Samstag, 25. Mai 2019

Kerry Bishé, Scoot McNairy, Christopher Denham, Tate Donovan, Rory Cochrane, Clea DuVall
© Warner Brothers

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Viele sind der Meinung, dass Ben Affleck als Regisseur eine bessere Figur macht als der Schauspieler. Mag sein, dass da etwas Wahres dran ist, doch wenn ein Regisseur sich selbst inszeniert und dabei gefeiert wird, ist das wohl auch ein Zeichen einer schlechten Rollenauswahl, die Afflecks Ruhm durch Good Will Hunting nicht unbedingt geholfen haben.

Vielleicht ist es auch der Einfluss seiner Ehefrau und Schauspielkollegin Jennifer Garner, der ihn dazu brachte, hinter der Kamera aktiv zu werden. Nach dem Psychothriller Gone Baby gone – Kein Kinderspiel und der Gangsterballade The Town – Stadt ohne Gnade übt sich Affleck mit seiner dritten Spielfilmregie Argo im politisch-historischen Bereich, bleibt jedoch beim Thrillerelement.

Auf dem Höhepunkt der iranischen Revolution wird am 4. November 1979 die US-Botschaft in Teheran gestürmt. Militante Studenten nehmen 52 Amerikaner als Geiseln. Doch mitten in diesem Chaos gelingt es sechs Amerikanern, sich davonzuschleichen und in das Haus des kanadischen Botschafters Ken Taylor zu fliehen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Verbleib der 6 bekannt wird. Ihr Leben steht auf dem Spiel.

Deshalb bitten die kanadische und die US-amerikanische Regierung die CIA, zu intervenieren. Während die CIA ratlos ist, hat Agent Tony Mendez einen Plan, um die Flüchtlinge außer Landes und in Sicherheit zu bringen. Dieser Plan scheint so unglaublich, dass er sich nur im Kino abspielen kann…

Mendez bekommt seine Idee bei einem Telefonat mit seinem Sohn, der gerade im Fernsehen Planet der Affen sieht, und beauftragt prompt einen bekannten Filmemacher und einen Produzenten, einen Film zu drehen – mit den sechs Flüchtlingen als Crew. Die Wahl fällt schließlich auf den Science-Fiction-Streifen „Argo“, worauf ein wahnwitziges Unternehmen seinen Lauf nimmt…

Regisseur Affleck gelingt es, dieses Unternehmen nicht in eine Komödie abdriften zu lassen. Er hält sich vielmehr dabei an die politisch tragischen Begebenheiten und dieses skurrile, gewagte Unternehmen, die sechs Flüchtlinge nach hause zu bringen. Das Drehbuch von Chris Terrio basiert auf „The Master in Disguise“ von Antonio J. Mendez und Joshuah Bearmans Artikel ►„The Great Escape“ aus dem Magazin Wired.

Die Auswahl des Filmstoffs kommt aber nicht von irgendwo her. Neben seiner erfolgreichen Arbeit als Schauspieler, Autor und Regisseur ist Affleck seit vielen Jahren politisch tätig. Im März 2010 gründete er die Eastern Congo Initiative (ECI), die es sich zur Aufgabe macht, die Einwohner des Kongo auf Gemeindeebene zu unterstützen, um die von Unruhen heimgesuchte Region in eine nachhaltige, stabile Gesellschaftsform umzuwandeln. Als langjähriger politischer Aktivist unterstützt Affleck auch viele karitative Organisationen wie Feeding America, A-T Children’s Project und The Jimmy Fund.

Dass die Geschichte, Flüchtlinge verdeckt auszuschleusen, nicht neu ist, ist klar. Auch das Wie ist relativ unspektakulär im Vergleich zu anderen, mehr oder weniger fiktiven Schleus-Filmen der vergangenen Jahrzehnte. Da spielt eher der Aspekt der „wahren Begebenheit“ eine große Rolle bei der Akzeptanz des Films. Ein großes Plus ist auch der authentische 70er-Jahre-Look, der an manchen Stellen schon fast zu authentisch wirkt. Als besonderen Gag wird im Vorspann des Films sogar das alte Warner-Brothers-Logo von damals eingeblendet.

Argo ist fesselnd, aber, wie Afflecks Vorgänger The Town, auch ein wenig zu lang. Hier hätten nun wirklich 90 Minuten gereicht, oder maximal 100! Es würde mich nicht wundern, wenn der Film auf DVD/Blu-Ray wie The Town eine halbe Stunde länger ausfällt… Sowas kommt dabei heraus, wenn der Film in Personalunion hergestellt wird – Ben Affleck spielt nicht nur die Hauptrolle und führt Regie, sondern hat den Streifen auch mitproduziert.

Als witziges Intermezzo dienen die inzwischen zu Altstars gereiften John Goodman und Alan Arkin als kauziges Geheimproduktionsteam, die mit ihrem im Original brüllend komischen Wortspiel „Argofuckyourself“ das Publikum zum Schmunzeln bringen. Affleck selbst macht, wie schon in den Filmen zuvor, mit Bart einen soliden Eindruck, während die restlichen Figuren im Film etwas eindimensional erscheinen. Vermutlich wollte Affleck damit seine Sensibilität gegenüber den echten Personen demonstrieren.

Im Ganzen betrachtet ist Argo ein kleines Stück Geschichte, auch wenn man hierzulande noch nie etwas davon gehört hat, das seinen Weg ins internationale Kino geschafft hat. Mit zahlreichen bekannten Schauspielern aus Film und Fernsehen bis in die kleinsten Rollen besetzt, vermag der Film eher ein Ensemblekabinettstück wie „Ocean’s xx“ sein, schafft es jedoch, auch auf der geschichtlich-politischen Ebene zu überzeugen. Weiter so, Ben! Nur, das nächste Mal bitte ein wenig kürzer…! ■ mz

OT: Argo
USA 2012
Politthriller
FSK: 12
120 min

mit
Ben Affleck (Tony Mendez) Peter Flechtner
Bryan Cranston (Jack O’Donnell)
Alan Arkin (Lester Siegel)
John Goodman (John Chambers) Klaus Sonnenschein
Victor Garber (Ken Taylor)
Tate Donovan (Bob Anders) Stephan Schwartz
Clea DuVall (Cora Lijek)
Scoot McNairy (Joe Stafford)
Rory Cochrane (Lee Schatz)
Christopher Denham (Mark Lijek)
Kerry Bishé (Kathy Stafford)
Kyle Chandler (Hamilton Jordan)
Chris Messina (Malinow)
Zeljko Ivanek (Robert Pender)
Titus Welliver (Bates)
Keith Szarabajka (Adam Engell)
Bob Gunton (Cyrus Vance)
Omid Abtahi (Reza Borhani) Imtiaz Haque
u.a.

drehbuch
Chris Terrio
basierend auf dem Artikel „The Great Escape“ von Joshuah Bearman

musik
Alexandre Desplat

kamera
Rodrigo Prieto

regie
Ben Affleck

produktion
GK Films
Smoke House
Warner Brothers Pictures

verleih
Warner

Kinostart: 8. November 2012

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06.11.2012 | mz |
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