Mittwoch, 26. Juni 2019

Rachel Weisz, Jeremy Renner
© Universal Pictures/Mary Cybulski

Trailer | IMDb | Filmseite

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Tony Gilroy, der Drehbuchautor und kreative Kopf hinter den Storys der Bourne-Filmreihe, führt diesmal selbst Regie bei der neuen Episode der höchst erfolgreichen Spionagefranchise, die weltweit bereits über eine Milliarde US-Dollar eingespielt hat. Basierend auf dem Grundstein des von Robert Ludlum erschaffenen Bourne-Universums wird die Saga von Gilroy als Autor und Regisseur nun um eine originelle Story erweitert, die eine noch viel umfassendere Verschwörung offenbart.

Die Handlung der Bourne-Trilogie bildet den Hintergrund zu Das Bourne Vermächtnis. Somit können die narrativen Stränge aufgegriffen werden, die in den vorherigen Filmen offen blieben. Die Story lädt etliche Veteranen dieser Franchise ein, ihre Rollen aus vorherigen Bourne-Episoden erneut aufzunehmen, darunter der fünf Mal zum Oscar® nominierte Albert Finney als der medizinische Direktor von „Treadstone“, Joan Allen als die interne Ermittlerin der CIA, deren Verbindung zu Bourne in Das Bourne Ultimatum deutlich wurde, David Strathairn als Leiter des Geheimdienstsicherheitsprogramms „Blackbriar“ und Scott Glenn als CIA-Direktor Ezra Kramer.

Bournes öffentliche Bekanntheit am Ende von Das Bourne Ultimatum ist der Auslöser, der eine Kette von Ereignissen in Gang setzt, durch die Jahrzehnte lange Arbeit gefährdet ist: die Erforschung und Entwicklung von besseren Spionen und Kriegern. Die Zuschauer werden entdecken, dass es tatsächlich ganz verschiedene Agentenprogramme gibt, dass das „Treadstone“-Programm der CIA nur eines der anfänglichen Stadien war und dass Bournes Taten zur Folge haben, dass man die Aufdeckung anderer Programme befürchtet.

Aaron Cross ist einer von sechs Agenten des „Outcome“-Programms. Anders als die „Treadstone“-Agenten wurden die „Outcome“-Agenten für Einsätze des Verteidigungsministeriums entwickelt und trainiert. „Outcome“-Agenten sind mehr als nur Auftragskiller. Sie wurden erschaffen, um in isolierten, hochriskanten und langfristigen Spionagemissionen eingesetzt zu werden.

Ret. Colonel Eric Byer ist der Direktor der Geheimorganisation NRAG (National Research Array Group) und ist der Mann, der diese Programme ins Leben gerufen hat, darum kämpfte, sie weiter finanzieren zu können, und sie in der Zeit nach den Attentaten des 11. September 2001 an etliche übereifrige US-amerikanische Spionagebehörden verkaufen konnte.

Beim Blick hinter die Kulissen stellen wir fest, dass Byer sich in der gesamten Zeit, in der die vorherigen drei Filme spielen, stets im Hintergrund hielt. Es ist nun Byers Welt, die bedroht wird, nachdem die CIA es nicht schaffte, Bourne Einhalt zu gebieten. Durch die Feststellung, dass das „Treadstone“-Debakel die enge Zusammenarbeit von zwei seiner Chefmediziner offenbaren wird, hat Byer keine andere Wahl, als „Outcome“ zu opfern.

Das bedeutet: Jeder einzelne Beteiligte muss eliminiert werden, darunter auch die Wissenschaftler und Forscher, die das Programm mit erschaffen haben. Byer muss alle erdenklichen Ressourcen einsetzen, um das kontaminierte Programm auszuradieren und seine übrige Arbeit zu retten. Doch er hat nicht mit dem frisch trainierten Agenten Cross gerechnet, der Kontakt mit Dr. Marta Shearing aufnimmt, die ihn und die anderen „Outcome“-Agenten untersucht hat. Fortan sind sie ständig auf der Flucht vor Byer und seinen Leuten – kein leichtes Unterfangen für die Laborantin…

Trotz seiner Vorbehalte muss Patrick Crowley, der gemeinsam mit Frank Marshall die drei vorherigen Episoden der Serie produzierte, zugeben, dass das Interesse der Fans an zusätzlichen Geschichten die Franchise am Leben erhalten hat: »Wir haben bei den Leuten ein Nerv getroffen. Sie meinten: „Ich mag diese Filme so sehr. Ich hoffe, ihr macht eine Fortsetzung.“ Wenn man schon drei davon gemacht hat und die Leute noch eine vierte Episode sehen wollen, dann hat man wohl irgendetwas richtig gemacht.«

Tony Gilroy, Regisseur und Drehbuchautor als auch kreativer Kopf hinter den Bourne-Filmen, unternahm vertiefte Recherchen, die für beide Teile als Grundstein dienen sollten. Ganz besonders nahm er die US-Behörde DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) unter die Lupe, die sich intensiv damit beschäftigt, wie man bessere Soldaten erzeugen kann. DARPA und deren Geheimdienst-Schwesterorganisation IARPA (Intelligence Advanced Research Projects Activity) finanzieren etliche Forschungsprojekte mit dem Ziel, die kognitive und physische Performance von amerikanischen Soldaten und Spionen zu erhöhen.

Gilroy meint: »Es gibt keine Drogentests im Krieg. Es besteht eine sehr reale Gier danach, Soldaten mit mehr Energiereserven, höherer Schmerztoleranz und weniger Schlafbedürfnis zur Verfügung zu haben. Der Krieger, der schneller heilt, schneller lernt und schneller Informationen verarbeitet, ist der Traum eines jeden kommandierenden Offiziers. Und wir befinden uns jetzt an einem Punkt, an dem die Wissenschaft es allmählich möglich macht, dass dieser Traum auf sehr unvorhergesehene und erschreckende Weise wahr wird.«

Genau wie in Das Bourne Vermächtnis arbeiten DARPA und die übrigen Behörden intensiv mit der Pharmaindustrie, Medizinforschung, dem Silicon Valley und anderen Wissenschaftlern zusammen, um menschliche Wesen in verbesserte Krieger zu verwandeln. Gilroy entdeckte, dass nach den Attentaten des 11. Septembers 2001 ein wahrer Boom in der Zusammenarbeit der Branchen der Biotechnologie und Rüstungsindustrie entfacht wurde.

Es hat sich eine Art Top-Secret-Amerika entwickelt, finanziert von der US-Regierung und ausgestattet mit hochkarätigen Wissenschaftlern, die in großen Unternehmen tätig sind. Diese Branche ist in der Tat so gigantisch geworden, dass ihre Tragweite von keiner einzigen Regierungsbehörde voll erfasst werden kann.

Der Regisseur erläutert: »Die Recherchen waren sehr eigenartig, denn ich habe meine Befürchtungen eher bestätigt gesehen und gar nicht so viel herausfinden müssen. Ich habe entdeckt, dass meine phantasievollen Ideen zu „Outcome“ und „Candent“ und NRAG schon lange in die Praxis umgesetzt worden sind. Alle Andeutungen, die wir im Verlauf der Trilogie über Treadstone und den medizinisch-wissenschaftlichen Background gemacht haben, passten perfekt in die real existierende Wirklichkeit. Es ging nur noch darum, uns zu fragen, was geschehen würde, wenn alles außer Kontrolle geriete.«

Für die Rolle des Aaron Cross engagierten die Filmemacher den Oscar®-nominierten Jeremy Renner, der sich in dramatischen Rollen ebenso wohlfühlt wie im Actiongenre. »Jeremy ist ein so herausragender Schauspieler, weil er ein komplizierter Kerl ist«, betont Gilroy. »Er ist liebenswert und er ist tough. Aus dieser breiten Palette kann er schöpfen, und zwar dauernd.

Ich habe Tödliches Kommando – The Hurt Locker wohl 18 Mal gesehen. In jeder einzelnen Szene ist er bis aufs Mark in den physischen Aspekt der Ereignisse involviert. Seine Integrität, seine bodenständige und umfassende Wahrnehmung und diese überraschende, explosive Intelligenz machen aus Jeremy den perfekten Cousin von Bourne.«

Anders als Bourne weiß Cross von Beginn an sehr genau, wer er ist und woher er kommt: Als Soldat wurde er vor etlichen Jahren im Nahen Osten schwer verwundet. Nachdem er aus der Gegend des Yukon entkommen ist, führt ihn sein Weg zurück in die USA, wo er einen seiner wenigen „Outcome“-Kontakte aufspüren will, die einzige Person, die ihm dabei helfen kann am Leben zu bleiben, ist Dr. Marta Shearing.

Crowley berichtet von dem Punkt, der das gesamte Team seit Beginn des ersten Films beschäftigt hat: »Eine der größten Herausforderungen, die sich uns gestellt haben, war die Frage, wie wir mit der weiblichen Hauptrolle umgehen sollten. Durch das Tempo und die Intensität der Filme ist es schwierig, sich genug Zeit für die Entstehung einer Beziehung zu lassen. Und sich mit Jason Bourne zusammenzutun bedeutet normalerweise den sicheren Tod. Da wir jetzt einen neuen Anfang machen, können wir eine Frau in die Geschichte einbauen, ohne dass dies große Probleme bereitet.«

Zur großen Freude der Filmemacher begeisterte sich Oscar®-Preisträgerin Rachel Weisz, bekannt für ihre kraftvollen Darstellungen in Der ewige Gärtner und In meinem Himmel, für die Herausforderungen, die vor ihr lagen. Die Ergebnisse übertrafen alle Erwartungen. Gilroy erinnert sich: »Die Messlatte für Glaubwürdigkeit liegt in dieser Franchise sehr hoch, doch sie hat uns mehr gegeben, als wir uns jemals hätten erträumen können. Ich wusste zwar, dass sie unglaublich gut ist, aber ich war dann doch erstaunt, wie viel sie für den Film beigetragen hat. Sie hat meine Erwartungen praktisch täglich übertroffen.«

Während der Dreharbeiten in New York und Südostasien entdeckte Weisz, dass sie und Renner ganz ähnliche Herangehensweisen an die jeweilige Rolle hatten: »Wir sind sehr unterschiedliche Menschen, arbeiten aber auf ganz ähnlichem Weg. Jeremy ist ein ziemlicher Freigeist, locker und recht wild, und die Zusammenarbeit mit ihm ist wunderbar. Ich habe jede Minute sehr genossen.«

Edward Norton gefiel, dass Gilroy seine Figuren mit verschiedenen Nuancen der moralischen Farbpalette ausstattete. Obwohl Byer alles daran setzt, „Outcome“ auszuradieren, sind seine Motive (soweit er selbst weiß) vollkommen gerechtfertigt. Norton meint: »Alle Charaktere in diesem Film haben unterschiedliche Grautöne vorzuweisen. Tony hat kein schlichtes Gewebe aus Helden und Schurken gezeichnet. Jeder Einzelne hat Kompromisse machen und die eigene Tätigkeit hinterfragen müssen – meine Figur ganz bestimmt, aber auch Rachels und sogar Jeremys. Er setzt sich damit auseinander, wie Menschen ihre höchsten Ideale und Antriebskräfte auf unterschiedlichste Weise von einem System ausgehebelt sehen. Diese Komplexität mag ich sehr.«

Aber auch wenn hier viel von Komplexität geredet wird (welche mit Sicherheit vorhanden ist und sich in der Lauflänge widerspielgelt), ist der Film im Großen und Ganzen ein einziges Katz- und Mausspiel mit jeder Menge unglaublicher Action, die im Gegensatz zu den vorangegangenen Inszenierungen augenscheinlich nachvollziehbarer dargestellt wird.

Unterstützt wird Robert Elswits Kameraführung von der rasant-imposanten Musik von Altmeister James Newton Howard, dessen energischer, sehr rhythmusbetonter Orchesterscore, der von den Hollywood Studio Symphonikern eingespielt wurde, am Ende von einer brandneuen Version des Moby-Titels „Extreme Ways“ ergänzt wird. Wenn dann die zwei Stunden scheinbar endloser Verfolgungsjagden überstanden sind, wird man schließlich mit einem offenen Ende konfrontiert, was auf eine Fortsetzung hoffen lässt… ■ mz

OT: The Bourne Legacy
USA 2012
Action/Thriller
FSK: 12
135 min

mit
Jeremy Renner (Aaron Cross) Gerrit Schmidt-Foß
Rachel Weisz (Dr. Marta Shearing) Bettina Weiß
Edward Norton (Ret. Colonel Eric Byer) Andreas Fröhlich
Stacy Keach (Ret. Admiral Mark Turso) Axel Lutter
Oscar Isaac (Testobjekt #3) Uve Teschner
David Strathairn (Noah Vosen) Reinhard Kuhnert
Scott Glenn (Ezra Kramer) Rüdiger Evers
Joan Allen (Pamela Landy) Susanna Bonasewicz
Albert Finney (Dr. Albert Hirsch) Otto Mellies
Donna Murphy (Dita) Marina Krogull
Zeljko Ivanek (Dr. Donald Foite) Erich Räuker
Michael Papajohn (Larry) Frank Röth
Michael Chernuss (Arthur Ingram) Bernhard Völger
Louis Ozawa Changchien (LARX #3)
u.a.

drehbuch
Tony Gilroy
Dan Gilroy
inspiriert von der Bourne-Serie von Robert Ludlum

musik
James Newton Howard

kamera
Robert Elswit

regie
Tony Gilroy

produktion
Universal Pictures
Kennedy/Marshall
Relativity Media
Dentsu
Captivate Entertainment
Bourne Four Productions
Bourne Film Productions

verleih
UPI

Kinostart: 13. September 2012

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07.09.2012 | mz |
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