Dienstag, 23. Juli 2019

Pip (Jeremy Irvine) und Estella (Holliday Grainger) können
sich nur für einen kurzen Moment ihre Gefühle eingestehen.
© Senator

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Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Charles Dickens, versucht sich ein weiterer Regisseur, die turbulente Geschichte des Waisenjungen Pip im England des 19. Jhd. zu erzählen. Der kleine Pip wächst in armen Verhältnissen bei seiner ungnädigen Schwester auf. Einzige Hoffnung scheint der Ehemann der Schwester zu sein, der als einfacher Dorfschmied dem Jungen wohlgesonnen ist. Seit der Begegnung mit einem Sträfling auf der Flucht, nimmt das Leben des 10 jährigen Pip einen dramatisch verwirrenden Lauf.

Pip kommt in den Genuss bei einer reichen, zurückgezogen lebenden Dame den Unterhalter zu spielen. Als er sich in die schöne, arrogante, gleichaltrige Pflegetochter verliebt, wird ihm schlagartig sein gesellschaftlicher Status bewusst. Seine Liebe kann unter diesen Umständen nicht erwidert werden. Doch Dickens hieße ja nicht Dickens, wenn er des dick Auftragens nicht fähig wäre. So erscheint aus dem Nichts ein geheimnisvoller, unbekannt bleibender Gönner, der fortan Pips Leben als Gentleman im vornehmen London finanzieren wird.

Jetzt steht der Zuneigung zu seiner Jugendliebe nichts mehr im Wege und man kann sich auf Augenhöhe wieder begegnen. Schön wär’s, wenn’s schöner wäre. Pips „grosse Erwartungen“ zerspringen jäh, als er herausfindet, wer sein wahrer Gönner ist. Im letzten Viertel des Films stellt sich omnipräsent die Frage: Werden die beiden nun ein Paar oder erfüllen sich „die grossen Erwartungen“ doch nicht und der alte Dickens hat uns alle reingelegt?

Der britische Regisseur Mike Newell kennt sich aus im Verfilmen von Romanklassikern. So entstanden Harry Potter und der Feuerkelch oder die Komödie Vier Hochzeiten und ein Todesfall unter seiner Regie. Auch die hochkarätige Besetzung von Grosse Erwartungen lassen erahnen, dass man (den!) Vorweihnachtsfilm des Jahres landen will.

Helena Bonham Carter spielt die verwirrte, reiche Dame, die zurückgezogen dem Wahnsinn frönt, während sie ihre Pflegetochter (Holliday Grainger) erzieht. Ralph Fiennes, der sich offensichtlich gerne in seinen Filmen entstellt, hat hier wieder die Gelegenheit dem entlaufenen Sträfling eine Fratze zu geben. Robbie Coltrane, kennt man sehr gut, nur leider seinen Namen nicht. Er spielt den wohlgenährten Vermögensverwalter. Und schließlich die Hauptfigur Pip, besetzt durch ein junges Filmgesicht: Jeremy Irvine, der seinen ersten größeren Auftritt in Gefährten hatte.

Seltsamerweise wird durch die Auflistung der Schauspielergrößen schon fast alles über diesen Film gesagt. Ein ambitioniertes Projekt. Das Setting hat mich von seiner Düsternis an Roman Polanskis Dickensverfilmung Oliver Twist erinnert. Die Geschichte erzählt sich märchenhaft, als hätte Helena Bonham Carter ihre Rolle aus Alice im Wunderland einfach mit genommen. Man erinnert sich in diesen 128 Minuten an viele andere Filme. Und trotzdem bleibt nicht viel hängen.

Des Redens, im Anschluss an die Kinovorführung, bedarf es wenig, schließlich löst sich am Ende des Films das Knäuel der verwirrenden, geheimnisvollen Handlung. Die opulenten Bilder des Englands im 19. Jahrhundert sind unterhaltsam. Also, wer keine allzu „grossen Erwartungen“ hat an Grosse Erwartungen, wird sich gut unterhalten fühlen. Der Vergleich zu anderen Verfilmungen diesen Stoffes lohnt sich. ■ bh

OT: Great Expectations
GB/USA 2012
Drama
FSK: 12
128 min

mit
Helena Bonham Carter (Miss Havisham)
Ralph Fiennes (Magwitch)
Jason Flemyng (Joe Gargery)
Robbie Coltrane (Mr. Jaggers) Hartmut Neugebauer
Jeremy Irvine (Pip)
Holliday Grainger (Estella)
Ewen Bremner (Wemmick)
Sally Hawkins (Mrs. Joe)
Sophie Rundle (Clara)
David Walliams (Onkel Pumblechook)
Jessie Cave (Biddy)
Olly Alexander (Herbert Pocket) Maximilian Artajo
Tamzin Outhwaite (Molly)
Toby Irvine (junger Pip)
u.a.

drehbuch
David Nicholls
nach dem gleichnamigen Roman von Charles Dickens

musik
Richard Hartley

kamera
John Mathieson

regie
Mike Newell

produktion
BBC Films
Lipsync Productions
Number 9 Films
Unison Films
iDeal Partners Film Fund

verleih
Senator

Kinostart: 13. Dezember 2012

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17.12.2012 | mz |
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