Montag, 20. Mai 2019

Michelle Pfeiffer, Zac Efron
© Andrew Schwartz/New Line Productions, Inc.

Trailer | IMDb | Filmseite

In Happy New Year geht es um die berauschendste Nacht des Jahres – um Liebe, Hoffnung, Vergebung, zweite Chancen und Neuanfänge in miteinander verwobenen Geschichten vor dem Panorama der pulsierenden Metropole New York City. Ähnlich wie im in Los Angeles spielenden ►Valentinstag agiert ein bunter Reigen von Hollywoods Größen in mehreren, gleichzeitig stattfindenden romantischen Geschichten.

Regisseur Garry Marshall ist dafür berühmt, die Liebe ebenso warmherzig wie komisch auf die Leinwand zu bringen. Die Neujahrsnacht bezeichnet er als »die perfekte Gelegenheit, Bilanz zu ziehen, über die Fehler des vergangenen Jahres nachzudenken – und darüber, wie man sie in Zukunft vielleicht vermeiden kann. Aber man sollte auch für das Erreichte dankbar sein. Eine lustige, aufregende, wunderbare Zeit, die nicht nur eine Aufbruchstimmung, sondern auch ein bisschen Verrücktheit mit sich bringt. Im Mittelpunkt steht die Hoffnung – alles scheint wieder möglich, wenn man sich erneut darauf einlässt.«

Marshall weiß, wovon er spricht. Vor fast 50 Jahren hat er sich mit der Liebe seines Lebens verlobt – seiner heutigen Frau Barbara. »Ihr Kleid hatte dieselbe Farbe wie das von Halle Berry in unserem Film. Wir waren verliebt, wir tanzten und wir sagten: „Na, schauen wir mal, wie sich das entwickelt“«, erinnert er sich. »Silvester ist nach wie vor mein Lieblingsfest.«

Das kann man nicht von allen sagen. Zu einer der vielen Geschichten um den letzten Tag des Jahres zählt auch die um Ashton Kutchers Randy, der so gar nichts mit dem Tag anfangen kann. Kutcher gesteht: »Der Typ benimmt sich wie ein Idiot. Er will diesen Abend zu Hause verbringen und so den Party-Amateuren ausweichen, die durch die Straßen ziehen. Das sind nämlich die Typen, die das ganze Jahr über nicht ausgehen und zu Silvester plötzlich die Sau rauslassen. Randy findet das unter seiner Würde.«

»In ►Valentinstag war Ashton der klassische Romantiker. Diesmal ist sein Zynismus nicht zu überbieten, er macht eine 180-Grad-Kehrtwendung«, sagt Produzent Wayne Rice. Marshall verrät, dass der Schauspieler sich die Randy-Rolle ausgesucht hat, und lacht: »Ashton ist clever. Er wollte nur Innenaufnahmen spielen, weil er genau wusste, dass es draußen bitterkalt sein würde, denn wir drehten im Winter in New York City.«

Zu den ergreifenderen Geschichten gehört zum Einen die um den totkranken Fotojournalisten Stan, gespielt von Robert de Niro, der von Krankenschwester Aimee liebevoll umsorgt wird. Diese wiederum hat kurz vor Mitternacht ein Videodate mit ihrem Lebensgefährten, der in Afghanistan stationiert ist. Zum Anderen bewegt die Geschichte um die in die Jahre gekommene Angestellte einer Musikproduktionsfirma, die sich für ihren Job aufgeopfert hat und feststellen muss, dass sie eigentlich gar nicht richtig gelebt hat.

Diese wird von Michelle Pfeiffer gespielt, die bereits in Frankie & Johnny bei Garry Marshall vor der Kamera stand. »Ich liebe Garry. Er hat eine ungeheure Energie und lässt sich auf alles ein. Er zählt zu den Besten, wenn es um Geschichten geht, bei denen die Zuschauer ihren Spaß haben, mit denen sie etwas anfangen und über die sie lachen können. Wer würde sich eine solche Chance entgehen lassen?«

Ihr wird Zac Efron zur Seite gestellt, mit dem Pfeiffer zuvor bereits in Hairspray aufgetreten ist. »Wir wollten zwei unterschiedliche Figuren konfrontieren: Sie hat genug Lebenserfahrung, um sich klarzumachen, dass sie einige Chancen versäumt hat. Er ist jünger und denkt noch nicht über Vorsätze und Reue nach«, sagt Rice. »Also dachten wir uns: Mal sehen, was mit den beiden passiert, wenn sie sich gegenseitig Aha-Erlebnisse bescheren, die beider Leben verändern.«

Es gibt aber auch jede Menge komödiantische Geschichten um den ersten Kuss, ein Wiedersehen mit alten und neuen Liebschaften, um den Neujahrsbonus für das Erstgeborene als auch um das Silvesterevent New Yorks schlechthin – den sogenannten „Ball Drop“, die Show drumherum (die übrigens von US-TV-Star Nr. 1 Ryan Seacrest höchstpersönlich moderiert wird) sowie die Organisation beider.

Natürlich sind hier und dort wieder einige Geschichten miteinander verbunden, genauso wie alle, die bei diesem Film mitgewirkt haben. Erstaunlich ist allerdings, wie Katherine Fugate es schafft, mit nur wenig Dialog pro Szene die Geschichten auf den Punkt zu bringen. Dass einige Figuren dabei nur oberflächlich skizziert werden, liegt einfach an der hohen Anzahl von Figuren und Geschichten, die auf knapp zwei Stunden Material komprimiert wurden. Etwas weniger wär bestimmt besser gewesen. Dennoch ist der Film sehr unterhaltend und steigert die Laune aufs Jahresendfest. Und wer weiß – vielleicht erkennt sich der eine oder andere Zuschauer in einer der Figuren wieder… ■ mz


OT: New Year’s Eve
USA 2011
Komödie
FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
118 min

mit
Michelle Pfeiffer (Ingrid) Andrea Aust
Zac Efron (Paul) Daniel Schlauch
Robert de Niro (Stan Harris) Christian Brückner
Halle Berry (Schwester Aimee) Melanie Pukaß
Cary Elwes (Stans Arzt)
Alyssa Milano (Schwester Mindy) Dascha Lehmann
Common (Soldat)
Jessica Biel (Tess Byrne) Gundi Eberhard
Seth Meyers (Griffin Byrne) Rainer Fritzsche
Sarah Paulson (Grace Schwab) Cathlen Gawlich
Til Schweiger (James Schwab) Til Schweiger
Carla Gugino (Dr. Morriset) Judith Brandt
Katherine Heigl (Laura) Antje von der Ahe
Jon Bon Jovi (Jensen) Frank Schaff
Sofía Vergara (Ava) Claudia Urbschat-Mingues
Ashton Kutcher (Randy) Marcel Collé
Lea Michele (Elise) Maria Koschny
Sarah Jessica Parker (Kim) Irina von Bentheim
Abigail Breslin (Hailey) Marie Morgenstern
Josh Duhamel (Sam Ahern) Dennis Schmidt-Foß
Larry Miller (Harley)
Yeardley Smith (Maude)
Cherry Jones (Mrs. Rose Ahern)
Hilary Swank (Claire Morgan) Sandra Schwittau
Chris ‘Ludacris’ Bridges (Brendan)
Hector Elizondo (Kominsky) F.G. Beckhaus
Ryan Seacrest ()
u.a.

musik
John Debney

kamera
Charles Minsky

drehbuch
Katherine Fugate

regie
Garry Marshall

produktion
New Line Cinema
Rice Films
Karz Entertainment
New York Streets Film Projects

verleih
Warner Brothers

08.12.2011 | mz |
Kategorien: ohne