Donnerstag, 22. August 2019

Anderson (Olivia Thirlby)
© Universum Film

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Die 1986 geborene Olivia Thirlby wuchs in ihrer Heimatstadt New York auf, erfuhr dort und an Londons renommierter Royal Academy of Dramatic Art (RADA) ihre schauspielerische Ausbildung. Mit Paul Greengrass’ preisgekröntem Thriller Flug 93 feierte sie 2006 schließlich ihr Filmdebüt als einer der Passagiere, die an Bord des von Terroristen entführten Flugzeugs um ihr Leben kämpfen und eine denkwürdig mutige Entscheidung treffen.

Bereits ein Jahr später erregte sie als beste Freundin der von Ellen Page dargestellten Titelfigur in Jason Reitmans für vier Oscars® vorgeschlagenem Independenthit Juno internationale Aufmerksamkeit. Sam Rockwell und Kate Beckinsale waren dann ihre Partner in David Gordon Greens Kleinstadtdrama Engel im Schnee, in dem sie die romantische Hoffnung eines Teenagers darstellte.

Als Stieftochter eines von Ben Kingsley gespielten Psychiaters war sie ein Jahr später in Jonathan Levines Coming-of-Age-Film The Wackness – Verrückt sein ist relativ zu sehen, der bei der Uraufführung beim Sundance Film Festival den Publikumspreis erhielt. Schließlich machte sie in der Rolle einer Rollstuhlfahrerin in Brett Ratners Episode zur Anthologie New York, I love you ein Date im Central Park für ihren Kollegen Anton Yelchin unvergesslich.

2011 wirkte die 25-jährige Schauspielerin in drei völlig unterschiedlichen Filmen mit, spielte Natalie Portmans jüngere Schwester in Ivan Reitmans romantischer Komödie Freundschaft Plus, des Weiteren eine Klassenkameradin von Hauptdarstellerin Anna Paquin in Kenneth Lonnergans prominent besetztem Drama Margaret, sowie eine amerikanische Touristin in Moskau, die in Chris Goraks Science-Fiction-Thriller The Darkest Hour von einer außerirdischen Invasion überrascht und terrorisiert wird.

Darüber hinaus war Thirlby auch in vier Folgen der von HBO ausgestrahlten und mit Jason Schwartzman in der Hauptrolle besetzten Komödienserie Bored to Death und auf der Bühne in Beau Willimons Drama „Farragut North“ zu sehen – zunächst in New York am Broadway, dann an der Seite von Chris Pine am Geffen Playhouse in Los Angeles.

Zu Thirlbys aktuelleren Projekten zählen Paul Weitz’ Theaterstück „Lonely, I’m not“, das im Mai und Juni dieses Jahres mit Topher Grace in einer weiteren Hauptrolle Off-Broadway, am Second Stage Theatre, zur Aufführung kam. Außerdem stand sie in Ry Russo-Youngs Drama Nobody walks vor der Kamera, als auch in Paul Weitz’ Dramödie Being Flynn, in der sie an der Seite von Robert de Niro und Julianne Moore Paul Danos sozial engagierte, in einem Obdachlosenheim arbeitende Freundin verkörperte.

Haben Sie sich im Vorfeld mit Anderson befasst? Und wie war Ihre Reaktion auf sie?

Das habe ich durchaus. Es war ein großer Teil meiner Vorbereitung, mich mit dem Ausgangsstoff zu befassen, und mich mit dieser tollen Frau vertraut zu machen, die bereits eine richtige Existenz vorweisen kann, bevor ich dazugestoßen bin. Insofern war es mir wichtig, dem gerecht zu werden, was sie bislang ausmachte. Und was ich über sie denke…Ich liebe Judge Anderson! Interessant finde ich, dass sie mir ein wenig oder auch stark anders vorkam, je nachdem, wer sie schrieb oder zeichnete. Daher empfand ich die Freiheit, Alex Garlands Drehbuch als größte Informationsquelle für die Charakterdarstellung zu benutzen. Ich finde, die Anderson, die wir im Film sehen, ist eine Art „frühe“ Anderson, eine, die womöglich noch den Comics vorausgeht. Ich meine, ich liebe sie absolut als Figur.

Hatten Sie jemals die Gelegenheit, den ersten Judge Dredd-Film mit Sylvester Stallone zu sehen?

Nein, ich habe ihn noch nicht gesehen. [lacht]

Judge Anderson ist das emotionale Herz des Films, im Gegensatz zu Dredds undurchdringbarem Charakter. War es schwierig, diese Rolle gegen das unerbittliche Gesicht des Gesetzes zu spielen, das nur sehr wenig aufzeigt?

Nun, ich glaube, dass ich als Anderson auf Grund ihrer psychischen Fähigkeiten einen ziemlich einzigartigen Vorteil hatte. Sie ist wahrscheinlich die einzige Person auf der Welt, die weiß, was in Dredds Kopf vor sich geht – und nicht nur in seinem Kopf, auch in seinem Herz. Dredd täuscht gern vor, dass er nicht mal ein Herz und mit Sicherheit keine Gefühle besitzt. Aber ich denke, Anderson weiß es besser, was einer der Gründe ist, warum Dredd sie anfangs hasst, weil er weiß, dass sie von Sachen weiß, bei denen er sich nicht wohlfühlt, sie zu teilen.

Was also Dredd und Anderson betrifft, haben sie eine ganz besondere Partnerschaft, denn sie können offensichtlich kommunizieren, ohne etwas zu sagen. Für Anderson ist Dredd definitiv einschüchternd und sehr imposant. Und sie weiß auch, dass er sie nicht mag, nicht an sie glaubt und nicht denkt, sie gehöre in eine Richteruniform. Sie besitzt aber auch den Vorteil, dass sie nicht in Dredds Gesicht sehen muss, um zu wissen, wer er ist.

Würden Sie sagen, dass die emotionale Reise Andersons (ihr Aufhärten und ihre schrittweisen Veränderungen, die sie durchläuft) für Sie als Schauspielerin schwer war?

Ihr Gefühlsbogen war sehr vorsichtig gestaltet. Jede einzelne Veränderung in Andersons Gesamtbild als auch Veränderungen in der Beziehung zwischen Dredd und Anderson wurden unglaublich vorsichtig aufgezeichnet und diskutiert. Im Herzstück des Films steht der Eiertanz der beiden, wobei sie natürlich sofort weiß, wenn sie in seiner Wertschätzung steigt oder sinkt. Das Wichtigste in ihrem Leben ist das Bestehen der Prüfung. Sie verbrachte ihr Leben damit, zu versuchen, Richterin zu werden, fällt aber ständig in der Theorie durch und wird als unzureichend bewertet.

Daher war es auch ein sehr wichtiger Teil während der Dreharbeiten… Karl und ich haben uns jeden Tag vor dem Drehbeginn zusammengesetzt und uns bewusst gemacht, in welcher Beziehungsphase sich die beiden in der jeweiligen Szene befanden, die wir gerade drehten. Es war ein bis in die winzigsten Gefühlsdetails sehr vorsichtig gestalteter Bogen, und wir stellten vor jedem Dreh sicher, dass uns immer genau bewusst war, wo in ihrer Beziehung sich gerade Dredd und Anderson befanden, was wir dann auszudrücken versuchten.

Wo wir gerade von Details sprechen, auch wenn es kein emotionales ist… Wie fanden Sie die Uniform? Karl Urban sagte, er verbrachte den ganzen Tag darin, was ihm ganz normal vorkam. Empfanden Sie es genauso?

Ähm…ich glaube Karl schwindelt da ein bisschen. [lacht] Die Uniformen waren aus Leder, und sie knickten irgendwann ein, aber nur ein wenig. Es war aber sehr heiß darin, sie waren sehr eng, sehr schwer und hatten zwei Schichten, bestehend aus einer Bikerjacke und einem Körperschild, der darüber kam. Und natürlich Handschuhe und unglaublich schwere Stiefel – sie mussten mir zeimlich hohe Absätze machen! Ich bin sehr klein und Karl und Dredd sind sehr groß. [lacht] Moment, ich meine Karl und Wood Harris sind sehr groß. Dredd natürlich auch! Das Kostüm hat Spaß gemacht. Wenn ich es erst einmal angezogen hatte, brauchte man kaum noch Vorstellungskraft in Bezug auf die Rolle und die Person Anderson. Meistens jedoch habe ich es runtergerissen und mich vor einen Ventilator gesetzt, sobald jemand „Schnitt!“ gerufen hat.

Bislang waren Sie in Ihren Rollen sicher nicht so stark körperlich gefordert wie in der Rolle von Anderson. Wie haben Sie sich darauf vorbereitet? Hatten Sie irgendwelches Waffen-, Polizei- oder Militärtraining?

Ja, Karl und ich durchliefen so eine Art Trainingslager, was militärisches als auch taktisches Training beinhaltete, sowie Gefechtsausbildung. Ich hatte eine Menge Kampfsequenzen im Film, und ich hatte ein unglaublich fantastisches Stuntdouble! Ich bin aber stolz darauf, zu sagen, dass ich sie für meine Nahkampfsequenzen nicht brauchte, denn ich konnte diese erlernen – großen Dank an das unglaubliche Stuntteam, das wir in Kapstadt hatten!

Sie waren sehr talentiert, sehr engagiert und sehr geduldig mit mir. Das physische Training war ein großer Teil des Films wie auch der Rolle. Seit sie klein war befand sie sich in der Obhut des Justizministeriums und wurde an der Richterlichen Akademie ausgebildet, wo sie die meiste Zeit ihres Lebens verbracht hat – bis zu dem Punkt, an dem der Film beginnt.

Wissen, wie man kämpft. Wissen, wie sie mit ihrer Waffe umzugehen hat. All dieses Training hatte sie durchlaufen. Daher war es für mich wichtig, das durchzuziehen, um Anderson glaubhaft darzustellen. Ich bin eine kleine Person, darum ist es mir wichtig, dass die Leute, die den Film sehen, mir auch abkaufen, dass ich jemanden mit einem Nierenschlag zu Boden bringen kann. [lacht]

Wie war die Zusammenarbeit mit der Filmcrew, abgesehen vom knallharten Stuntteam, von dem Sie bereits berichteten…mit Karl und Alex? Und gibt es etwas, das für Sie das ganze Erlebnis abrundet?

Ich hatte eine wundervolle Geziehung zu Karl und Alex. Ich freute mich riesig, mit ihnen zu arbeiten. Karl und ich hatten eine tolle Partnerschaft – eine ziemliche Dredd-und-Anderson-Partnerschaft. Und Alex respektiere ich einfach unendlich. Er ist unglaublich intelligent und offensichtlich ein sehr sehr guter Filmemacher und Autor.

Ich versuche, an etwas zu denken, was das ganze Erlebnis abrundet… Da gibt es einige Dinge, die ich womöglich gar nicht erzählen darf. [lacht] Es war total zarjaz (2000 AD-Slang für „exzellent“)! Das ganze Erlebnis war traumhaft. Kapstadt ist ein wirklich schöner Ort und die Filmcrews, die dort arbeiten, gehören zu den talentiertesten, effizientesten und professionellsten Crews, denen ich je begegnet bin, die Leute habe ich einfach bewundert. Ich habe viele, viele Freunde dort gemacht, mit denen ich noch in Kontakt stehe. Kapstadt ist ein wirklich toller Ort. Selbst wenn man dort arbeitet, fühlt es sich nicht so an, als wenn man arbeitet.

Zu guter letzt… Welche alltägliche geringfügige Tat würden Sie verbieten, wenn Sie morgen ein echter Judge werden würden?

Dance Music. ■ mz | Quelle: 2000 AD/Steven G. Saunders

OT: Dredd
GB 2012
Action/SciFi
FSK: 18
96 min
3D

mit
Karl Urban (Judge Dredd) Tobias Kluckert
Olivia Thirlby (Cassandra Anderson)
Lena Headey (Ma-Ma) Claudia Lössl
Wood Harris (Kay) Florian Halm
Domhnall Gleeson (Computerspezialist) Asad Schwarz
Joe Vaz (Big Joe) Elmar Gutmann
Warrick Grier (Caleb) Michael Iwannek
Luke Tyler (Freel) Benjamin Stöwe
Daniel Hadebe (Judge am Eingang) Matti Klemm
Karl Thaning (Judge Chan) Rainer Doering
Langley Kirkwood (Judge Lex) Peter Flechtner
Deobia Oparei (Paramedic TJ) Marco Kröger
Porteus Xandau Steenkamp (Fahrer) Dirk Müller
u.a.

drehbuch
Alex Garland
basierend auf den Figuren von John Wagner und Carlos Ezquerra

musik
Paul Leonard-Morgan

kamera
Anthony Dod Mantle

regie
Pete Travis

produktion
DNA Films
IM Global
Peach Trees
Reliance Big Entertainment
Reliance Big Pictures
Rena Film

verleih
Universum

Kinostart: 15. November 2012

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15.11.2012 | mz |
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