Mittwoch, 24. Juli 2019

© Kordes & Kordes Film/Sven Meyer

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Der deutsche Film Festung ist das Spielfilmdebut der finnischen Regisseurin Kirsi Marie Liimatainen. Das Buch zum Film sorgte bereits für Aufsehen. Die Autorin Nicole Armbruster wurde auf der 60. Berlinale 2010 für das beste Drehbuch mit dem Thomas-Strittmatter-Preis ausgezeichnet. Überhaupt hat der Film schon zahlreiche Vorschusslorbeeren erhalten. Festung ist in diesem Jahr auf dem Max-Ophüls-Festival mit dem Preis der Jugendjury und dem Prädikat „wertvoll“ von der Film- und Medienbewertung ausgezeichnet worden. Auf dem diesjährigen achtung-berlin-Festival bekam Kirsi Marie Liimatainen den new-film-award, dem Preis für die beste Regie.

Die Festung, das bedeutet für die finnische Regisseurin: Familie. Kleinbürgerlich, im adretten Einfamilienhaus, in einem Ort wo sich jeder kennt, leben Mutter, Tochter Johanna (13) und die kleine Moni, 6 Jahre alt. Der Vater, gerade aus der Therapie zurückgekehrt, versucht einen Neustart, eben diesem bürgerlichen Bild von Familienidylle gerecht zu werden. Aus der Sicht der 13 jährigen Johanna wird das Familiendrama erzählt. Der Vater bekommt seine Aggression gegenüber der Mutter nicht in den Griff. Er schlägt wieder zu und die Töchter erleben erneut die alte Angst, dass er die Mutter totschlagen könnte.

Liimatainen verzichtet dabei auf brutale, plakative Gewaltszenen. Vielmehr wird dem Zuschauer die innere Sicht der Familienstruktur gezeigt, in die er immer tiefer eintaucht. Man bekommt im Laufe des Films eine Ahnung, welche Dimension physische und psychische Gewalt in der Familie hat. Was bedeutet häusliche Gewalt? Gezeigt wird die Scham der Opfer, die Angst der Kinder und die Ignoranz des sozialen Umfeldes.

Großartig umgesetzt, haben sich hochkarätige Schauspieler an diese anspruchsvollen Rollen herangetraut. Peter Lohmeyer, der sonst den lieben Papa von nebenan verkörpert, zeigt uns in diesem Film das ganze Gegenteil. Karoline Herfurth, als älteste Schwester Claudia im Film, versucht, dem häuslichen Terror zu entfliehen, indem sie die Familie ihrem Schicksal überlässt. Ursina Lardi verkörpert im Film die zerbrechliche Mutter, die lieber schweigt und sich schämt, als das Unrecht anzuklagen.

Gefördert wurde der Film von allen namenhaften Institutionen, die das Prädikat „wertvoll“ als Grundlage für ihre Filmförderung ansehen. Für Kinogänger, die nach dem Film gedankenvoll nach Hause gehen und gleichzeitig ein rundes Kinoerlebnis wollen, ist der Film genau das Richtige. Die finnische Regisseurin Kirsi Marie Liimatainen, die ihr Filmstudium an der Konrad-Wolf-Hochschule in Potsdam-Babelsberg gemacht hat, sollte man im Auge behalten. ■ bh

OT: Festung
D 2011
Drama
FSK: 12
91 min

mit
Elisa Essig (Johanna)
Ursina Lardi (Erika)
Peter Lohmeyer (Robert)
Karoline Herfurth (Claudia)
Ansgar Göbel (Christian)
Antonia T. Pankow (Moni)
Bernd Michael Lade (Herr Waidele)
u.a.

drehbuch
Nicole Armbruster

musik
Matthias Petsche

kamera
Christine A. Maier

regie
Kirsi Liimatainen

produktion
Kordes & Kordes Film GmbH
ZDF

verleih
farbfilm

Kinostart: 29. November 2012

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28.11.2012 | mz |
Kategorien: ohne