Donnerstag, 22. August 2019

Peach Trees, 199. Etage, Korridor – Dredd (Karl Urban) wurde von Chan gesehen.
© Universum Film

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AD 2000 – Das Megazine

Interview mit Olivia Thirlby

Mega City One – eine gigantische Metropole voller Gewalt, Chaos und Verbrechen inmitten des düsteren und zerfallenen Amerikas. Die Bewohner leiden: Eine Art Drogenseuche sucht sie heim, die sie die Realität in extremer Zeitlupe erleben lässt. Einzig und allein die „Judges“ können gegen die Verbrechen in ihrer Stadt ankämpfen, nur sie haben die Macht als Richter und Vollstrecker für Recht und Ordnung zu sorgen.

Dredd, als oberster Judge gefürchtet, will die Stadt von dieser Plage befreien. Zusammen mit seiner neuen Rekrutin, Cassandra Anderson, nimmt er den Kampf gegen Ma-Ma auf, eine Drogenbaronin, die eiskalt über den größten Slum der Stadt herrscht. Als Dredd und Anderson einen Handlanger aus ihrem skrupellosen Clan zu fassen kriegen, entfacht Ma-Ma einen erbitterten Krieg, in dem sie vor nichts zurückschreckt, um ihr Imperium zu schützen. Die Zahl der Todesopfer steigt, und auch Dredd und Anderson müssen in diesem erbarmungslosen Kampf an ihr Äußerstes gehen, um am Leben zu bleiben…

Belagerung im Hochhaus – was bei ►The Raid ohne futuristisches Ambiente hauptsächlich durch Mann-gegen-Mann-Kämpfe für Furore gesorgt hatte, erhält nun mit Dredd einen gigantischen Schub. Die Handlung wurde in die Zukunft katapultiert, das Hochhaus um ein Vielfaches größer, das Ganze visuell aufgepeppt und fürs Publikum in 3D aufbereitet.

Die Titelfigur ist jedoch allseits bekannt – vor allem durch die als Superstarvehikel veränderte Comicverfilmung von 1995 mit Sylvester Stallone. Der „Judge“ ist vom Titel verschwunden, so auch die Komik und Dialoge. Was übrig bleibt, ist eine nicht nur bildgewaltige Neuauflage des Stoffs. Die Gerade-so-mal-ab-18-Freigabe der FSK spricht Bände.

Die futuristische Welt, die John Wagner und Carlos Ezquerra 1977 um Judge Dredd herum für die britische Comicreihe 2000 AD kreiert haben, hat längst ein Eigenleben entwickelt. Zahllose Geschichten und Charaktere wurden seitdem für den „Judge Dredd“-Comic geschrieben und veröffentlicht, der bei den National Comics Awards nicht nur zum „Besten britischen Comic“, sondern auch zum „Besten Comic aller Zeiten“ gewählt wurde.

Mit Dredd erweckt Alex Garland, ein gefeierter, renommierter Autor mit endlosem Einfallsreichtum, den Comic nun zu neuem Leinwandleben und führt die populäre Figur zu ihren düsteren, knallharten Wurzeln zurück – so wie er einst in dem von den Fans verehrten Comic der Welt vorgestellt wurde.

»Ich wuchs mit „Judge Dredd“ auf, war ein begeisterter Leser der Comics«, erinnert sich Garland. »Die unglaublichen Autoren und Zeichner, die an der Reihe 2000 AD arbeiteten, haben mich nachhaltig beeinflusst. Andrew, Allon und ich haben bei dieser Adaption von „Judge Dredd“ den Schwerpunkt auf einen hohen Adrenalinfaktor und ausgeprägten Realismus gelegt, aber auch dem gewaltigen Ausmaß und dem Spektakel von Mega City One Rechnung getragen.«

John Wagner, zusammen mit Carlos Ezquerra Mastermind des Comics und einer der Kreativköpfe von 2000 AD, kann dem nur zustimmen: »Alex Garlands Drehbuch bleibt dem Originalkonzept treu, das Judge Dredd zu einem extrem populären coolen und knallharten Helden machte. Das Skript lädt zu einer hyperdynamischen Schlittenfahrt durch die Schattenwelt einer riesigen futuristischen Metropole ein. Die Fans werden davon begeistert sein.«

Der Schriftsteller und Drehbuchautor, der für das Erforschen der Psyche und schwieriger moralischer Fragen wie auch für die spannende Handlungsentwicklung in seinen Romanen „The Beach“, „The Tesseract“ („Manila“) und „The Coma“ („Das Koma“), aber auch für seine emotional intensiven Drehbücher (28 Days later, Sunshine, Alles, was wir geben mussten) berühmt ist, glaubte schon immer, dass er eines Tages mit Comicstrips Geschichten erzählen würde.

»Mein Vater ist Karikaturist und Cartoonzeichner, ich dachte immer, dass ich einmal Cartoons kreieren würde. Früher habe ich ständig Comicstrips gezeichnet, so lernte ich viel darüber, wie man mit Bildern Geschichten entwickeln kann.« Garland ist überzeugt davon, dass seine Affinität zur Graphic Novel in seinen Büchern erkennbar ist, die er für sehr filmisch hält: »Auch Comicstrips sind sehr filmisch, was sich unter anderem an der Länge der einzelnen Kapitel und an der Geschwindigkeit zeigt, mit der die Geschichte vorangetrieben wird. Wegen dieser grafischen Art des Erzählens, gehört das alles irgendwie zu meinen Wurzeln.«

Für Karl Urban waren die Comics der Einstieg in die Welt von Judge Dredd: »Ich begann sie mit 16 Jahren zu lesen, als ich in Wellington, Neuseeland in einer Pizzeria arbeitete. Ich war ziemlich gefesselt von dieser Figur, ohnehin schon ein großer Science-Fiction-Fan. Ich mochte die Welt von Mega City One und liebte Judge Dredd als Figur.

Er ist dieser knallharte futuristische Gesetzeshüter, der ultimative Gesetzeshüter in einer Gesellschaft, in der sich der normale Prozess, wie Gerechtigkeit geübt wird, verändert hat. Es gibt keine Jurys oder Anwälte und kein langwieriges Rechtsverfahren mehr. Alles ist in diesem einen Mann komprimiert. Seit dieser Zeit habe ich Figuren geliebt, die das Recht in die Hand nahmen, und Judge Dredd gehört in dieser Kategorie zu den besten.«

Für die Vision, die die Filmemacher von Dredd hatten, war Mega City One von entscheidender Bedeutung, wie Karl Urban erklärt: »Diese Geschichte erzählt in gleichem Maße von Judge Dredd wie auch von dieser Welt und den Menschen, die darin leben. Alex hat mit kleinen dramaturgischen Elementen Großartiges geleistet, um das Leben dieser Leute zu zeigen. Das macht den Film menschlich. Die Lebensumstände sind fürchterlich, es gibt Menschen, die alles oder eben nichts haben. Man spürt, dass das Leben für diese Menschen ein Kampf ist. Es ist eine Gesellschaft, die im Verfall begriffen ist.«

Als sie sich Mega City One vorstellten, dachten die Filmemacher an Metropolen aus ihrer eigenen bekannten Welt. »Dredd ist eine futuristische Kriminalgeschichte, die ich realistisch erzählen wollte«, erläutert Produzent Andrew Macdonald. »Die Erstverfilmung hat versucht, alles neu zu erschaffen – und das ist immer ein problematisches Unterfangen. Blade Runner und ►District 9 dagegen sind in einem real existierenden Ort verankert, der in ein futuristisches Setting eingebunden ist. Man hat also das Gefühl, es gäbe alte wie auch neue Gebäude.

Eine solche Mischung, wie eben auch Mega Cities, findet man auch in unserer Welt. Alles ist dort etwas verrückt und außer Kontrolle, wie zum Beispiel Sao Paulo, Mexico City, Jakarta oder Johannesburg zeigen. Für die Produktion erwies es sich als glückliche Fügung, dass Produzent Macdonald von Sharlto Copley, dem Hauptdarsteller von ►District 9, nach Südafrika eingeladen wurde.

Dort trafen sich die beiden mit Michael Murphey von der südafrikanischen Produktionsgesellschaft Kalahari Pictures, die hinter ►District 9 steht. Die gerade neu erbauten und eröffneten Cape Town Film Studios waren der ideale Ort, um Mega City One in Südafrika zum Leben erwecken zu können.

Die Filmemacher konnten sich glücklich schätzen, dass bei der Produktion von Dredd die Möglichkeiten, die man sich für das Projekt vorgestellt hatte, auch in die Tat umgesetzt werden und zusammenwirken konnten. Und jeder spürt, dass dieser Reboot des legendären Comics der Startpunkt für ein Franchise sein könnte. Auch Hauptdarsteller Karl Urban:

»Unser kleiner Film hat schon erzählerisches Format, ist ambitioniert in Aufwand und Umfang. Wir haben hier versucht, alles herauszuholen, die Grenzen zu überschreiten. Natürlich ist es ein Film, der uns Dredd und Anderson erst einmal vorstellt, uns einführt in die Welt von Mega City One und seiner Bewohner. Wenn unser Film sein Publikum findet und erfolgreich sein wird, hoffen wir, Fortsetzungen drehen zu können, um den erzählerischen Rahmen dieser Figuren und der Welt, in der sie leben, weiter zu erforschen.«

Von jetzt an sind die Möglichkeiten für Dredd endlos. Ob und wie die Dredd-Welt weitererzählt wird, steht also noch nicht fest. Also geht ins Kino und seid bereit für das Actionhighlight des Herbstes! (Bond zählt nicht!) Und diese Slo-Mo-Droge von Ma-Ma ist auch nicht nur grandios in Szene gesetzt, sondern auch eine interessante Idee überhaupt. So, und jetzt ab zum Ballermann ins Hochhaus! ■ mz

OT: Dredd
GB 2012
Action/SciFi
FSK: 18
96 min
3D

mit
Karl Urban (Judge Dredd) Tobias Kluckert
Olivia Thirlby (Cassandra Anderson)
Lena Headey (Ma-Ma) Claudia Lössl
Wood Harris (Kay) Florian Halm
Domhnall Gleeson (Computerspezialist) Asad Schwarz
Joe Vaz (Big Joe) Elmar Gutmann
Warrick Grier (Caleb) Michael Iwannek
Luke Tyler (Freel) Benjamin Stöwe
Daniel Hadebe (Judge am Eingang) Matti Klemm
Karl Thaning (Judge Chan) Rainer Doering
Langley Kirkwood (Judge Lex) Peter Flechtner
Deobia Oparei (Paramedic TJ) Marco Kröger
Porteus Xandau Steenkamp (Fahrer) Dirk Müller
u.a.

drehbuch
Alex Garland
basierend auf den Figuren von John Wagner und Carlos Ezquerra

musik
Paul Leonard-Morgan

kamera
Anthony Dod Mantle

regie
Pete Travis

produktion
DNA Films
IM Global
Peach Trees
Reliance Big Entertainment
Reliance Big Pictures
Rena Film

verleih
Universum

Kinostart: 15. November 2012

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15.11.2012 | mz |
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