Mittwoch, 22. Mai 2019

Grautvornix, Teefax, Asterix und Obelix sind von dem Spiel begeistert.
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Nach dem europaweiten Erfolg der letzten Realverfilmung Asterix bei den Olympischen Spielen kommt nun das neueste Leinwandabenteuer der beliebtesten Gallier der Welt in die Kinos – als erste französische Kinoproduktion überhaupt in überwältigendem 3D.

Regisseur Laurent Tirard kombinierte für den Familienunterhaltungshöhepunkt dieses Herbstes zwei der beliebtesten Bände der Comicreihe, „Asterix bei den Briten“ und „Asterix und die Normannen“, zu einem neuen aufregenden Abenteuer, bei dem große und kleine Fans voll auf ihre Kosten kommen.

Unter dem Kommando von Julius Cäsar haben die ruhmreichen Legionen Roms mittlerweile auch Britannien erobert. Nur ein Dorf leistet dort noch erfolgreich Widerstand, kann aber nicht mehr lange standhalten. Die Königin der Briten schickt deshalb ihren Berater Teefax nach Gallien um Hilfe zu holen, denn da gibt es ein anderes kleines Dorf, das für seinen mutigen Widerstand gegen die Römer bekannt ist.

Die Gallier lassen sich nicht lange bitten und schenken Teefax ein Fass ihres magischen Zaubertranks. Als Begleitschutz mit dabei: der schlaue Asterix und der bärenstarke Obelix. Deren Begeisterung, bald wieder Römer zu verkloppen, wird nur dadurch getrübt, dass Grautvornix, der nervige Neffe des Gallierhäuptlings, mitkommen soll.

In der Zwischenzeit war der wütende Cäsar nicht untätig: Er hat die wilden, auf der See erprobten Normannen als Söldner angeheuert. Kurzerhand entführen sie Grautvornix. Und dann verlieren Asterix und Obelix zu allem Überfluss auch noch das Fass mit dem kostbaren Zaubertrank. Auf einmal werden Gallier, Briten, Normannen und Römer in eine verrückte Jagd verwickelt, von der die Rettung eines ganzen Landes abhängt…

Wie gewohnt geht es bei Asterix nicht nur um Klamauk, welcher in dem „neuen“ Abenteuer zurückhaltend, dafür aber präzise eingesetzt wird, sondern natürlich auch um gesellschaftstypische Eigenheiten als auch politischer Satire und Geschichtsunterricht. So erleben wir z.B. die Entstehung der Tea Time, als ein Inder (siehe brit. Kolonie) den Briten Blätter ins heiße Wasser mischt, das diese auf den Punkt genau täglich um 5 Uhr nachmittags genüsslich zu sich nehmen.

Das war auch einer der Gründe, weshalb der selbstherrliche Imperialist Caesar (umwerfend toll: Fabrice Luchini, der demnächst in François Ozons Drama In ihrem Haus als Lehrer zu sehen ist) seinen Eroberungsfeldzug bis dahin so reibungslos durchführen konnte. Solche Klischees und Vorurteile werden lustvoll aufgespießt, schlussendlich aber liebevoll umarmt. Ein wenig gewöhnungsbedürftig ist das Denglish bzw. Frenglish, das die britischen Figuren sprechen. Das hört sich in beiden Sprachversionen grauenvoll an, gehört aber dazu.

Wer die Comics kennt, wird die Geschichten wiedererkennen, die sehr nett ineinander verwoben sind. Wir sehen, wie Obelix erstmals von der Liebe erwischt wird und Asterix darunter leidet, der irgendwie niemanden an Land ziehen kann. Das gibt so manche Streitigkeiten innerhalb der 2-Männer-WG. Sie haben aber auch zusätzlich noch mit ihrem Schützling zu tun, dem pazifistischen Partylöwen und Neffen des Gallierhäuptlings Grautvornix, der der heutigen Jugend den Spiegel vorsetzt.

Das Ganze wird abgerundet mit der Grande Dame des französischen Kinos, die die Königin von England spielt – Catherine Deneuve. »Es war eine wunderbare Erfahrung, die Königin von England zu spielen«, sagt sie. »War das schön, dort zu sitzen und Macht zu haben, eine Krone auf dem Kopf, mit Hunden und einer kleinen Glocke, und wenn man sie läutet, dann springt alles drumherum. Das war wirklich sehr amüsant.«

Und genau das ist der Film auch – amüsant. Mit den vielen kleinen Nebenhandlungen wirkt der Film ein wenig überladen, was sich nicht nur in der Länge widerspiegelt, sondern auch im Tempo. Mal gibt es ruhige Szenen mit mehr Wortwitz und Nachdenken, dann wieder die klassische Hau-drauf-Action mit jeder Menge Spezialeffekten.

Ein ganz besonderes Lob gilt dem neuen Asterix-Schauspieler Edouard Baer, der nicht nur zuletzt in der Komödie Huhn mit Pflaumen zu sehen war, sondern auch schon in dem Abenteuer Asterix & Obelix: Mission Kleopatra mitgespielt hat – dort allerdings als Otis bzw. Sekretaris. Baer verleiht Asterix den nötigen Ernst, den die Figur verlangt, und wirkt weniger als Karikatur als seine Vorgänger.

Wo wir auch schon bei den Namen sind, die den Figuren gegeben wurden… Da gibt es ja einige Unterschiede zwischen der französischen Originalfassung und der deutschen „Übersetzung“. Zum leichteren Verständnis sind beide Namen in der Darstellerübersicht aufgeführt, die wiederum an die Namensgebung der Comics angepasst sind. Während einige Übersetzungen der Verständlichkeit halber im Deutschen funktionieren, so gibt es wiederum andere, bei denen man die Hände vor den schüttelnden Kopf hält. Ebenso verhält es sich aber auch anders herum, wenn deutsche Namen eher zur Figur passen als das französische Pendant.

Im Ganzen betrachtet ist Asterix & Obelix: Im Auftrag Ihrer Majestät eine herrlich komische und gelungene Adaption, die zum Schmunzeln einlädt und in 3D noch mehr an Attraktivität gewinnt. Laurent Tirard, der mit Der kleine Nick bereits René Goscinnys Lausbubengeschichten verfilmt hat, bedient sich bei seiner Lieblingsautorin Jane Austen als auch aus dem Fundus der Culture-Clash-, Beziehungs- und Buddykomödie und schuf damit einen zwar nicht ganz so kurzweiligen, dafür aber liebevoll inszenierten Film. ■ mz

OT: Astérix et Obélix: Au Service de Sa Majesté
F 2012
Action/Thriller
FSK: 0
110 min
3D

mit
Edouard Baer (Asterix) Michael Lott
Gérard Depardieu (Obelix) Manfred Lehmann
Guillaume Gallienne (Jolitorax/Teefax) Marcus Off
Vincent Lacoste (Goudurix/Grautvornix) David Turba
Valérie Lemercier (Miss Macintosh) Christin Marquitan
Fabrice Luchini (Julius Cäsar) Frank-Otto Schenk
Catherine Deneuve (Königin Cordelia) Katharina Lopinski
Charlotte Lebon (Ophélia) Kaya Marie Möller
Bouli Lanners (Olaf Grossebaf/Olaf Maulaf) Karl Schulz
Dany Boon (Têtedepiaf/Hirnisnichfilaf) Olaf Reichmann
Atmen Kelif (Pindépis)
Jean Rochefort (Lucius Fouinus/Luzius Filzus) Jürgen Thormann
Gérard Jugnot (Piratenkapitän) Axel Lutter
Götz Otto (Yadutaf/Vonixkomtnixaf) Götz Otto
François Damiens (Kartograf)
Dolores Chaplin (Frau Relax) Silvia Mißbach
u.a.

drehbuch
Grégoire Vigneron
Laurent Tirard
basierend auf den Comics von René Goscinny und Albert Uderzo

musik
Klaus Badelt

kamera
Catherine Pujol
Denis Rouden

regie
Laurent Tirard

produktion
Cinetotal
Fidélité Films
Film Kairòs
M6 Films
Morena Films
Wild Bunch

verleih
Concorde

Kinostart: 18. Oktober 2012

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20.10.2012 | mz |
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