Dienstag, 18. Juni 2019

Mary Elizabeth Winstead © Universal Studios

Trailer | IMDb | Filmseite

Die Antarktis: ein außergewöhnlicher Kontinent von atemberaubender Schönheit. Völlig isoliert inmitten des ewigen Eises liegt die Forschungsstation Thule. Genau dort hat eine Truppe internationaler Wissenschaftler eine bemerkenswerte Entdeckung gemacht. Doch schon bald schlägt die große Euphorie in grauenerregende Paranoia um: Die Wissenschaftler stellen fest, dass etwas Unmenschliches die Fähigkeit hat, sich selbst in eine genaue Kopie eines jeden Lebewesens zu verwandeln…

Dr. Kate Lloyd ist Paläontologin an der Columbia University. Nun bekommt sie die Chance ihres Lebens: Sie kann die Sicherheit ihres sterilen Labors hinter sich lassen und bricht zu einer einmaligen Expedition auf. Sie darf sich einem norwegischen For-scherteam unter der Leitung von Edvard Wollner anschließen, das am Südpol über ein Raumschiff gestolpert ist.

Im Wrack des Raumschiffes entdeckt Kate gemeinsam mit Dr. Sander Halvorsen und Adam ein Wesen, das schon vor einer Ewigkeit beim Absturz ins ewige Eis ums Leben gekommen zu sein scheint. Doch die wahre Gefahr schläft nur und wird durch ein simples Experiment in der Nähe der Forschungsstation wieder aus dem eisigen Kerker erweckt.

Gemeinsam mit dem Crewpiloten Carter und seinem Helfer Jameson muss Kate nun versuchen, den hochentwickelten Parasiten zu stoppen, der jede Lebensform nachahmen kann, die er berührt und der in seinem Überlebenskampf auch Mensch gegen Mensch aufhetzt. Abgeschnitten von der Außenwelt, umgeben von gnadenloser Kälte, traut keiner mehr dem anderen, und die Todesangst breitet sich mindestens genauso gefährlich aus, wie der kaltblütige Killer aus dem All.

Die Geschichte von The Thing geht zurück auf das Jahr 1938, als der renommierte Science-Fiction-Autor John W. Campbell seine Pulpnovelle „Who goes there?“ veröffentlichte – eine furchterregende Geschichte über die Ereignisse in einer Forschungsstation in der Antarktis, wo eine Gruppe von Wissenschaftlern ein Raumschiff entdeckt. Howard Hawks und Christian Nyby erschufen dann nach diesem Vorbild 1951 den Film Das Ding aus einer anderen Welt. Dieser Thriller vertiefte die Gruppenparanoia und zog Parallelen zur Zeit des Kalten Krieges.

Dreißig Jahre später griff John Carpenter erneut auf Campbells Buch zurück, als Inspirationsquelle für das Remake, das 1982 herauskam, bei dem er das Drehbuch schrieb und auch Regie führte. Durch seine bahnbrechenden Effekte wurde dieser Film zu einem Kult-Klassiker, der eine ganze Generation von Fans und Filmemachern beeinflusste.

Eric Heisserer, Drehbuchautor des aktuellen Films, vergleicht den Arbeitsprozess mit einer Autopsie und sagt: »Aus Carpenters Film kennen wir Überbleibsel, die als Anhaltspunkte dafür dienen, was dem norwegischen Team zugestoßen sein könnte. Doch das sind nur forensische Hinweise. Wir mussten herausfinden, was geschehen war und sicherstellen, dass wir das korrekt in unsere Story einbauen.«

Um so akkurat wie möglich arbeiten zu können, verbrachten die Filmemacher sehr viel Zeit damit, jede Einstellung von Carpenters Film zu studieren um zu gewährleisten, dass bestimmte Schlüsselelemente und Artefakte aufgegriffen werden.

Die Detailversessenheit des Teams ging so weit, dass die Filmemacher sogar den Original-Filmscore-Klassiker des italienischen Komponisten Ennio Morricone aus dem Jahr 1982 ins Spiel brachten, um die Arbeit des aktuellen Komponisten Marco Beltrami zu ergänzen.

Der niederländische Regisseur Matthijs van Heijningen jr., der bislang mit Werbespots Erfahrung sammelte, ist selbst ein großer Fan von Carpenters Version des Stoffes, kennt jedes Detail in- und auswendig und gibt mit seinem Spielfilmdebüt einen soliden Einstand. Normalerweise würde man am Ende des Films auf eine Fortsetzung warten, doch diese existiert mittlerweile schon seit fast 30 Jahren! ■ mz


OT: The Thing
USA 2011
Thriller/Science Fiction/Horror
FSK: Freigegeben ab 16
103 min

mit
Mary Elizabeth Winstead (Kate Lloyd) Maria Koschny
Joel Edgerton (Sam Carter) Marius Clarén
Ulrich Thomsen (Dr. Sander Halvorson) Frank Röth
Eric Christian Olsen (Adam Goodman)
Adewale Akinnuoye-Agbaje (Jameson)
Paul Braunstein (Griggs)
Trond Espen Seim (Edvard Wolner)
Kim Bubbs (Juliette)
Jørgen Langhelle (Lars)
Jan Gunnar Røise (Olav)
Stig Henrik Hoff (Peder)
Kristofer Hivju (Jonas)
u.a.

musik
Marco Beltrami

kamera
Michel Abramowicz

drehbuch
Eric Heisserer
nach der Kurzgeschichte „Who goes there?“ von John W. Campbell jr.

regie
Matthijs van Heijningen jr.

produktion
Morgan Creek Productions
Strike Entertainment

verleih
UPI

18.11.2011 | mz |
Kategorien: ohne