand auffängt. »Sie scheint nicht aus ihrem Hamsterrad herauszukommen«, sagt Gerwig. »Sie ist definitiv kein nettes Fiasko, sondern nur ein Fiasko.« Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass sie erst einmal allein über die Runden kommen muss, bevor sie sich auf eine neue Beziehung einlässt…

Der Film hat etwas Authentisches, viele werden sich und ihre Beziehungen, die sie haben oder auch hätten haben können, wiedererkennen. Als Kulisse dient das thematisch hervorragend fotografierte New York. Erstaunlicherweise scheint die meiste Zeit die Sonne, nur einmal, nachts, als Lola einen Sehnsuchtsanfall bekommt, regnet es. Das passte zwar zur Stimmung, war aber dann doch zu auffällig. Das Leben ist nicht immer Sonnenschein, was der Film beweist.

Auch wenn Bill Pullman und Debra Winger als Lolas Eltern frischen Wind hineinbringen, so bleibt der Film doch recht lustlos. Und was soll man aus dem Film mitnehmen? Es ist schön, Single in New York zu sein? Es ist schön, allein zu leben, weil man doch immer wieder enttäuscht wird? Immer wieder wird auch Internetdating erwähnt, und dass es nicht wirklich Abhilfe verschafft. Toll. Aber so ist nunmal das Leben – Single oder nicht. ■ mz

OT: Lola versus
USA 2012
Drama
FSK: 12
87 min

mit
Greta Gerwig (Lola) Manja Doering
Joel Kinnaman (Luke)
Zoe Lister Jones (Alice)
Hamish Linklater (Henry)
Bill Pullman (Lenny) Detlef Bierstedt
Debra Winger (Robin)
Ebon Moss-Bachrach (Nick)
Jay Pharoah (Randy)
Cheyenne Jackson (Roger)
Parisa Fitz-Henley (Peggy)
u.a.

drehbuch
Daryl Wein
Zoe Lister Jones

musik
Fall on your Sword

kamera
Jakob Ihre

regie
Daryl Wein

produktion
Groundswell Productions

verleih
StudioCanal

Kinostart: 13. Dezember 2012

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13.12.2012 | mz |
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