Dienstag, 18. Juni 2019
Charlie Kenton (Hugh Jackman) nähert sich seinem Sohn Max (Dakota Goyo) an
© DreamWorks II Distribution Co., LLC

Die spannende, actiongeladene und emotionale Geschichte spielt in der nahen Zukunft, in der sich der Boxsport zu High-Tech-Fights zwischen 900 Kilo schweren, zweieinhalb Meter großen Robotern entwickelt hat.

Charlie Kenton war einst ein erfolgreicher Profiboxer, bis High-Tech-Roboter die Menschen im Ring ablösten. Jetzt schlägt er sich als kleiner Promoter von Untergrundkämpfen mit selbstgebauten Robotern vom Schrottplatz mehr schlecht als recht durchs Leben, unterstützt durch die attraktive Tochter seines ehemaligen Trainers.

Gerade als er ganz unten angekommen ist und nichts mehr zu gehen scheint, taucht Charlies zehnjähriger Sohn Max unerwartet und unfreiwillig bei ihm auf. Nach dem Tod der Mutter muss Max den Sommer mit seinem Vater verbringen – einem Vater, der sich nie für ihn interessiert hat.

Aber das Schicksal gibt Charlie und Max eine neue Chance: Es spielt ihnen mit Atom einen Roboter mit einzigartigen Fähigkeiten in die Hände, der der neue Star der Roboterboxszene werden könnte. Gemeinsam bauen und trainieren sie den perfekten Kämpfer für den neuen High-Tech-Sport und wachsen dabei zu einem unschlagbaren Team zusammen.

Als die Einsätze in den extrem harten Boxkampfarenen immer höher werden, bekommt Charlie eine letzte Chance für ein Comeback. Und Max entdeckt, dass das Leben, egal ob man gewinnt oder verliert, weit mehr für ihn bereithält, als er je erwartet hätte.

Inspiriert von Richard Mathesons Kurzgeschichte „Steel“ inszenierte Shawn Levy (Nachts im Museum, Der rosarote Panther) diese relativ unspannende, wenn auch aufwändige Geschichte hauptsächlich für ein junges Publikum (Vorschul-Transformers).

Mathesons Kurzgeschichte diente bereits 1963 als Vorlage für eine Episode der Serie The Twilight Zone mit Lee Marvin. Mathesons Werk umspannt mehr als ein halbes Jahrhundert. Viele seiner bekannten Romane wurden verfilmt, darunter „I Am Legend“, „Das Höllenhaus“, „Ein tödlicher Traum“ oder „Hinter dem Horizont“.

Ein grob störender Faktor ist mal wieder die zeitliche Festsetzung der Geschichte in die nahe Zukunft. Vorstellbar wäre ein Zeitpunkt frühestens im Jahr 2050, doch man will uns ein Jahr 2020 weismachen!

Während Lost-Star Evangeline Lilly mehr oder weniger als schmückendes Beiwerk funktioniert (es muss in einem Familienfilm ja schließlich auch eine Frau mitspielen), hat ihr Lost-Kollege Kevin Durand mehr Glück bei der Rollenvergabe gehabt. Dieser spielt auch hier wieder den fiesen Bösewicht, der seinen Konkurrenten ausschalten und dessen Schulden eintreiben will.

Real Steel ist solides Familienkino, das, wenn richtig beworben, auch an der Kinokasse überzeugen könnte. „Wolverine“ spielt die Hauptrolle und es gibt jede Menge Blechschaden! Überraschungen sucht man allerdings vergebens. ■ mz

Trailer | IMDb | Filmseite


OT: Real Steel
USA 2011
Science Fiction/Drama
FSK: Freigegeben ab 12
126 min

mit
Hugh Jackman (Charlie Kenton) Thomas Nero Wolff
Dakota Goyo (Max Kenton)
Evangeline Lilly (Bailey Tallet) Ranya Bonalana
Anthony Mackie (Finn)
Kevin Durand (Ricky)
Hope Davis (Tante Debra)
James Rebhorn (Marvin)
Marco Ruggeri (Cliff)
Karl Yune (Tak Mashido)
Olga Fonda (Farra Lemkova)
u.a.

musik
Danny Elfman

kamera
Mauro Fiore

drehbuch
John Gatins
Dan Gilroy
Jeremy Leven

regie
Shawn Levy

produktion
Touchstone Pictures
DreamWorks SKG
21 Laps Entertainment
Angry Films
ImageMovers
Reliance Entertainment

verleih
Disney

03.11.2011 | mz |
Kategorien: ohne